Berichterstattungsstelle zu Menschenhandel

Über die Berichterstattungsstelle zu Menschenhandel

Seit dem 1. November 2022 ist das Deutsche Institut für Menschenrechte vom BMFSFJ mit einer kontinuierlichen und unabhängigen innerstaatlichen Berichterstattung zur Umsetzung der Europaratskonvention gegen Menschenhandel und der EU-Menschenhandelsrichtlinie betraut.

Die Berichterstattungsstelle zu Menschenhandel

  • trägt dazu bei, eine breite und belastbare Datengrundlage zu schaffen, um Trends und Entwicklungen in Bezug auf Menschenhandel in Deutschland sichtbar zu machen. Dadurch können politische Prozesse evidenzbasiert gesteuert und Menschenhandel zielgenauer verhütet und bekämpft werden.
  • beobachtet die innerstaatliche Umsetzung der Europaratskonvention gegen Menschenhandel und der EU-Menschenhandelsrichtlinie. Sie identifiziert dabei Handlungsbedarfe bei der Verhütung und Bekämpfung von Menschenhandel und bei der Sicherstellung von Schutz und Unterstützung für Betroffene. Vor diesem Hintergrund unterstützt sie die Bundesregierung bei ihren Berichtspflichten auf nationaler und internationaler Ebene.
  • formuliert Empfehlungen an Politik und Verwaltung, um Maßnahmen und Programme gegen Menschenhandel effektiv zu gestalten und die menschenrechtliche Situation der Betroffenen zu verbessern.
  • informiert und sensibilisiert neben Politik und Verwaltung auch die Zivilgesellschaft und die Öffentlichkeit. Sie fördert politische Debatten und den öffentlichen Diskurs zu Menschenhandel.

Der Einrichtung, Ausgestaltung und Arbeitsweise der Berichterstattungsstelle liegt ein vom Deutschen Institut für Menschenrechte erarbeitetes Gesamtkonzept zugrunde. Es umfasst auch das Konzept der Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt.

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