News 2017

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News 2017

"Wer Menschenrechte für alle verwirklichen will, muss wissen, wo menschenrechtlicher Handlungsbedarf besteht"

Interview mit Beate Rudolf, Direktorin des Instituts

Anfang Dezember veröffentlichte das Institut seinen zweiten Bericht über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland. Wir sprachen mit Beate Rudolf über die Funktion solcher Berichte, ihre Arbeit  als Vorsitzende des Weltverbands der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen sowie die menschenrechtlichen Handlungsaufträge für den neuen Bundestag.

"Ohne eine rege Zivilgesellschaft ist Menschenrechtsarbeit nicht möglich"

Interview mit Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor des Instituts

Die Bedingungen für die Beteiligung der Zivilgesellschaft an politischen Prozessen und Debatten haben sich weltweit kontinuierlich verschlechtert, auch innerhalb Europas. Immer mehr Regierungen schränken den Handlungsspielraum der Zivilgesellschaft erheblich ein. International wird diese Entwicklung unter dem Begriff "shrinking civil society space" oder "shrinking democratic space" diskutiert. Michael Windfuhr erläutert im Interview, warum sich die Vereinten Nationen, Nationale Menschenrechtsinstitutionen und Deutschland mit diesem besorgniserregenden Trend befassen sollten.

"Inklusive Bildung ist für mich der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen"

Interview mit Yetnebersh Nigussie, Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises 2017, über die Bedeutung inklusiver Bildung, Perspektivwechsel und die Notwendigkeit von Allianzen

Yetnebersh Nigussie besuchte anlässlich der Verleihung der Alternativen Nobelpreise in Stockholm  am 5. Dezember 2017 das Deutsche Institut für Menschenrechte. Mit der Monitoring-Stelle UN-Behindertenkonvention des Instituts tauschte sie sich über internationale Entwicklungszusammenarbeit, den Vertrag von Marrakesch und inklusive Bildung aus. "Inklusive Bildung ist für mich der Schlüssel für eine inklusive Gesellschaft und ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen", sagt Nigussie im Interview mit dem Institut.

Raum für demokratischen Diskurs schützen, freiheitliche Rechtsstaatlichkeit wahren

Jahrestreffen des Europäischen Netzwerks der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen

Am Ende standen eine gemeinsame Erklärung und das Bekenntnis, sich auch in Zukunft mit Nachdruck für eine freiheitliche, offene Gesellschaft und insbesondere den Schutz von Menschenrechtsverteidiger_innen in all ihrer Vielfalt einzusetzen. Zum Abschluss ihres zweitägigen Jahrestreffens am 29. und 30. November in Brüssel verabschiedeten die Mitglieder des Europäischen Netzwerks der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (ENNHRI) einstimmig die Erklärung "Promoting and Protecting Sustainable Human Rights Environment in Europe by Strengthening the Democratic Space and the Rule of Law".

Die Umsetzung von Kinderrechten beobachten

Neue Publikation des Instituts stellt eine Instrumentenauswahl für die Entwicklungszusammenarbeit vor

Das Monitoring der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) zielt drauf ab, Fortschritte und Rückschritte in der Verwirklichung von Kinderrechten abzubilden und so einen Beitrag zu Transparenz und Rechenschaft zu leisten. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat in einer neue Publikation einen praxisorientierten Überblick mit länderübergreifenden Problemstellungen und Gute Praktiken beim Monitoring der UN-KRK für Fachkräfte der Entwicklungszusammenarbeit zusammengestellt. 

UN-Menschenrechtsrat mit erweitertem Arbeitsbereich? – Konferenz diskutierte neue Herausforderungen

Am 16. und 17. Oktober befasste sich eine Konferenz in Genf mit neuen Herausforderungen in der Arbeit des UN-Menschenrechtsrates. Eingeladen hatten das Forum Menschenrechte, das Deutsche Institut für Menschenrechte, die Genfer Akademie für humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte sowie die Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Vordergrund standen die Arbeit des Rates bei internen Konflikten und die gegenwärtigen Haupttrends seiner Arbeit.

Berliner Gleichberechtigungsgesetz: Angestrebte Reform in dieser Legislaturperiode begrüßt

Am 13. November hat die Berliner Senatsverwaltung den aktuellen Arbeitsentwurf eines reformierten Gleichberechtigungsgesetzes für Menschen mit Behinderungen vorgestellt. Auf einem Fachtag hatte die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales die Möglichkeit zur öffentlichen Diskussion der geplanten Änderungen sowie noch einzubeziehender Forderungen eingeladen.