Menschenrechte in Zeiten des Rechtspopulismus

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Veranstaltungen

11.04.2019 19:00 | Stasi-Zentrale, Campus für Demokratie, "Haus 22" Ruschestraße 103, 10365 Berlin-Lichtenberg

Menschenrechte in Zeiten des Rechtspopulismus

Podiumsdsikussion in Zusammenarbeit mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

In vielen Ländern erstarken politische Strömungen, die demokratische Verfahren und rechtsstaatliche Institutionen aushebeln wollen und Menschenrechte zunehmend ablehnen, etwa die Pressefreiheit einschränken oder die Unabhängigkeit der Justiz infrage stellen. In Polen, Ungarn oder Österreich ist derzeit zu beobachten, wie in demokratisch verfassten Staaten der Handlungsspielraum für die Zivilgesellschaft eingeschränkt wird – durch Gesetze, die die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen erschweren, durch Fehlinformationen und Einschüchterungen über (soziale) Medien.

Nach Angaben der Weltallianz für Bürgerpartizipation Civicus gehört Deutschland weltweit zu den wenigen Staaten, in denen der Raum für Zivilgesellschaft offen ist. Doch auch hierzulande verroht der öffentliche Diskurs. Politiker_innen und Menschen, die sich für die eigenen Rechte und die anderer einsetzen, werden angegriffen – verbal und physisch.

Wie lassen sich politische und (zivil-)gesellschaftliche Handlungsräume bewahren? Was müssen Politik und Gesellschaft zum Schutz der Menschenrechte tun? Wie kann in einer offenen Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, ohne Menschen zu diffamieren? Wer setzt die Grenzen?

Programm

18:00 Uhr: Führung "Einblick ins Geheime"

Es besteht die Möglichkeit, an einer Sonderführung durch die Ausstellung zum Stasi-Unterlagen-Archiv "Einblick ins Geheime" teilzunehmen. Um Anmeldung wird gebeten.

19:00 Uhr: Podiumsdiskussion

Menschenrechte in Zeiten des Rechtspopulismus

Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Als Regimekritiker in der DDR wegen "Herabwürdigung der staatlichen Ordnung" verurteilt und in die Bundesrepublik abgeschoben. Wirbt für eine offene Gesellschaft und Respekt vor der Position des Anderen auf Basis der Achtung von Menschenrechten.
Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte und bis März 2019 Vorsitzende des Weltverbands der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen. Setzt sich für eine Kultur der Menschenrechte in Deutschland ein und unterstützt Nationale Menschenrechtsinstitutionen, besonders in Europa, im Einsatz für zivilgesellschaftliche Handlungsräume.
Markus Nierth, Theologe und Trauerredner, ehemaliger Bürgermeister von Tröglitz in Sachsen-Anhalt. Wurde nach Konflikten über die Unterbringung von Geflüchteten massiv von Rechtsextremisten angefeindet, trat daraufhin von seinem Amt zurück. Engagiert sich für Weltoffenheit und eine neue Kultur der Barmherzigkeit. Gleichzeitig fordert er eine klare Kante gegenüber den Unbelehrbaren.
Florian Bublys, Lehrer (Geschichte/Politik), Fachseminarleiter und Vorsitzender der Initiative "Bildet Berlin". Ist aktiv gegen das AfD-Meldeportal in Berlin, mit dem die AfD Schüler_innen und Eltern dazu aufruft, angebliche Verstöße gegen das Neutralitätsgebot von Lehrkräften anonym zu melden.
Moderation: Harald Asel, Inforadio (rbb)

Diskussion mit dem Publikum

20:15 Uhr: Ausklang bei Wein & Brezeln

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und zeitnah sonntags um 11:05 Uhr in der Reihe "Das Forum" im Inforadio ausgestrahlt.

Einladung und Programm als PDF (293 KB, nicht barrierefrei)

Veranstaltungsort:

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
"Haus 22"
Ruschestraße 103
10365 Berlin-Lichtenberg
Anfahrt:
U5 Magdalenenstraße, Lageplan-Grafik

Anmeldung:

Nutzen Sie bitte unser Online-Anmeldeformular.

Hinweise zur Barrierefreiheit:

Der Zugang zum Veranstaltungsort am denkmalgeschützten Ort ist leider nicht rollstuhlgerecht. Bitte teilen Sie uns bis zum 28. März 2019 mit, wenn Sie besondere Unterstützung benötigen. Angemessene Vorkehrungen treffen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten für Sie.

Weitere Informationen/Kontakt:

Ute Sonnenberg
Zimmerstraße 26/27, 10969 Berlin
Tel.: 030 259 359-453, Fax: 030 259 359-59
E-Mail: sonnenberg(at)institut-fuer-menschenrechte.de