News 2017

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News 2017

Rassistische Wahlplakate müssen abgehängt werden

NPD-Parole ist nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt / Institut veröffentlicht Stellungnahme
Nach aktuellen Medienberichten hat die NPD in Ingolstadt - wie auch in anderen Städten - Wahlplakate mit der Parole "Geld für die Oma statt für Sinti und Roma" aufgehängt. In den Kommunen wird nun diskutiert, ob die Plakate entfernt werden müssen. Das Institut hat in einer heute veröffentlichten Stellungnahme dargelegt, dass die örtlich zuständigen Behörden die Wahlplakate unverzüglich abhängen müssen. Grund ist die grund- und menschenrechtliche Schutzpflicht des Staates vor rassistischen Angriffen; die NPD-Parole ist nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Zum gleichen Schluss kommt auch ein Rechtsgutachten zum Umgang mit rassistischen Wahlkampfplakaten vom Oktober 2015, das das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Auftrag gegebenen hat.

Staaten sind verpflichtet, Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens zu suchen

Institut veröffentlicht zum Internationalen Tag für die Opfer des Verschwindenlassens neue Publikation

Jedes Jahr verschwinden weltweit Menschen, weil sie im Auftrag oder mit Duldung von Regierungen inhaftiert, entführt und ermordet werden. Die Angehörigen werden im Unklaren gelassen über das Schicksal der Verschwundenen, ihnen wird jede Auskunft über deren Verbleib verwehrt.

Zehn Leitlinien für gute pädagogische Beziehungen

"Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen" erschienen

Gute pädagogische Beziehungen sind das Fundament, damit Lehren und Lernen in frühpädagogischen, schulischen und sozialpädagogischen Feldern gelingen kann. Doch was macht eine gute pädagogische Beziehung aus? Wie gestaltet man sie? Und nicht zuletzt: nach welchen ethischen Leitlinien sollen sich Lehrer_innen und andere pädagogische Fachkräfte richten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der "Arbeitskreis Menschenrechte" bei seinen jährlichen Treffen im Rochow-Museum in Reckahn. Herausgekommen sind nun die "Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen". 

Achte Sitzung der UN-Arbeitsgruppe zu den Rechten Älterer: Viele fordern eine neue Konvention

Die achte Sitzung der UN-Arbeitsgruppe zu den Rechten Älterer fand vom 5. bis 7. Juli in New York statt. Bei dieser Sitzung gab es zwei Neuerungen: Nationale Menschenrechtsinstitutionen haben von nun an einen Status, mit dem sie mitdiskutieren und schriftlich Beiträge zu jedem Tagesordnungspunkt einreichen können. Dieses Mitwirkungsrecht in einer Arbeitsgruppe der UN-Generalversammlung ist ein Meilenstein für Nationale Menschenrechtsinstitutionen.

Internationaler Tag der Jugend: Rechte von Jugendlichen weltweit stärken!

Noch nie war der Anteil der Jugendlichen an der Weltbevölkerung so hoch wie heute. Derzeit wachsen die meisten Jugendlichen in Ländern des Globalen Südens auf. Ihre Ideen und ihr Engagement sind zentral für die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung. Der Internationale Tag der Jugend am 12. August erinnert an die Bedeutung der Jugend als Lebensphase.

Neue Studie: Menschenrechtliche Standards für landbezogene Investitionen

Die Freiwilligen Leitlinien Land der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sollten vor allem bei der Prüfung von Hochrisikoprojekten und bei der Bewertung von größeren agrarpolitischen Trends angewendet werden. So lautet das zentrale Ergebnis der neuen englischsprachigen Studie "Safeguarding Human Rights in Land Related Investments" des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Sie vergleicht bestehende internationale Prüfungsstandards der finanziellen Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Leitlinien Land aus dem Jahr 2012.

Vernissage "Spuren der Erinnerung" – Mit Schuhabdrücken gegen gewaltsames Verschwindenlassen

Aktionskunstprojekt thematisiert gewaltsames Verschwindenlassen in Lateinamerika


Jeder Schuh erzählt eine Geschichte. Geschichten von der Suche nach verschwundenen Angehörigen, Geschichten von Trauer, Hoffnung und Beharrlichkeit: "Auf meiner Suche habe ich mir die Schuhsohlen abgelaufen, mein Herz war vor lauter Schmerz schon ganz eng. Aber meine ganze Suche war ergebnislos", notiert Maria Nubia aus Kolumbien, die ihren 18-jährigen Sohn Omar vermisst. "Gehen gibt mir einen Hoffnungsschimmer, dich irgendwann zu finden. Ich vermisse dich so sehr", schreibt Yolanda an ihren verschwundenen Sohn Roberto. "Die Zeit vergeht und wird nicht stehenbleiben, genauso wie ich nie aufhören werde, dich zu suchen", formuliert Martha Beatriz Vega Ruiz, deren Mann Jesús festgenommen wurde und seither verschwunden ist.