Veranstaltungsrückblicke 2017

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Veranstaltungsrückblicke 2017

Mit Menschenrechten zu mehr Nachhaltigkeit

Netzwerktreffen Menschenrechtsbildung am 6. November 2017 in Berlin zum Thema "Menschenrechtsbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Was hat Nachhaltigkeit mit Menschenrechtsbildung zu tun? Dieser Frage widmete sich das jährlich stattfindende Netzwerktreffen Menschenrechtsbildung am 6. November 2017. Die rund 30 Teilnehmer_innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft untersuchten die Zusammenhänge zwischen den Ansätzen der Menschenrechtsbildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung und diskutierten über Kooperationsmöglichkeiten.

Nach Begrüßung und Vorstellungsrunde leiteten Bianca Bilgram von der UNESCO Geschäftsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung und Dr. Sandra Reitz, Leiterin der Abteilung Menschenrechtsbildung des Deutschen Instituts für Menschenrechte, inhaltlich in die Thematik des Netzwerktreffens ein. Bianca Bilgram präsentierte das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung und machte dabei auf die Herausforderungen und die Notwendigkeit, diese interdisziplinär zu bearbeiten, aufmerksam. Sandra Reitz thematisierte in ihrem Impulsvortrag Anknüpfungspunkte und Differenzen der beiden pädagogischen Ansätze. Sie benannte als wesentliche gemeinsame Herausforderung für eine selbstkritische Arbeit, postkoloniale Perspektiven auf die beiden Konzepte zu berücksichtigen.

Wie kann eine Verbindung beider Ansätze gelingen?

Wie eine Verbindung der beiden Ansätze praktisch gelingen kann, diskutierten die Teilnehmer_innen in drei Workshops am Nachmittag anhand konkreter Projekte. Prof. Dr. Daniel Fischer von der Leuphana Universität Lüneburg stellte gemeinsam mit Tina Böhme und Jacomo Fritzsche das Projekt "Bildung für nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining" vor. Ziel dieses Projektes ist es, die große Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und tatsächlichem Handeln zu überwinden. Durch das Praktizieren von Achtsamkeitsübungen soll das Bewusstsein der Adressat_innen des Projekts für ihre Einstellungen und Handlungen gestärkt werden, um dann im nächsten Schritt nachhaltiger zu konsumieren.

Im Workshop "Maßstab Menschenrechte. Bildungspraxis zu den Themen Flucht, Asyl und rassistische Diskriminierung gestalten" diskutierte Mareike Niendorf vom Deutschen Institut für Menschenrechte mit den Teilnehmer_innen die Projektinhalte aus Perspektiven der Menschenrechtsbildung und der Bildung für nachhaltigen Entwicklung. In dem Projekt sollen Multiplikator_innen der schulischen und außerschulischen Bildungspraxis darin gestärkt werden, die genannten Themen fachlich, methodisch und menschenrechtlich fundiert zu bearbeiten.

Stefanie Rinaldi von der Pädagogischen Hochschule Luzern präsentierte ihr aktuelles Projekt "Abholzung als Menschenrechtsthema? Ansätze und Herausforderungen eines kamerunisch-schweizerischen Kooperationsprojektes". Die Verbindung zwischen dem Thema Abholzung und diversen Menschenrechten wurde in der Diskussion ebenso deutlich wie die partizipativen Ansätze und die allgemeinen Schwierigkeiten bei Kooperationsprojekten, die von finanzieller Förderung abhängen.

Zum Abschluss des Netzwerktreffens zeigte die Bühne für Menschenrechte (Berlin) einen Auszug aus dem dokumentarischen Theaterstück Asyl-Monologe. Im Anschluss diskutierte Michael Ruf, Gründer des Ensembles, mit den Zuschauer_innen, wie ein solches Format in Bildungskontexte der Menschenrechtsbildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung eingebettet werden kann.

Das Netzwerk Menschenrechtsbildung ist ein Zusammenschluss von Expert_innen, die zu Menschenrechtsbildung arbeiten und sich jährlich zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten treffen.
(rc, mn, sr)

Weitere Informationen:

Netzwerktreffen 2016

Netzwerktreffen 2015

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