Wenn Fremde mitlesen – Privates im Visier der Geheimdienste

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Veranstaltungen

05.06.2019 18:00 | Landesvertretung Thüringen, Mohrenstraße 64, 10117 Berlin

Wenn Fremde mitlesen – Privates im Visier der Geheimdienste

Willkürliche Überwachung der Wohnung, Eingriffe in das Postgeheimnis, Zerstörung des Rufes – der auch in der DDR-Verfassung garantierte Schutz der Privatsphäre wurde durch den Staatssicherheitsdienst systematisch verletzt. Der SED-Staat fand zahlreiche Mittel und Wege, um die eigene Bevölkerung großflächig unter Kontrolle zu halten. In der jungen Bundesrepublik spielten die Geheimdienste bis Ende der 60er Jahre eine fragwürdige Rolle, da sie noch nicht rechtsstaatlich eingehegt waren. Erst danach wurde ihre Kontrolle sukzessive gesetzlich geregelt.

Artikel 12 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte regelt den Schutz der Privatsphäre. Dazu gehört der Schutz der Familie, der Kommunikation und der Wohnung bis hin zur Wahrung der eigenen Ehre und des Rufes. Ein ganz besonderes Recht, das bis heute immer auch unter dem Druck staatlicher Überwachung stand. Was ist nötig für den Ausgleich von Freiheit und Sicherheit?

Und wie ist der Rechtsstaat gefordert angesichts zunehmender Digitalisierung und Globalisierung geheimdienstlicher Überwachung? Neben der historischen Perspektive am Beispiel der DDR-Staatssicherheit und der Geheimdienste der frühen Bundesrepublik diskutieren Expert_innen über heutige Formen und Auswirkungen heimlicher staatlicher Überwachung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR statt.

Logo des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
Textbasiertes Logo der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Programm

Begrüßung
André Kockisch, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Diskussion
Prof. Dr. Daniela Münkel, Historikerin, BStU

Dr. Jens Gieseke, Historiker, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Eric Töpfer, Politologe, Deutsches Institut für Menschenrechte

Frank Rieger, Pressesprecher, Chaos Computer Club

Moderation: Dr. Christian Booß, Historiker

Einladung und Pogramm zum Herunterladen (PDF, 391 KB)

Veranstaltungsort

Landesvertretung Thüringen, Mohrenstraße 64, 10117 Berlin

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie besondere Unterstützung benötigen. Wir freuen uns über Ihre Nachricht bis zum 22.5.2019.

Anmeldung:

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter:
Telefon: 030 / 98 60 82-413
Telefax: 030 / 98 60 82-464
veranstaltungen(at)stiftung-hsh.de

Die Veranstaltung wird freundlich unterstützt von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.