Frauenrechte in den UN-Menschenrechtsverträgen

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Veranstaltungen

22.05.2019 18:00-21:00 | Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal Unter den Linden 9, 10999 Berlin

Frauenrechte in den UN-Menschenrechtsverträgen

Angeschnittene Porträtaufnahme einer Person, darüber der Text "Equality"

© DIMR/B. Betzelt

Diskussion zu Gender Mainstreaming, Intersektionalität und Frauen*Rechten: Innovative Konzepte und aktueller Handlungsbedarf

Vor 40 Jahren wurden FrauenMenschenRechte erstmals ausdrücklich und umfassend auf globaler Ebene rechtlich festgeschrieben – mit CEDAW, dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau. Welche Bedeutung hat CEDAW heute? Welchen Beitrag leisten andere UN-Menschenrechtsverträge zur Verwirklichung der Menschenrechte von Frauen? Welche Herausforderungen bestehen heute für FrauenMenschenRechte?

Der internationale Menschenrechtsschutz verdankt der UN-Frauenrechtskonvention wichtige Impulse. Konzepte wie faktische oder strukturelle Diskriminierung und substanzielle Gleichheit sind stark von CEDAW beeinflusst und heute anerkannter Bestandteil der UN-Menschenrechtsverträge. CEDAW hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Schutz vor Diskriminierung durch Private, die Bekämpfung von schädigenden Stereotypen und geschlechtsspezifischer Gewalt sowie der Einsatz von Fördermaßnahmen jetzt zu den anerkannten Staatenpflichten gehören.

Geschlechtergerechtigkeit ist heute integraler Bestandteil des Menschenrechtssystems. Einige Schlaglichter: Der UN-Antirassismus-Ausschuss hat zusammen mit CEDAW machtkritische und mehrdimensionale Perspektiven in die Auseinandersetzungen um Diskriminierung eingebracht. Der UN-Menschenrechtsausschuss unterzog die bürgerlichen und politischen Rechte einem Gender Mainstreaming. Der UN-Sozialpakt-Ausschuss veröffentlichte eine ausführliche Kommentierung des Rechts auf sexuelle und reproduktive Gesundheit. Und die UN-Behindertenrechtskonvention hat mit dem Konzept der inklusiven Gleichheit dem Kampf gegen Diskriminierung eine neue Dimension hinzugefügt.

Wir möchten diese Entwicklungen und Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Menschenrechtsverträgen insbesondere aus der Perspektive von Mitgliedern der UN-Menschenrechtsausschüsse diskutieren und die heutigen Herausforderungen beleuchten. Hierzu gehört etwa: Wie kann wirksamer Schutz von Frauen* vor intersektionaler Diskriminierung gelingen? Und wie kann dem weltweit zu beobachtenden Versuch, FrauenMenschenRechte zurückzudrängen, begegnet werden?

Programm

18:15 Uhr Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Ulrike Lembke, Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien, Humboldt-Universität zu Berlin.

18:30 Uhr Paneldiskussion

Prof. Dr. Theresia Degener ist Professorin für Recht und Disability Studies an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und war von 2012 bis 2018 Mitglied des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD).

Prof. Dr. Beate Rudolf ist Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte und war von 2016 bis 2019 Vorsitzende der Global Alliance of National Human Rights Institutions (GANHRI).

Dr. h.c. Patricia Schulz ist Senior Research Associate des UN Research Institute for Social Development (seit 2019), zuvor war sie Mitglied des Board of Directors des UNRISD (2011-2016) und Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) sowie von 2011 bis 2014 und 2015 bis 2018 Mitglied des UN-Ausschusses für die Frauenrechts-konvention (CEDAW).

Michael Windfuhr ist stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte und seit 2017 Mitglied des UN-Ausschusses für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (CESCR).

Moderation: Prof. Dr. Ulrike Lembke

20:00 Uhr Vernetzung bei Wein und Brezeln
21:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Einladung und Programm als PDF (248 KB, nicht barrierefrei)

Anmeldung

Bitte per E-Mail an: jank(at)dimr.de
Die Anmeldefrist endet am 17.05.2019.

Veranstaltungsort

Humboldt-Universität zu Berlin, Campus Mitte, Senatssaal, Unter den Linden 9, 10099 Berlin
Informationen zur Anreise finden Sie auf der Website der Humboldt-Universität.
Informationen zur barrierefreien Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie auf der Website der BVG.

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie darüber hinaus besondere
Unterstützung benötigen. Angemessene, mit der Veranstaltung verbundene Vorkehrungen treffen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten für Sie. Wir freuen uns über Ihre Mitteilung bis zum 08.05.2019.

Weitere Informationen und Kontakt

Karin Jank
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin
Tel.: 030 259 359-246
jank(at)dimr.de