"Bibliotheken - eine Einladung an alle"

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Die Bibliothek des DIMR ©DIMR/Sieberns

"Bibliotheken - eine Einladung an alle"

Am 13. und 14.09.2018 hatte das Institut 20 Bibliothekar_innen aus ganz Deutschland, Wien und Lausanne zu Besuch. Im Rahmen der Fortbildung "Bibliotheken – Eine Einladung an alle" beschäftigten sich die Teilnehmer_innen mit Fragen von Barrierefreiheit und Inklusion in Bibliotheken. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der "Initiative Fortbildung für wissenschaftliche Spezialbibliotheken und verwandte Einrichtungen e.V." statt. Vertreten waren vor allem Bibliotheken von Universitäten und wissenschaftlichen Instituten.

Die Keynote sprach Christiane Möller vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die kenntnisreich und klar die rechtliche Lage sowie die aktuelle Situation für blinde und sehbehinderte Menschen beim Zugang zu Literatur beleuchtete und konkrete Wünsche an Bibliotheken aus eigener Erfahrung formulierte. Schwerpunkte ihres Vortrags waren die UN-Behindertenrechtskonvention und die Umsetzung des Marrakesch-Vertrags in Deutschland.

Eeva Rantamo, eine erfahrene Referentin für das Thema Inklusive Kulturarbeit, leitete den Workshop. Ihre zwei wesentlichen Appelle waren "Es gibt immer eine Lösung" und "Machen Sie nichts ohne die Betroffenen". Darüber hinaus wies sie wiederholt darauf hin, dass Barrierefreiheit fester Bestandteil der Gesamtstrategie und der finanziellen Planung einer Einrichtung sein muss.
Inhaltliche Schwerpunkte der Fortbildung waren die räumliche Ausgestaltung einer "Bibliothek für alle", die Planung inklusiver Veranstaltungen und inklusive Öffentlichkeitsarbeit. Dabei verwies Eeva Rantamo immer wieder auf ihr Heimatland Finnland, in dem bei der Planung neuer Bibliotheken Inklusion von Anfang an mitgedacht wird; jüngstes Beispiel ist die neue öffentliche Zentralbibliothek in Helsinki.
Viele Ideen und Anregungen entstanden auch in den Arbeitsgruppen-Runden. Den Abschluss bildete eine Führung durch die Bibliothek des Instituts.