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Wissenschaftliche Mitarbeit (Rechtswissenschaftler_innen): Projekt „Umsetzungs- und Indikatorplanung für zwei Berichterstattungsstellen zu geschlechtsspezifischer Gewalt und Menschenhandel“

Das Deutsche Institut für Menschenrechte e.V. ist die Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Es ist gemäß den Pariser Prinzipien der Vereinten Nationen akkreditiert (A-Status). Zu den Aufgaben des Instituts gehören Politikberatung, Menschenrechtsbildung, Information und Dokumentation, anwendungsorientierte Forschung zu menschenrechtlichen Themen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen. Das Institut ist zudem mit dem Monitoring der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention betraut worden und hat hierfür entsprechende Monitoring-Stellen eingerichtet.

Aufbauend auf das Vorgängerprojekt „Konzeptentwicklung für eine Berichterstattungsstelle gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Menschenhandel“ vertieft das Institut in der nun anstehenden Projektphase „Umsetzungs- und Indikatorikplanungsphase“ ab Mai 2021 seine Arbeit zu den menschenrechtliche Analyse-Indikatoren, mit denen die künftigen Berichterstattungsstellen die Umsetzung der Vorgaben der Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Istanbul Konvention des Europarats messen sollen. Im Rahmen des Projekts wird außerdem die rechtswissenschaftliche Analyse von Gesetzgebung und Rechtsprechung fortgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Etablierung von Kooperationsstrukturen der künftigen Berichterstattungsstellen mit staatlichen Stellen auf Bundes- und Landesebene, mit Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

Hierfür sucht das Institut zum nächstmöglichen Zeitpunkt unter Vorbehalt der Zuwendung von beantragten Mitteln eine_n wissenschaftliche_n Mitarbeiter_in für die Rechtsgebiete Migrations-/Asylrecht und Familienrecht (100 %).

Die Stelle ist teilzeitgeeignet. Sie ist zunächst bis Ende Oktober 2022 befristet (eine Verlängerung wird angestrebt). Das Projekt ist in der Abteilung Menschenrechtspolitik Inland/Europa angesiedelt. Der Dienstort ist Berlin. Mit der Aufgabe sind planbare Dienstreisen verbunden.

Wir streben eine gleichmäßige Repräsentation aller gesellschaftlichen Gruppen unter unseren Mitarbeitenden an. Wir freuen uns daher besonders über Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Rassismuserfahrung/people of colour.

Ihre Aufgaben:

  • Bestimmung des konkreten Normgehalts der Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Istanbul Konvention des Europarats
  • Mitwirkung bei der Indikatorenentwicklung
  • Unterstützung bei der Etablierung von Kooperationsstrukturen zu Bundes- und Länderressorts, zu Wissenschaft und Zivilgesellschaft
  • Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Fokusgruppengesprächen/ nterviews mit Richter_innen, Staatsanwält_innen, Rechtsanwält_innen und Beratungsstellen
  • Aufbau einer Entscheidungsdatenbank zu geschlechtsspezifischer Gewalt gemeinsam mit externem_r Dienstleister_in
  • Aufbau eines Austauschformats zu relevanten Gerichtsentscheidungen mit dem Koordinierungskreis gegen Menschenhandel (KOK) e.V.

Ihr Profil:

Sie sind Volljurist_in und verfügen über

  • mehrjährige Forschungs- oder anwaltliche Erfahrung im Asyl- und Migrationsrecht und/oder Familienrecht
  • Kenntnisse im Bereich geschlechtsspezifische Gewalt und/oder Menschenhandel
  • Vernetzung mit relevanten Akteur_innen und politischen Institutionen in mindestens einem der genannten Themenfelder in Deutschland
  • sehr gute deutsche (C1) und gute englische Sprachkenntnisse (B2)

Wünschenswert sind:

  • Kenntnisse im internationalen Menschenrechtsschutz
  • praktische Erfahrungen mit der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams
  • Kenntnisse im Projektmanagement
  • Erfahrungen mit Politikberatung

Wir bieten:

eine anspruchsvolle und vielseitige Aufgabe mit flexiblen Arbeitszeiten in einem interdisziplinären Team. Der Auftrag bietet die Möglichkeit, die Grundlagen für zwei künftige bundesweite Berichterstattungsstellen in spannenden Themenfeldern zu entwickeln. Die Stelle wird entsprechend Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund) vergütet.

Bewerbungsverfahren und Kontakt:

Zur Bewerbung nutzen Sie bitte ausschließlich unser Onlinebewerbungsformular und füllen die dort hinterlegten Bewerbungsunterlagen aus. Weitere barrierefreie Bewerbungsformate sind nach Rücksprache möglich. Bitte kontaktieren Sie dafür (ab dem 12. April) Bettina Krestel. Wir führen ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren durch. Bitte schicken Sie uns deshalb keinen Lebenslauf, Anschreiben oder Foto. Wenn wir Ihre vollständigen Unterlagen benötigen, werden wir Sie kontaktieren.

Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2021 um 12:00 Uhr (Eingang Ihrer elektronischen Unterlagen am Institut). Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich ab dem 25. Mai 2021 statt. Der genaue Termin wird mit der Einladung bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Ansprechpartner_in

Bettina Krestel

Projektassistentin

Telefon: 030 259 359 - 28

E-Mail: krestel(at)institut-fuer-menschenrechte.de

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