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Kinderrechte

Wenn allgemein von Kinderrechten gesprochen wird, dann sind damit die in der UN-Kinderrechtskonvention vom 20. November 1989 (UN-KRK) normierten Rechte von Kinder gemeint. Die UN-KRK benennt Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte für alle Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Im Zentrum der Konvention steht die Anerkennung von Kindern als eigenständige (Recht)Subjekte. Deutschland hat die UN-KRK 1992 ratifiziert und sich damit verpflichtet, die in der Konvention und ihren derzeit drei Zusatzprotokollen verbrieften Rechte von Kindern zu achten, zu schützen und zu gewährleisten.

Zentrale Anliegen

  • Trotz bereits jetzt schon vorhandener Rechtsverbindlichkeit des völkerrechtlichen Abkommens in Deutschland, werden die Rechte von Kindern in Deutschland immer noch nicht ernst genommen und oftmals leichtfertig übergangen. Eine Aufnahme der Kinderrechte im Grundgesetz könnte dazu beitragen, dass den Interessen der Kinder im politischen und in gerichtlichen Verfahren mehr Aufmerksamkeit bzw. Beachtung geschenkt wird.
  • In Deutschland fehlt es an kinderrechtebasierten Daten, damit wir wissen, wie es Kindern wirklich geht. Daten die auch eine Entwicklung über die Jahre abbilden und Wirkungen bspw. politischer Maßnahmen sichtbar machen können.
  • Es braucht eine gezielte Stärkung der Selbstorganisation von Kindern und Jugendlichen insbesondere in öffentlichen Bildungseinrichtungen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Anders als in den meisten Vertragsstaaten der UN-Kinderrechtskonvention weltweit, fehlen in Deutschland klar identifizierbare und leicht zugängliche Kinderrechtsinstitutionen/-Stellen für Kinder in deren direktem Lebensumfeld.

Unsere Themen

Allgemeine Bemerkungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes

Hauptquelle der Interpretation von UN-Menschenrechtsverträgen sind die Allgemeinen Bemerkungen (General Comments) der UN-Fachausschüsse. Darin erläutern die menschenrechtlichen Vertragssauschüsse (treaty bodies) einzelne Menschenrechtsnormen oder sie äußern sich zu Themen, die von besonderer Bedeutung für den jeweiligen Menschenrechtsvertrag sind.

Zum 30. Jahrestag der UN-KRK veröffentlichte die Monitoring-Stelle eine deutsche Arbeitsübersetzung der Allgemeinen Bemerkung Nr. 14 „zur vorrangigen Berücksichtigung des Kindeswohls“ (best interests of the child) sowie die sprachlich überarbeitete deutsche Übersetzung der Allgemeinen Bemerkung Nr. 12 zum Recht auf Gehör und Berücksichtigung der Meinung des Kindes. Beide Übersetzungen sind in Zusammenarbeit mit einer Expert_innengruppe und mit Unterstützung des Bundesfamilienministeriums entstanden. Es werden weitere Übersetzungen folgen.

Allgemeine Bemerkung Nr. 12 (2009). Das Recht des Kindes auf Gehör

Allgemeine Bemerkung Nr. 14 (2013) zum Recht des Kindes auf Berücksichtigung seines Wohls als ein vorrangiger Gesichtspunkt (Art. 3 Abs. 1)

Publikationen zu diesem Thema

Ansprechpartner_in

Claudia Kittel

Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention

Telefon: 030 259 359 - 241

E-Mail: kittel(at)institut-fuer-menschenrechte.de

Judith Feige

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon: 030 259 359 - 462

E-Mail: feige(at)institut-fuer-menschenrechte.de

Dr. Stephan Gerbig

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Telefon: 030 259 359 - 475

E-Mail: gerbig(at)institut-fuer-menschenrechte.de

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