Maßstab Menschenrechte

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Projekt "Maßstab Menschenrechte"

Bildungspraxis zu den Themen Flucht, Asyl und rassistische Diskriminierung

Wie kann Bildung zu einer Gesellschaft beitragen, die die Würde und Rechte aller Menschen anerkennt? Wie kann struktureller und institutioneller Rassismus thematisiert und reduziert werden? Wie können Menschenrechte eine Gesprächskultur stärken, die offenen Meinungsaustausch fördert und gleichzeitig vor diskriminierenden Äußerungen schützt? Das Projekt "Maßstab Menschenrechte" möchte Multiplikator_innen der Bildungsarbeit dabei unterstützen, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Ob Lehrkräfte an Grund- und weiterführenden Schulen, pädagogisches Leitungspersonal, Lehrbeauftrage oder Pädagog_innen der außerschulischen Bildung in der Jugendarbeit oder im frühkindlichen Bereich: sie alle sollen darin gestärkt werden, die Themen Flucht, Asyl und rassistische Diskriminierung fachlich, methodisch und menschenrechtlich fundiert zu bearbeiten. Die erworbene Fachkompetenz und das gestärkte Bewusstsein für Diskriminierung sollen die Zielgruppe in die Lage versetzen, den pädagogischen Alltag wertschätzend und diskriminierungssensibel zu gestalten. Als Leitlinie für die Gestaltung gesellschaftlichen Miteinanders dienen dabei die Menschenrechte. Sie sind ein global anerkannter, ethischer und rechtlicher Maßstab und zentral für die Prävention und den Abbau von Diskriminierung.

Eigene Denkmuster reflektieren und Bewusstsein für Diskriminierungmechanismen schärfen

Das Projekt "Maßstab Menschenrechte" bietet mehrtägige Workshops an, die Fakten und Wissen vermitteln, etwa zur (menschen-)rechtlichen Situation von in Deutschland lebenden geflüchteten Personen, zu verschiedenen Formen rassistischer Diskriminierung und zu zentralen Menschenrechtsabkommen. Darüber hinaus werden pädagogisch-didaktische Grundlagen der Menschenrechtsbildung erläutert und ausgewählte Methoden ausprobiert. Zentrales Anliegen der Fortbildungen ist es, die Teilnehmenden zu einer Reflexion eigener Denkmuster anzuregen und ihr Bewusstsein für Diskriminierungen und die dahinterstehenden Mechanismen zu schärfen. Im Austausch sollen Handlungsmöglichkeiten für den Transfer in die eigene Praxis identifiziert und diskutiert werden.

Während des zweijährigen Projektes (bis Ende Oktober 2019) werden insgesamt zehn Workshops angeboten. Die Fortbildungen finden bundesweit statt und werden jeweils in Kooperation mit unterschiedlichen Bildungsstätten und Selbstorganisationen aus dem Themenfeld Flucht/Asyl beziehungsweise Rassismus durchgeführt. 2019 soll ein Handbuch erscheinen, das die Ergebnisse und Erfahrungen aus den Fortbildungen festhält.

Bei der Entwicklung des Projektkonzepts haben eine Reihe Personen und Selbstorganisationen aus den Bereichen Flucht, Asyl und Migration sowie erfahrene Bildungspraktiker_innen mitgewirkt. Diese Expert_innen begleiten das Projekt auch weiterhin. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten ganz herzlich für das Einbringen ihrer Expertise. Zu den Mitwirkenden gehören unter anderem:

  • Josephine Apraku, Institut für diskriminierungsfreie Bildung (IDB)
  • Magdalena Benavente, Migrationsrat Berlin-Brandenburg
  • Dr. Jule Bönkost, IDB
  • Saraya Gomis, Antidiskriminierungsbeauftragte für Schulen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
  • Maria Virginia Gonzalez Romero, Bildungsreferentin/Projektleiterin, Abriendo Puertas - Wege öffnen, VIA Bayern Verband für interkulturelle Arbeit e.V.
  • Judy Gummich, baobab concept, Prozessbegleitung, Trainings, Coaching mit Fokus Menschenrechte, Inklusion und Diversity
  • Jennifer Kamau, international women's space berlin
  • Hassan Khateeb, ehem. Jugendliche ohne Grenzen
  • Aylin Kortel, Bildungsstätte Anne Frank
  • Žaklina Mamutovič, Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V.
  • Roma Antidiscrimination Network des Roma Centers Göttingen
  • Amira Saeed, Aktivistin and Koordinatorin bei international women's space berlin und MorgenLand Frauen
  • Jana Scheuring, Bildungsreferentin Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)/Projekt "Perspektivwechsel Plus" und Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment

Ebenfalls danken wir den Mitgliedern des Beirats, die uns in der Planungsphase unterstützend zur Seite standen und das Projekt weiter begleiten: Dr. Delal Atmaca, Ina Bielenberg, Saraya Gomis, Prof. Dr. Mechtild Gomolla, Judy Gummich, Hassan Khateeb, Dr. Michael Krennerich, Prof. Dr. Nivedita Prasad, Nathalie Schlenzka, Dr. Andrea Schwermer.

Das Projekt "Maßstab Menschenrechte" wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Die Termine der Workshops finden Sie hier: Seminare "Maßstab Menschenrechte"


Gefördert vom BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Logo des BMFSFJ mit Hinweis auf Förderung im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!

Kontakt

Projektleitung:

Dr. Sandra Reitz
Leiterin der Abteilung Menschenrechtsbildung
Tel.: 030 25 93 59 - 446
E-Mail: reitz(at)institut-fuer-menschenrechte.de


Projektkoordination:

Mareike Niendorf
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel.: 030 25 93 59 - 460
E-Mail: niendorf(at)institut-fuer-menschenrechte.de


Projektmitarbeitende:

Beatrice Cobbinah
Tel.: 030 25 93 59 - 445
E-Mail: cobbinah(at)institut-fuer-menschenrechte.de


Paola Carega
Tel.: 030 25 93 59 - 467
E-Mail: carega(at)institut-fuer-menschenrechte.de


Dr. Hendrik Cremer
Tel.: 030 25 93 59 - 42
E-Mail: cremer(at)institut-fuer-menschenrechte.de