"Wir verstecken uns" - Filmabend zum Thema Analphabetismus

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Ein Kinosaal, auf der Bühne sitzen drei Frauen und ein Mann und diskutieren.

Podiumsdiskussion nach der Vorführung <br>des Films "Unbelehrbar" im <br>Berliner Kino Arsenal © DIMR/Viohl

"Wir verstecken uns" - Filmabend zum Thema Analphabetismus

Der Film "Unbelehrbar" sorgte am 24. November 2012 im Berliner Kino Arsenal für eine rege Diskussion. Das Deutsche Institut für Menschenrechte zeigte beim One World Berlin Filmfestival für Medien und Menschenrechte das Spielfilm-Porträt einer Analphabetin und lud zur Diskussion über das Menschenrecht auf Bildung ein. Rund 40 Kinobesucherinnen und –besucher verfolgten das Gespräch und trugen später mit Fragen und Kommentaren selbst zur Diskussion bei.

Für die meisten Menschen ist es eine erfreuliche Nachricht: Die Chefin bietet eine Fortbildung mit anschließender Beförderung an. Bei der 40-jährigen Ellen, Hauptfigur im Film "Unbelehrbar", löst eine solche Chance jedoch Ängste aus – so sehr, dass sich die Küchengehilfin hinter Pfannen und Töpfen verschanzt und wegrennt. So die Eingangsszene des Films über eine Frau aus Brandenburg, die ihrer Chefin nicht den wahren Grund für ihre erneute Absage der Weiterbildung zur Köchin sagen kann: Ellen kann nicht ausreichend lesen und schreiben. Aktuell geht es in Deutschland rund 7,5 Millionen Menschen so und wie die Protagonistin sind über die Hälfte von ihnen berufstätig.

"Mein Anliegen war es, die Auswirkungen von Analphabetismus auf Beziehungen, Arbeit und das Selbstwertgefühl der Betroffenen darzustellen", sagte Regisseurin Anke Hentschel nach der Filmvorführung bei einer Diskussion, die von Bettina Hildebrand, Leiterin der Abteilung Kommunikation am Deutschen Institut für Menschenrechte, moderiert wurde. (AV)

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