Wirtschaft und Menschenrechte

Unsere Netzwerke

Unternehmen in Deutschland und Europa profitieren wirtschaftlich stark vom globalisierten Handel. Mit Aktivität auf globalen Märkten und der zunehmenden Komplexität von Liefer- und Wertschöpfungsketten von Unternehmen gehen jedoch auch erhebliche menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken einher. Menschenrechtsverletzungen müssen bei wirtschaftlichem Handeln verhindert und adressiert werden. Daher braucht es internationale Regularien, Beobachtungsmechanismen und Abhilfemaßnahmen für Betroffene.

Nationale Menschenrechtsinstitutionen (NMRI) bieten eine in diesem Zusammenhang einzigartige Möglichkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit: NMRI haben gemäß den Pariser Prinzpien der UN das Mandat, auf nationaler Ebene Staaten bei der Umsetzung menschenrechtlicher Schutzpflichten zu beobachten. Sie sind über das Europäische Netzwerk Nationaler Menschenrechtsinstitutionen (ENNHRI) und die Globale Allianz Nationaler Menschenrechtsinstitutionen (GANHRI) miteinander vernetzt. Über diese Kooperationen haben sie das Potenzial, sich kontinuierlich über diese Aufgabe auszutauschen und unterschiedliche Menschenrechtsverstöße entlang von Liefer- und Wertschöpfungsketten miteinander in Verbindung zu bringen.

Das Institut bringt sich aktiv in die Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen zu Wirtschaft und Menschenrechten bei ENNHRI und GANHRI ein. In regelmäßigen Treffen werden auf europäischer und internationaler Ebene aktuelle Gesetzgebungsverfahren, Implementierungsansätze und Strategien innerhalb der Arbeitsgruppen koordiniert.

Die Mitglieder der ENNHRI-Arbeitsgruppe nehmen beispielsweise regelmäßig an Konsultationen teil und tragen zu Gesetzgebungsverfahren bei, unter anderem zu den beiden Vorschlägen der Europäischen Kommission für eine EU-weite Richtlinie zur nachhaltigen Unternehmensführung (CSDDD) sowie einer Verordnung für das Verbot von in Zwangsarbeit hergestellten Produkten in der EU.

Was ist ENNHRI?

Das Europäische Netzwerk der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (englisch kurz ENNHRI) umfasst mehr als 40 Nationale Menschenrechtsinstitutionen (NMRI) in Europa. 

Seit 2013 unterstützt und koordiniert das ENNHRI-Sekretariat in Brüssel die Arbeit der NMRI in Europa. ENNHRI fungiert als gemeinsame Stimme der europäischen NMRI auf europäischer und internationaler Ebene, um den Menschenrechtsschutz zu verbessern und Menschenrechtsverletzungen zu bekämpfen. 

ENNHRI arbeitet mit allen relevanten europäischen Institutionen sowie im Verbund mit der Globalen Allianz der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (GANHRI) mit den Menschenrechtsgremien der Vereinten Nationen zusammen.

Was ist GANHRI?

Die Globale Allianz der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (englisch kurz GANHRI) vertritt die Interessen von aktuell 114 Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (NMRI) weltweit. 

Als globales Forum setzt sich GANHRI für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen NMRI ein, bildet Arbeitsgruppen zu Menschenrechtsthemen mit weltweiter Bedeutung und koordiniert und sichert die Präsenz von NMRI in internationalen Konferenzen und Gremien.  Zudem überwacht GANHRI die Einhaltung der „Pariser Prinzipien” der Vereinten Nationen, des Regelwerks für NMRI.  

GANHRI arbeitet eng mit den Menschenrechtsgremien der Vereinten Nationen zusammen.

Ansprechpartner*in

© DIMR/B. Dietl

Bettina Braun, LL.M.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Phone: 030 259 359 - 127

E-mail: braun(at)institut-fuer-menschenrechte.de

Portrait von Franziska Oehm
© DIMR/B. Dietl

Dr. Franziska Oehm, LL.M.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Phone: 030 259 359 - 57

E-mail: oehm(at)institut-fuer-menschenrechte.de

Kurzbiografie Franziska Oehm

© DIMR/B. Dietl
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