Ausschreibungen

Werkvertrag zur Durchführung einer Kurzrecherche zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte: Förderung des Umweltschutzes durch Durchsetzung von Verbraucher*innenrechten“

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) vergibt einen Werkvertrag zur Durchführung einer wissenschaftlichen Kurzrecherche zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte: Förderung des Umweltschutzes durch Durchsetzung von Verbraucher*innenrechten“ (Details zum inhaltlichen Fokus des Forschungsauftrags siehe weiter unten). Dafür soll eine Desktop-Recherche durchgeführt und 4-5 relevante Akteure aus dem Themenfeld befragt werden. Der darauf basierende und in Englisch anzufertigende Abschlussbericht soll einen Umfang von 10-15 Seiten umfassen.

Aufgaben:

  • Durchführung einer Desktop-Recherche
  • Rekrutierung und Befragung von 4-5 relevanten Akteuren aus dem Themenfeld (Verbraucherschutzbehörde / nationale Kontaktstelle für die OECD-Leitsätze / Anwält*in mit Erfahrung in Rechtsstreitigkeiten im Themenfeld / Vertreter*in der Wirtschaft, z.B. Verantwortliche/r für Nachhaltigkeit)
  • Dafür eigenständige Kontaktaufnahme zu entsprechenden Stakeholdern (inklusive Bereitstellung von Einwilligungserklärungen, Gewährleistung von Datenschutz)
  • Erstellung eines Gesamtberichts (inhaltliche Gliederung vorgegeben) unter Einarbeitung der Desktop-Recherche und Befragungen, inklusive (falls vorhanden) Good Practice-Vorgehensweisen
  • Abgabefrist des Berichtsentwurfs bis voraussichtlich Mitte September
  • Nach Rückmeldung des DIMR zur Erstversion Überarbeitung des Berichts (in bis zu zwei Schleifen)
  • Abgabe des Endberichts (10-15 Seiten) voraussichtlich Anfang November

Wir schätzen den Umfang für diese Werkleistung auf 13-16 Arbeitstage.

Abgabefristen können vonseiten der/des Auftragnehmer*in (in Absprache mit dem DIMR) auch geringfügig anders vereinbart werden

Leistungszeitraum:

  • Vorlage erste Fassung des Berichts: voraussichtlich Mitte September 2022
  • Endfassung: Voraussichtlich Anfang November 2022

Für diesen Auftrag suchen wir eine*n Werknehmer*in mit folgenden Kompetenzen:

  • Wissenschaftliche Erfahrungen im angegebenen Themenfeld
  • Erfahrung mit der Erstellung von wissenschaftlichen Texten
  • sehr gute englische Sprachkenntnisse (nachweisbar)

Bewerbung

Bitte schicken Sie Ihr kurzes inhaltliches und finanzielles Angebot (Tagessatz/veranschlagte Arbeitstage) sowie Ihren Lebenslauf bis zum 07. Juli 2022 (Eingang bis 9:00 Uhr) an Dr. Roger Meyer (meyer@dimr.de). Rückfragen können bis 06. Juli 2022 ebenfalls bei Herrn Meyer gestellt werden. Wir bitten dafür um einen Erstkontakt per Email. Wir bewerten Ihr inhaltliches Angebot mit 70 % (Konzeption, Herangehensweise, Expertise) und Ihr finanzielles Angebot mit 30 %.

Bewerbungsfrist:

07. Juli 2022, 9:00 Uhr (Eingang)

Ansprechperson

Dr. Roger Meyer

E-Mail: meyer(at)dimr.de

Nähere Angaben zu den Themenbereichen des Forschungsauftrags

Der Abschlussbericht sollte Angaben zu folgenden Themen umfassen:

I Geltungsbereich von Verbraucher*innenschutzgesetzen und Umweltgesetzen

Der Bericht sollte eine Bewertung der potenziellen Verbindungen zwischen Verbraucherschutz- und Umweltschutzgesetzen enthalten, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob und wie die Verbraucher*innen in die Lage versetzt werden (können), das Umweltverhalten von Unternehmen zu beeinflussen:

1) Welche Art von Ansprüchen (z. B. gerichtliche oder außergerichtliche, Zivil- oder Verwaltungsansprüche) bestehen für Verbraucher*innen im Rahmen bestehender Verbraucher*innenschutz- oder Umweltgesetze hinsichtlich:

a) des Zugangs zu zuverlässigen Informationen über ein Produkt und seine Umweltauswirkungen;

b) des Rechts von Verbraucher*innen, beim Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung nachhaltige und erschwingliche Wahlmöglichkeiten zu haben (z.B. die Möglichkeit, Produkte in umweltfreundlichen Verpackungen zu kaufen oder ein Produkt wählen zu können, das nachhaltig ist, bestätigt durch überprüfbare Etiketten usw.).

2) Was sind die materiellen und verfahrensrechtlichen Voraussetzungen für die Durchsetzung von Verbraucher*innen-/Umweltrechten?

3) Welche Überschneidungen oder Lücken bestehen in Bezug auf die Verbindungen zwischen Verbraucher*innenrechten und Umweltschutz? Inwieweit können Verbraucher*innenrechte als Instrument zur Durchsetzung des Umweltschutzes dienen?

II Möglichkeiten kollektiver Klagen von Verbraucher*innen oder kollektiven Interessenvertretungen

1) Können mittels kollektiver Klagen Ansprüche geltend gemacht werden? Wer kann Verbraucher*innen in solchen Rechtsstreitigkeiten vertreten?

2) Wie ist der Stand zur Umsetzung der Richtlinie 2020/1828 vom 25. November 2020 über Verbandsklagen zum Schutz der Kollektivinteressen der Verbraucher*innen in Deutschland?

III Sorgfalts- und Meldepflichten

1) Inwieweit kann das  Sorgfaltspflichtengesetz im umweltschutzrelevanten Bereich des Verbraucher*innenschutzes Anwendung finden?

Ansprechpartner*in

Dr. Roger Meyer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Telefon: 030 259 359 - 479

E-Mail: meyer(at)institut-fuer-menschenrechte.de

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