Rechtliche, wirtschaftliche, soziale Barrieren - Veranstaltung zum Zugang zum Recht von Frauen mit Gewalterfahrungen

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Heike Rabe © DIMR/S. Pietschmann

Rechtliche, wirtschaftliche, soziale Barrieren - Veranstaltung zum Zugang zum Recht von Frauen mit Gewalterfahrungen

Am 9. Dezember nahm das Institut an einer Veranstaltung zum Zugang zum Recht von Frauen mit Gewalterfahrungen ("Access to Justice for Women Victims of Violence") in Paris teil. Auf Einladung der Gender Equality Commission des Europarates und des französischen Ministeriums für Frauenrechte haben sich dort Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen des Europarates, europäischer und internationaler Organisationen mit Regierungsvertreterinnen und -vertretern, juristischen Expertinnen und Experten und der Zivilgesellschaft ausgetauscht.

Anlass der Veranstaltung war der laufende Ratifikationsprozess zum Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Übereinkommen, CETS Nr. 210). Die in einer von der Gender Equality Commission in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie identifizierten Barrieren bei einem gleichberechtigen Zugang zum Recht für Frauen in Europa stellten den Bezugsrahmen der Diskussion dar.

Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen standen die rechtlichen, institutionellen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Barrieren, die den Zugang zum Recht für von Gewalt betroffene Frauen verhindern oder erschweren. Schwerpunktthemen der Anhörung waren der Zugang zu Prozesskostenhilfe und kostenloser Rechtsberatung, die Kollision von Gewaltschutz und Sorge- und Umgangsrecht für gemeinsame Kinder, Nutzungsrechte an der gemeinsamen Wohnung, und die sofortige finanzielle sowie psychosoziale Unterstützung der Familien.
Besonderes Augenmerk richteten die Teilnehmenden auf die Situation von Migrantinnen, von Frauen ohne Papiere und von anderen verletzlichen Gruppen wie Angehörige ethnischer oder religiöser Minderheiten, Frauen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, Alkohol- und Drogenabhängige, Frauen in Armut, Ältere, Frauen aus ländlichen und isolierten Gebieten, lesbische oder bisexuelle Frauen, Trans* oder Inter *, Prostituierte oder von multipler Diskriminierung Betroffene.

Kontakt:
Heike Rabe
Tel.: 030 25 93 59 - 127
E-Mail: rabe(at)institut-fuer-menschenrechte.de

Die Gender Equality Commission wird eine Publikation zu der Anhörung herausgeben und die Präsentationen auf der Website des Europarates zugänglich machen.