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Die Monitoring-Stelle lädt mehrmals im Jahr zu öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen ein. Zu öffentlichen Veranstaltungen können sie sich anmelden, wie zum Beispiel die Konsultation mit der Zivilgesellschaft. Zu nichtöffentlichen Veranstaltungen lädt die Monitoring-Stelle Expert_innen und Stakeholder ein, die sich in Fachgesprächen und Netzwerktreffen untereinander austauschen.

Veranstaltungsrückblick

2018

2017

2016

2015

2018

2. Konsultation „Auswahl von Pilot-Kinderrechte-Indikatoren“ (26. April 2018)

Die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention und das Deutsche Jugendinstitut haben einen Prozess initiiert in dem erste Kinderrechte-Indikatoren entwickelt werden, mit denen sich die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) datengestützt untersuchen lässt. In diesem Rahmen veranstaltete sie am 26. April 2018 eine Zweite Konsultation, um erste Pilot-Kinderrechte-Indikatoren für Deutschland einzugrenzen.

Der Ist-Zustand des Aufwachsens von Kindern in Deutschland ist derzeit nicht entlang der in der UN-KRK beschriebenen Handlungsfelder datengestützt untersucht. Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes ist besorgt, dass Deutschland kein indikatorenbasiertes Datenerhebungssystem für alle von der Konvention abgedeckten Bereiche vorhält. Denn ein solches Datenerhebungssystem ist die Grundlage für die erfolgreiche Planung, Kontrolle und Bewertung von politischen Maßnahmen, Programmen und Projekten für Kinderrechte.

Um den Empfehlungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes nachzukommen, entwickeln die Monitoring-Stelle  und das Deutsche Jugendinstitut unter Beteiligung der zentralen Stakeholder erste kinderrechtebasierte Indikatoren. Die Indikatoren bilden eine Entwicklung über die Jahre ab und können Wirkungen beispielsweise politischer Maßnahmen sichtbar machen.

Das Ergebnis der Konsultation ist folgende Prioritätenliste von Kinderrechten, zu denen die ersten Kinderrechte-Indikatoren entwickelt werden:

 

RangArtikelAnzahl Nennungen
I

12: Recht auf Berücksichtigung des Kindeswillens
26: Recht auf soziale Sicherung

5
5
II19: Recht vor Schutz auf Gewalt, Misshandlung und Missbrauch3
III

2: Diskriminierungsverbot
23: Recht von Kindern mit Behinderung auf aktive Teilhabe und Teilnahme
34: Recht auf Schutz vor sexuellen Missbrauch (in Verbindung mit 35: Rrecht auf Schutz vor Kinderhandel / 36: Recht auf Schutz vor Ausbeutung)

 

3

2

2

 

IV

3: Recht auf vorranige Berücksichtigung der besten Interessen des Kindes
4: Recht auf Verwirklichung der Kinderrechte durch staatliches Handeln
22: Recht auf Schutz und Unterstützung, wenn keine Familie vorhanden ist
28: Recht auf (Menschenrechts)-Bildung
31: Recht auf Erholung und Spiel sowie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben
40: Recht auf kindgerechte Justiz

 

1

1

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In der Folge der 2. Konsultation wird die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention nun vier der priorisierten Artikel auf ihren normativen Gehalt auslesen lassen. Dafür werten Expert_innen jedes ausgewählte Recht daraufhin aus, welche Verpflichtungen es im Wortlaut der UN-KRK selbst enthält, wie es vom zuständigen KRK-Fachausschuss durch ergänzende Texte wie die Allgemeinen Bemerkungen (General Comments), durch benachbarte Fachausschüsse oder regionale Menschenrechtsübereinkommen ausgelegt wird. Aus diesem normativen Gehalt werden rund vier Attribute bestimmt, die den Kern des Artikels bilden. Gemeinsam mit dem Deutschen Jugendinstitut ordnen wir den Attributen jeweils passende Indikatorensets zu, die sie messbar zu machen versuchen. Die ausgewählten Indikatoren beinhalten Struktur-, Prozess- und Ergebnisindikatoren, die jeweils subjektiv oder objektiv bestimmt sind und denen quantitative oder qualitative Daten zugrunde liegen.

Die zu den ausgewählten Kinderrechten erarbeiteten Indikatoren werden in Workshop-Arbeit (mehrere kleine Expert_innenrunden) im Herbst 2018 mit der Zivilgesellschaft und mit wissenschaftlichen Forschungsinstituten vertieft bearbeitet. Hier können die Indikatoren auf ihre Relevanz hin untersucht und noch Schwerpunkte innerhalb eines bestimmten Rechts geändert werden. Attribute können ergänzt werden. Außerdem findet ein Austausch über mögliche Daten statt, mit denen die Indikatoren gemessen werden können. Dazu zählt auch ein Abgleich, ob nicht schon vorhandene Daten hier genutzt werden können. Damit die Indikatoren genutzt werden können, müssen die entsprechenden Daten erhoben werden und/oder zugänglich sein.

Als Abschluss des Prozesses liegen zwei Pilot-Kinderrechte-Indikatoren vor, deren Messung im weiteren Verlauf erfolgen soll. Der Prozess der Entwicklung dieser Indikatoren wird durch die Monitoring-Stelle dokumentiert und soll nach einer erfolgten ersten Messung fortgeschrieben werden.

Programm (155 KB, PDF)

Vortrag Prozess zur Entwicklung von Pilot-Kinderrechte-Indikatoren

Vortrag Kinderrechtliche Empfehlungen an Deutschland (611 KB, PDF, nicht barrierefrei)


Kinderrechtliche Empfehlungen an Deutschland nach Artikeln (493 KB, PDF, nicht barrierefrei)


Kinderrechtliche Empfehlungen an Deutschland nach Dringlichkeit (493 KB, PDF, nicht barrierefrei)


Vortrag Entwicklung von Kinderrechte-Indikatoren (688 KB, PDF, nicht barrierefrei)


Publikation "Kinderrechte messbar machen"

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Fachgespräch "Berichterstattung vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes 2 (14. Februar 2018)"

Die Monitoring-Stelle lud bereits im Oktober 2017 zu einem ersten Austausch zum anstehenden Berichtsverfahren vor dem UN-Fachhausschuss für die Rechte des Kindes ein. Dort wurde über das Verfahren informiert und ein gemeinsamer Dialog und Abstimmungsprozess involvierter Akteur_innen eingeleitet.

Am 14. Februar 2018 fand das zweite Fachgespräch zum Staatenberichtsverfahren statt. Akteur_innen informierten über ihre Aktivitäten im Berichtsverfahren und stimmten sich miteinander ab.

Protokoll des Fachgesprächs (701 KB, PDF, nicht barrierefrei)

 

 

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Fachgespräch "Beschwerdemechanismen für Kinder und Jugendliche (14. Februar 2018)"

Das Thema „Beschwerden für Kinder und Jugendliche“ beschäftigt die Monitoring-Stelle seit der Aufbauphase. Im Fokus steht momentan die Datenerhebung und Beschwerde von Kindern und Jugendlichen. Damit verbunden auch Themen, die Kinder und Jugendliche benennen.

Für die Fachgespräch „Beschwerden von Kindern und Jugendlichen“ lud die Monitoring-Stelle Vertreter_innen von UNICEF Deutschland, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, der Anlaufstelle Antidiskriminierung an Schulen Berlin, des Berliner Netzwerks gegen Diskriminierung an Schulen und Kitas und der KIDS Beratungsstelle ein. Neben dem fachlichen Austausch informierten  die Teilnehmer_innen über geplante Projekte zum Thema.

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2017

Konsultation "Kindgerechte Justiz" (16. Oktober 2017)

Jedes Jahr stehen in Deutschland tausende Kinder vor Gericht, auch ohne eigenes Verschulden, nicht immer freiwillig. Sie sind in zivil-, straf- und verwaltungsrechtliche Verfahren involviert, sei es als Parteien, Beteiligte, Antragstellende und -gegner_innen, Zeug_innen oder als Nebenkläger_innen. Um den besonderen Bedürfnissen von Kindern Rechnung zu tragen, macht die UN-Kinderrechtskonvention Vorgaben für ein kindgerechtes Justizsystem. So muss das Wohl des Kindes in Gerichtsverfahren vorrangig berücksichtigt werden. Vom Europarat gibt es Leitlinien für eine kindgerechte Justiz.

In der Konsultation „Kindgerechte Justiz“ wurde hinterfragt, in wie weit die Bundesrepublik Deutschland die Vorgaben für eine kindgerechte Justiz umgesetzt hat. Eine Studie der Europäischen Grundrechteagentur, für die das Deutsche Institut für Menschenrechte in Deutschland betroffene Kinder und Jugendliche befragt hat, zeigt, dass es noch Verbesserungsbedarf gibt. So fühlen sich die meisten Kinder schlecht über den Gerichtsprozess informiert. Sie wünschen sich Verfahren, in denen sie ernst genommen werden.

Expert_innen aus den unterschiedlichen Bereichen des Justizsystems berichteten über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in der Praxis zur Umsetzung der Rechte des Kindes in Gerichtsverfahren. Dazu wurden die Leitlinien des Europarates und die europarechtlichen Vorgaben vorgestellt.  Ein Blick in andere europäische Länder zeigte, wie dort kindgerechte Justiz umgesetzt wird. Die Sicht von Kinder und Jugendliche auf das Thema wurde ebenfalls vorgestellt.

In Kleingruppen wurden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Welche Vorkehrungen gibt es, damit Kinder sich in allen sie betreffenden rechtlichen Verfahren Gehör verschaffen können? Wären Vorgaben für die Gestaltung von Anhörungen sinnvoll? Wie könnten Schulungen zu kindgerechten Verfahren aussehen? Wie kann das Modell des Verfahrensbeistandes im Sinne des Kindes weiterentwickelt werden? Wie werden Kinder auf Verfahren vorbereitet und über den Ausgang informiert?  

Die Erkenntnisse der Konsultation werden unter anderem auf der Konferenz des Deutschen Kinderhilfswerks 2018 weitergetragen.

Dokumentation Kindgerechte Justiz (784 KB, PDF, nicht barrierefrei)

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Fachgespräch "Berichterstattung vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes 1 (17. Oktober 2017)"

Staaten, die einen UN-Menschenrechtsvertrag ratifiziert haben, sind verpflichtet, periodische Berichte dem zuständigen Fachausschuss vorzulegen, die sogenannten Staatenberichte. Das Staatenberichtsverfahren, zudem auch Parallelberichte der Zivilgesellschaft, Selbstorganisationen von Kindern und NHRIs sowie Informationen von Sonderorganisationen der UN gehören, ist das zentrale Überwachungsverfahren zur Umsetzung eines UN-Menschenrechtsvertrags, laut Artikel 44 der UN-Kinderrechtskonvention.

Das Fachgespräch am 17. Oktober 2017 war als erste Informationsveranstaltung im Sinne eines "Kick-off" zum anstehenden Verfahren angelegt. Dazu wurden die wichtigsten Informationen zum periodischen Berichtsverfahren vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes vorgestellt und ein gemeinsamen Dialog und Abstimmungsprozess involvierter Akteur_innen eingeleitet. Die Veranstaltung diente auch als Forum zur Verdeutlichung unterschiedlicher Rollen innerhalb des Staatenberichtserfahrens.

Protokoll des Fachgesprächs (486 KB, PDF, nicht barrierefrei)

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Konsultation "Kinderrechtebasierte Indikatoren" (07. September 2017)

Im letzten Staatenberichtsverfahren Deutschlands vor dem UN-Ausschuss
für die Rechte des Kindes stand die Datenlage zur Umsetzung
der Kinderrechte immer wieder im Zentrum der Fragen. In seinen
Abschließenden Beobachtungen hat der UN-Ausschuss dieses Thema
aufgegriffen und Deutschland aufgefordert, Indikatoren für Kinderrechte
einzuführen.

Anlässlich des nächsten anstehenden deutschen Staatenberichts zur Umsetzung
der UN-Kinderrechtskonvention an die Vereinten Nationen haben das Deutsche Jugendinstitut und die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte zu einer Konsultation zu kinderechtlich basierten Indikatoren eingeladen. Im Fachaustausch wurden bestehende Menschenrechts-Indikatoren in den Blick genommen und ein Prozess eingeleitet, in dem
eigene Kinderrechtsindikatoren für Deutschland entwickelt werden.
Die Teilnehmenden diskutierten darüber, welche Anforderungen an menschen- und kinderrechtlich basierte Indikatoren zu stellen sind und welche Daten und Informationen dafür bereits vorhanden sind. Orientierungshilfe boten dabei andere Länder und andere Menschenrechtsübereinkommen.

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Festakt & Fachveranstaltung in Berlin "Wir machen uns stark für Kinderrechte" (4. April 2017)

Wie Kinderrechte gestärkt werden können, war die zentrale Frage zweier Veranstaltungen anlässlich von 25 Jahren UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland

"Ich meine, Kinderrechte im Grundgesetz wären eine gute Sache. Eine Verfassung enthält die höchsten Rechtsprinzipien eines Staates. Sie schafft eine Wertordnung für die gesamte Gesellschaft", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas am 4. April in Berlin beim Festakt anlässlich des 25-jährigen Inkrafttretens der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Kinder seien Kinder und nicht bloß "kleine Erwachsene". Sie hätten andere Bedürfnisse und seien anderen Gefahren ausgesetzt als Erwachsene. Deshalb sollten ihre Rechte auch im Grundgesetz endlich ausdrücklich verankert werden, forderte Maas.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betonte, dass diese Ergänzung im Grundgesetz mehr als ein Symbol sei. Es gehe darum, Kinder stärker vor Gewalt zu schützen und ihre Interessen zu wahren. Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, erklärte: "Kinderrechte im Grundgesetz könnten dazu beitragen, dass Gerichte und Behörden Kinder als Träger von Menschenrechten ernst nehmen".

"Was kann getan werden, um die Kinderrechte in Deutschland zu stärken?" Diese Frage diskutierten im Folgenden die Bundesfamilienministerin, der Bundesjustizminister, die Vorsitzende der Jugend- und Familienministerkonferenz, Petra Grimm-Benne, der Sprecher der National Coalition Deutschland, Prof. Dr. Jörg Maywald, und die Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Prof. Dr. Beate Rudolf.
Welche Anliegen haben Kinder?

Wie können Kinderrechte bei allen Kindern und Jugendlichen in Deutschland ankommen? Welche Anliegen und Beschwerden haben Kinder und wer kümmert sich um sie? Diesen Fragen ging die Fachveranstaltung  "25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland" nach, zu der die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte und die National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im Anschluss an die Festveranstaltung eingeladen hatten.

Kinderpolitische Sprecher_innen der Landtagsfraktionen, kommunale Kinderinteressenvertretungen und zivilgesellschaftliche Akteure auf Bundesebene tauschten sich über Erfahrungen und Ideen für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf Landesebene und kommunaler Ebene aus. Im Fokus stand der Aufbau eines Beschwerdemanagements für Kinder und Jugendliche in Deutschland.
"Kinder, die Würde erfahren, sind auch in der Lage, sich für die Wahrung der eigenen Würde einzusetzen"

"Kinder, die Würde erfahren, sind auch in der Lage, sich für die Wahrung der eigenen Würde einzusetzen", betonte Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe und Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung, in seinem Vortrag. "Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, in denen Kinder Subjekte sind", so sein Plädoyer. Denise Schiffrer-Barac, Kinder- und Jugendanwältin des Landes Steiermark, erläuterte die Strukturen zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Österreich. In Österreich gebe es Kinder- und Jugendanwaltschaften der Länder. Diese machten Beratung, Stellungnahmen, politische Lobbyarbeit, Kinderrechtswochen und Tagungen. Ihr Fazit: "Kinderrechte sind Anstrengung. Und diese Anstrengung muss jeden Tag aufs Neue passieren!"

Die Fachveranstaltung war eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen Instituts für Menschenrechte mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e. V.
(HIL)

Weitere Informationen:


Foto-Galerie der Veranstaltungen

Videos

Programm der Veranstaltungen


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Konsultation "Umsetzung der Kinderrechte auf kommunaler Ebene (3. April 2017)

Die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention soll ein Monitoring zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf Bundes- und Landesebene sowie im kommunalen Raum etablieren.

Im Mittelpunkt der Konsultation der Monitoring-Stelle mit der BAG Kommunale Kinderinteressenvertretungen stand die Frage, wie ein sinnvolles und wirkungsvolles Beschwerdemanagements für Kinder und Jugendliche etabliert werden kann. Ein solches wurde vom UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes für Deutschland auf Bundesebene gefordert. Die Monitoring-Stelle ist jedoch davon überzeugt, dass ein solches Instrumentarium vielmehr im direkten Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen verortet werden sollte – nämlich im kommunalen Raum.

Im Rahmen der Konsultation diskutierten die Teilnehmenden, welche der BAG zusammengeschlossenen kommunalen Kinderinteressensvertretungen Beschwerden von Kindern und Jugendlichen bearbeiten, so wie es eines der Strukturelemente in den Qualitätsstandards der BAG (94 KB, PDF)  vorsieht, verbunden mit der Frage wie ein Informationstransfer zwischen der Monitoring-Stelle und der BAG systematisiert und verstetigt werden kann.

Programm "Umsetzung der Kinderrechte auf kommunaler Ebene" (226 KB, PDF, nicht barrierefrei)

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Konsultation "Der Begriff Kindeswohl und seine Kontroversen" (20. März 2017)

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes von 1989 (UN-KRK) ist nach wie vor Gegenstand von moralischen aber auch rechtlichen Kontroversen. Insbesondere Artikel 3, Abs. 1 UN-KRK, steht im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzungen. Im englischen Original lautet der Artikel wie folgt:
"In all actions concerning children, whether undertaken by public or private social welfare institutions, courts of law, administrative authorities or legislative bodies, the best interests of the child shall be a primary consideration."

Die deutsche Übersetzung des Vertragstextes verwendet den Begriff des Kindeswohls, jedoch steht in der englischen Originalfassung "best interests of the child". Nach wie vor gibt es Kontroversen, welche Übersetzung das Grundanliegen von Artikel 3 UN-KRK am besten vertritt, wenn wir Kinder als Rechtssubjekte anerkennen und verstehen.

In der Konsultation beschäftigten sich die Teilnehmer_innen mit der deutschen Übersetzung der "best interests of the child". Dazu versuchten sie den Begriff inhaltlich näher zu bestimmen und setzten sich mit der Frage auseinander, wie in der Praxis das sogenannte Kindeswohl ermittelt werden kann.

Als Ergebnis der Diskussionen im Rahmen der Konsultation plant die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention eine Publikation ("Information") zur Frage der Kindeswohlbestimmung, die in 2018 erscheinen soll.

Programm "Der Begriff Kindeswohl und seine Kontroversen" (229 KB, PDF, nicht barrierefrei)

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2016

Fachgespräch "Kinder von Inhaftierten" (01. Dezember 2016)

In Deutschland fehlt es an einem Problembewusstsein hinsichtlich der Situation der Kinder von Inhaftierten, obwohl deren Rechte nach Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention gleich mehrfach verletzt werden. Die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte lud daher zu einem Fachgespräch ein: Es gilt, Kindern von Inhaftierten eine Stimme zu geben und ein Problembewusstsein bei Entscheidungsträger_innen in Bund und Ländern herzustellen. Ziel ist auch, die vorhandenen Initiativen und Organisationen in dem Vorhaben zu unterstützen, ein Netzwerk auf Bundesebene zu gründen.

Programm des Fachgesprächs "Kinder von Inhaftierten" (PDF, 75 KB, nicht barrierefrei)

Vortrag Claudia Kittel "Die Rechte der Kinder von Inhaftierten" (PDF, 104 KB, nicht barrierefrei)

Vortrag Henriette Heimgaertner "Not my crime, still my sentence" (PDF, 704 KB, nicht barrierefrei)

Vortrag Dr. Klaus Roggenthin "Ein Bundesweites Netzwerk für Kinder von Inhaftierten?" (PDF, 34 KB,  nicht barrierefrei)

Vortrag Nicole Knapp "Familienorientierung im Strafvollzug Schleswig-Holstein" (PDF, 783 KB, nicht barrierefrei)

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2. Konsultation mit der Zivilgesellschaft (16. November 2016)

"Beschwerden ermöglichen!" – Beschwerdewege für Kinder und Jugendliche

Der Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen hat Deutschland bereits mehrmals aufgefordert eine Anlaufstelle für Beschwerden für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Die internationale Vergleichsstudie "Einsatz für Kinderrechte" von UNICEF zeigt Deutschland als einen "weißen Fleck" auf der Weltkarte, wenn es um Beschwerdestellen für Kinder und Jugendliche geht. Doch dies ist nicht ganz zutreffend: Es gibt Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Lediglich der direkte Zugang, ihre Arbeitsweisen und ihre Wirkungsmöglichkeiten sind sehr unterschiedlich. Im Rahmen der Konsultation stellten wir Ergebnisse unserer Studie über vorhandene gerichtliche und außergerichtliche Beschwerdewege vor.

Mit Blick auf Beschwerdewege für Kinder variiert die Definition eines Kindes je nach Regelungszusammenhang. Damit ist das Konzept der "Mindestalter" ein zentrales Konzept wenn man danach fragt, welche Möglichkeiten Kinder selbst ohne Unterstützung durch Erwachsende überhaupt nutzen können. Gemeinsam diskutierten wir, wie Beschwerdemöglichkeiten beschaffen sein müssen, damit sie den kinderrechtlichen Vorgaben des General Comment Nr. 2 UN-Kinderrechtsausschuss entsprechen - für alle Kinder gemäß Artikel 1 UN-Kinderrechtskonvention, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

Programm der Konsultation "Beschwerden ermöglichen!" (PDF, 187 KB)

Vortrag Claudia Kittel "'Beschwerde' aus kinderrechtlicher Perspektive" (PDF, 300 KB, nicht barrierefrei)

Vortrag Dominik Bär "Beschwerdemöglichkeiten und -wege für Kinder und Jugendliche im deutschen Rechtssystem" (PDF, 197 KB, nicht barrierefrei)

Vortrag Felix Wiesner "Die Verwaltungsgerichtbarkeit" (PDF, 120 KB, nicht barrierefrei)

 Infografiken "Beschwerden ermoeglichen" (PDF, 265 KB, nicht barrierefrei)

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Foto-Galerie 2. Konsultation der Monitoring-Stelle UN-KRK

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Jugendliche aus Freiburg und Berlin waren zur Konsultation "Beschwerden ermöglichen! Beschwerdewege für Kinder und Jugendliche" gekommen © DIMR/Renter


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2015

1. Konsultation mit der Zivilgesellschaft (17. November 2015)

Am 17.11.2015 lud die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention zur ersten Konsultation mit der  Zivilgesellschaft ein. Rund 70 Interessierte von verschiedenen Stiftungen und Verbänden sowie der National Coalition Deutschland als bündelnder Stimme der Zivilgesellschaft im unabhängigen Monitoring, und  jugendliche Delegierte vom Deutschen Bundesjugendring, dem Deutschen Kinderhilfswerk, der Gehörlosenjugend Deutschland, dem Kinderrechteforum und UNICEF Deutschland folgten der Einladung.

In zwei Workshop-Runden formulierten die Teilnehmenden in moderierten Gesprächen ihre Erwartungen an die Arbeit der Monitoring-Stelle. Zur Diskussion standen die

  • Einbindung von Kindern und Jugendlichen: Auf welche Weise können Kinder und Jugendliche angemessen eingebunden werden? Wie kann die Monitoring-Stelle Kinder und Jugendliche erreichen?, 
  • Erwartungen an die Monitoring-Stelle: Auf welche Weise kann die Monitoring-Stelle die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention stärken? Was erwarte ich für meine Organisation von der Monitoring-Stelle?, 
  • Themen/Zielgruppen: Die Rechte von welcher Gruppe von Kindern werden in Deutschland verletzt? Was sollte geändert werden, um die Rechte dieser Gruppe zu stärken? und 
  • Vernetzung: Welche Partner_innen bieten sich für die Monitoring-Stelle an?
  • Wen sollte die Monitoring-Stelle erreichen?

Die Antworten hielten die Moderatorinnen und Moderatoren schriftlich auf Moderationswänden fest. Abschließend präsentierten die Moderatoren und  Moderatorinnen den Teilnehmenden die Ergebnisse der Workshops. Die Monitoring-Stelle nutzt die Erkenntnisse aus den Workshops als Impulse für ihre Arbeit.
Konsultationen mit der Zivilgesellschaft werden ein fester Bestandteil der Arbeit der unabhängigen Monitoring-Stelle sein und sind drei bis vier Mal pro Jahr geplant.

Präsentation Claudia Kittel Konsultation mit der Zivilgesellschaft (PDF, 291 KB, nicht barrierefrei)

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Foto-Galerie der Eröffnung

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Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Prof. Dr. Beate Rudolf, Claudia Kittel und Michael Windfuhr sitzen im Publikum

Plenum bei der Eröffnungsveranstaltung: v.l.n.r.: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Prof. Dr. Beate Rudolf, Claudia Kittel, Michael Windfuhr © DIMR/Hermann Bredehorst

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Prof. Dr. Beate Rudolf, Claudia Kittel und Michael Windfuhr sitzen im Publikum
Michael Windfuhr, Claudia Kittel und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig unterhalten sich stehend.
Stefan Haddick, Dr. Sebastian Sedlmayr, Sandra Schrader, Prof. Dr. Beate Rudolf, Prof. Dr. Jörg Maywald und Kirsten Schweder unterhalten sich stehend.
Paula Honkanen-Schoberth, Dr. Thomas Meysen und Sven Borsche unterhalten sich sitzend.
Prof. Dr. Beate Rudolf spricht am Pult.
Sebastian Schiller und Rebecca Budde blicken in die Kamera. Hinter ihnen unterhalten sich drei Männer.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig spricht vor dem Plenum. Sie steht hinter dem Pult, hinter ihr wird eine Präsentation an die Wand projiziert..
Lea Sofia Nikiforow und Bendix Lippe moderieren das Plenum. Beide haben ein Mikrofon in der Hand, hinter ihnen wird eine Präsentation an die Wand projiziert.

Video "Was macht die Monitoring-Stelle?"

Video "Was macht die Monitoring-Stelle"