VG Berlin, 16.11.2022, Az. 31 K 348.19 A
VG Berlin, Urteil vom 16.11.2022, Az. 31 K 348.19 A
Orientierungssätze
I. Das Verwaltungsgericht (VG) Berlin bejaht in seinem Urteil vom 16.11.2022 die Flüchtlingseigenschaft einer Frau, die im Falle einer Rückkehr nach Guinea zwangsläufig wieder mit ihrem Mann leben müsste, der gewalttätig ist und mit dem sie zwangsverheiratet wurde. Guineische Frauen seien als soziale Gruppe im Sinne des § 3b Abs. 1 Nr. 4 Asylgesetz (AsylG) anerkannt (Verweis auf das Urteil des VG Berlin vom 17.08.2022).
II. Die Klägerin war vor ihrem Ehemann geflüchtet, mit dem sie im Alter von 12 oder 13 Jahren zwangsverheiratet worden war und der sie bereits geschlagen und ihre gemeinsamen Töchter hatte genitalverstümmeln lassen.
III. § 3b Abs. 1 Nr. 4, § 3a Abs. 2 Nr. 6 AsylG.
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VG_Berlin_16_11_2022
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