Lesung: "Das Fenster zur Freiheit"

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Veranstaltungen

23.09.2019 18:00 | Deutsches Institut für Menschenrechte, Bibliothek, 7. Stock, Aufgang A

Lesung: "Das Fenster zur Freiheit"

Cover des Buches "Das Fenster zur Freiheit".

© Mitteldeutscher Verlag

30 Jahre Friedliche Revolution - Lesung und Gespräch mit Peter Wensierski und Stephan Bickhardt.

Der Fall der Mauer wäre nicht möglich gewesen ohne den mutigen Einsatz von DDR-Bürger_innen für ihre Rechte. Dass dies oft im Verborgenen geschehen musste, zeigt die Geschichte der Oppositionszeitschrift
radix-blätter.

Gedruckt wurde sie in einem Untergrundverlag, den Stephan Bickhardt und Ludwig Mehlhorn in einer versteckten Kammer hinter dem Schlafzimmer von Bickhardts Eltern illegal betrieben. Zwischen 1986 und 1990 griffen 136 Autor_innen  – nicht anonym, sondern unter ihrem Namen – in den radix-blättern Themen auf, die in der DDR sonst nicht öffentlich diskutiert werden konnten: die Demokratisierung der Gesellschaft, die Durchsetzung der Menschenrechte oder die Strukturen von Macht, Herrschaft und Gewalt.

In seinem Buch "Fenster zur Freiheit" beschreibt Peter Wensierski die spannende Geschichte der radix-blätter und deren Beitrag zur Friedlichen Revolution.

Im Anschluss an die Lesung sprechen wir mit Peter Wensierski und Stephan Bickhardt über die Frage, wie sich bürgerrechtliche Initiativen Ende der Achtziger Jahre Handlungsspielräume erobern konnten und was heute notwendig ist, um diese Demokratieerfahrung weiterzutragen.

Moderation: Bettina Hildebrand, Deutsches Institut für Menschenrechte

Zum Ausklang der Veranstaltung laden wir zu Wein und Brezeln ein.

Peter Wensierski ist Journalist, Schriftsteller und Dokumentarfilmer. Ab 1978 berichtete er u.a. für den Evangelischen Pressedienst aus der DDR. Ab 1986 arbeitete er als Fernsehjournalist der ARD und konnte dort mit Hilfe heimlicher Videoaufnahmen von DDR-Oppositionellen zahlreiche Filme über Tabuthemen in der DDR bis hin zu den ersten Bildern der Leipziger Montagsdemos senden.

Stephan Bickhardt ist Theologe und seit August 2019 Leiter der Evangelischen Akademie Meißen. Zuvor arbeitete er als Polizeiseelsorger in Leipzig. Er war u.a. Mitautor des Aufrufs Neues Handeln, in dem die Aufstellung unabhängiger Kandidat_innen und die Kontrolle der Kommunalwahlen im Mai 1989 gefordert wurde, sowie Mitbegründer der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt.

Einladung zum Download (PDF, 70 KB, nicht barrierefrei)

Anmeldung

Bitte nutzen Sie unser Online-Anmeldeformular.

Veranstaltungsort

Deutsches Institut für Menschenrechte
Zimmerstraße 26/27, Bibliothek, 7. Etage (Aufgang A), 10969 Berlin. Der Veranstaltungsort befindet sich in unmittelbarer Nähe der U-Bahnhöfe Kochstraße und Stadtmitte (U6, U2) sowie der Haltestelle "Charlottenstraße" der Buslinie M29.

Hinweise zur Lage und zur Anfahrt auf unserer Website.

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie besondere Unterstützung benötigen. Angemessene, mit der Veranstaltung verbundene Vorkehrungen treffen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten für Sie. Wir freuen uns über Ihre Mitteilung bis zum 08.09.2019. Informationen zur barrierefreien Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie auf der Website der BVG.

Weitere Informationen und Kontakt

Ute Sonnenberg
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin
Tel.: 030 259 359-453
sonnenberg[at]institut-fuer-menschenrechte.de