Stellungnahme des Instituts zur Novellierung der Rohstoffstrategie der Bundesregierung
Die Bundesregierung plant die Novellierung ihrer Rohstoffstrategie, also den Rahmen, in dem sie politische Maßnahmen ergreifen möchte, um die Rohstoffversorgung der deutschen Industrie abzusichern. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat mit der Frage „Wie soll die künftige Rohstoffstrategie der Bundesregierung ausgestaltet werden und welche Maßnahmen sind dazu geeignet?“ bundesweit Stakeholdern die Gelegenheit gegeben, zu der geplanten Novellierung Stellung zu beziehen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat hierauf mit einer Stellungnahme reagiert. Aus Menschenrechtssicht sollte die Rohstoffstrategie mindestens die vier folgenden Aspekte berücksichtigen:
Nationale Strategien der Rohstoffbeschaffung müssen transnationale Auswirkungen berücksichtigen und sollten nicht dazu führen, dass lokale Lebens- und Wirtschaftsweisen in den Abbaugebieten verdrängt werden.
Für Opfer von Menschenrechtsverletzungen in den Abbaugebieten muss der Zugang zum Recht auch in Deutschland gewährleistet werden.
Der Staat muss von Unternehmen die Einhaltung ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht verlangen, insbesondere die Einhaltung der „Mitigationshierarchie“: Vermeiden – Verringern – Mildern – Wiedergutmachen.
Der Staat muss Politikkohärenz gewährleisten, sodass seine menschenrechtliche Schutzpflicht von allen seinen Stellen, die die Unternehmenspraxis beeinflussen, reflektiert wird.
The German Institute for Human Rights annually submits a report on the development of the human rights situation in Germany to the German Federal Parliament (in accordance with sec. 2 para. 5 of the Act regarding the Legal Status and Mandate of the German…
Dies ist der neunte Menschenrechtsbericht, den das Deutsche Institut für Menschenrechte in seiner Funktion als Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands dem Deutschen Bundestag vorlegt. Der Bericht erfasst den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni…
Globalisierte Wirtschaftsstrukturen führen zu Lücken im Menschenrechtsschutz. Unternehmen – unabhängig von Größe, Sektor & Struktur – tragen Verantwortung, Arbeits-, Sicherheits- und Umweltstandards entlang ihrer Lieferketten einzuhalten.
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