Ausschreibungen

Ausschreibung eines Werkvertrags
Bestandsaufnahme und vergleichende Analyse landesrechtlicher Vorschriften zu baulicher Barrierefreiheit

Das Deutsche Institut für Menschenrechte e. V. ist die Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Es trägt als unabhängige Einrichtung zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte in und durch Deutschland bei. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. Politikberatung, Menschenrechtsbildung und anwendungsorientierte Forschung zu menschenrechtlichen Themen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen.

Das Institut ist auch als unabhängige Monitoring-Stelle gemäß Artikel 33 Absatz 2 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) tätig und hat den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern und zu schützen sowie die Umsetzung der UN-BRK durch staatliche Stellen zu überwachen.

Das Institut beabsichtigt in diesem Zusammenhang, zum 24.08.2022 einen Werkvertrag zur

Bestandsaufnahme und vergleichende Analyse landesrechtlicher Vorschriften zu baulicher Barrierefreiheit

zu vergeben.

Inhalt und Umfang der Leistung:

Zur Unterstützung unseres Monitorings erstellen Sie schriftliche Analysen zum aktuellen Bestand an Barrierefreiheitsvorschriften in baurechtlich relevanten Vorschriften, vor allem den Landesbauordnungen und den Denkmalschutzgesetzen, der sechzehn Bundesländer. Des Weiteren untersuchen Sie, welche Novellierungsvorhaben hierzu seit 2012 im Rahmen der Bauministerkonferenz diskutiert worden sind.

Sie untersuchen die Vorschriften dahingehend, inwiefern Barrierefreiheit und/oder die Belange von Menschen mit Behinderungen zur Zielsetzung bzw. zur Aufgabenbeschreibung des Gesetzes gehören, wie Barrierefreiheit definiert wird und ob die Definition mit der des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes übereinstimmt, ferner ob das Gesetz eine Klausel zu angemessenen Vorkehrungen enthält und schließlich, ob das Gesetz zwischen Bestandsbau/Umbau und Neubauten unterscheidet. Ferner untersuchen Sie, welche barrierefreiheitsrelevanten Anforderungen an bauliche Anlagen gestellt werden und wo und welche Ausnahmen es hierzu gibt. Zudem untersuchen Sie, welche Verfahren es zur Durchsetzung der Barrierefreiheitsvorgaben gibt.

Bei den einzelnen Arbeitspaketen handelt es sich um Desk-Studien, die auch Kontaktaufnahmen zu und den Austausch mit Anbietern von Daten, z.B. zu Forschungseinrichtungen oder behördliche Stellen, beinhalten.

Die Bearbeitung des Werks erfolgt über einen Zeitraum von 2 Monaten. Die Vergabe erfolgt für das gesamte Werk. Die Abnahme und Vergütung findet in 2 Teilen statt. Die erste Fassung ist zum 14.11.2022 einzureichen, der finalisierte Bericht zum 30.11.2022.

Zeitplan

Beabsichtigte Laufzeit: 01.09.2022 bis 30.11.2022

Die Entscheidung über den Zuschlag ist für den 24.08.2022 geplant.

Die Ausführung des Werks erfolgt in 2 Teilen (Teilaufträge). Der geschätzte Arbeitsaufwand beträgt max. 40 Arbeitstage für den gesamten Werkvertrag.

Die Monitoring-Stelle plant die Produkte in Publikationen und Politikberatung zu nutzen. Die Veröffentlichung der Produkte als Autorenpublikationen unter Ihrem Namen ist nicht vorgesehen.

Zuschlagsvoraussetzungen:

Sie haben ein Studium der Rechtswissenschaften erfolgreich abgeschlossen und weisen wissenschaftliche Erfahrung nach. Sie verfügen über profunde Kenntnisse des Baurechts. Vorkenntnisse zum Menschenrechtsschutz, insbesondere zur UN-BRK, zum Thema bauliche Barrierefreiheit sind von Vorteil.

Zuschlagskriterien: 30% Preis (30 Punkte), 70% Qualität des Angebots (70 Punkte)

Qualität: Abschluss (25 Punkte), wissenschaftliche Erfahrung (25 Punkte), Kenntnisse zum Menschenrechtsschutz, insbesondere zur UN-BRK, zum Thema bauliche Barrierefreiheit (20 Punkte).

Wir streben eine gleichmäßige Repräsentation aller gesellschaftlichen Gruppen unter unseren Mitarbeitenden an. Wir freuen uns daher besonders über Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Rassismuserfahrung/people of colour. 

Kontakt:

Bitte geben Sie bis zum 10.08.2022 an, ob Sie ein Angebot abgeben möchten. In diesem ersten Schritt senden Sie uns bitte die relevanten Unterlagen (kurzes Anschreiben, Lebenslauf ohne Foto, ggf. Zeugniskopien) zu. Wir treffen dann eine Vorauswahl und werden die ausgewählten Personen zur Angebotsabgabe bis zum 22.08.2022 auffordern. Dafür senden Sie uns dann Ihr Preisangebot mit Konzept und Kostenplan (Vergütungsvorstellungen einschließlich der Berechnungsgrundlagen, Gesamtpreis und ggf. USt.) in einer PDF-Datei bis zum 22.08.2022, 12:00 Uhr unter Nennung des Kennzeichens WV-BF2022 an Cathrin Kameni per E-Mail unter un-brk(at)institut-fuer-menschenrechte.de. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Sabine Bernot unter bernot(at)institut-fuer-menschenrechte.de oder (030) 259 359-448 zur Verfügung.

Ansprechpartner*in

Dr. Sabine Bernot

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon: 030 259 359 - 448

E-Mail: bernot(at)institut-fuer-menschenrechte.de

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