Neue Denkanstöße zum Thema Kinderrechte

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Prof. Dr. Lothar Krappmann, ehemaliges Mitglied im UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes, referierte © DIMR/J. Gummich

Neue Denkanstöße zum Thema Kinderrechte

Vom 18. bis 22. August veranstaltete das Deutsche Institut für Menschenrechte im Jugendbildungszentrum Blossin e. V. zum elften Mal die Menschenrechtsakademie "Nationaler und Internationaler Menschenrechtsschutz". Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Thema "Kinderrechte".

17 Teilnehmende, zumeist aus dem Großraum Berlin, aber auch aus anderen Bundesländern, waren nach Blossin gekommen. Unter den Teilnehmenden waren Mitarbeitende verschiedener NGOs, von Universitäten, Bundesministerien sowie sonstige Interessierte.  

Lebendige Diskussionen

Die Akademie startete mit einer Einführung in das internationale Menschenrechtschutzsystem der Vereinten Nationen und die regionalen Schutzmechanismen in Europa. Außerdem erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die Recherche von verschiedenen Dokumenten und Ressourcen der Menschenrechtsarbeit. Im Anschluss referierten die Dozentinnen und Dozenten insbesondere zu kinderrechtlichen Themen. In den Vorträgen wurde die Vielschichtigkeit des Schwerpunktthemas deutlich. Neben einer Einführung in die UN-Kinderrechtskonvention wurden vor allem die Rechte von Flüchtlingskindern, Kinderrechte in der Entwicklungszusammenarbeit, die Beteiligung von Kindern in Gerichtsverfahren und die sexuellen Selbstbestimmungsrechte von Kindern und Jugendlichen thematisiert und bearbeitet. Auch das Verhältnis der UN-Kinderrechtskonvention zur UN-Behindertenrechtskonvention wurde zunächst theoretisch beleuchtet und dann anhand des vom Institut veröffentlichten und von der Stiftung EVZ geförderten Online-Handbuchs "Inklusion als Menschenrecht" veranschaulicht.
Begleitet wurden die Vorträge stets von ausführlichen, lebendigen Diskussionen der Teilnehmenden, die deren großes Interesse und ihre Leidenschaft für die Thematik eindrücklich verdeutlichten.

Judy Gummich, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Menschenrechtsbildung, leitete die Akademie, zahlreiche Mitarbeitende des Instituts waren als Dozentinnen und Dozenten beteiligt. Prof. Dr. Lothar Krappmann, ehemaliges Mitglied im UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes, Prof. Dr. Claudia Lohrenscheit von der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Coburg und Lea Fenner (right now Human Rights Training) waren als Gastdozentinnen bzw. Gastdozent geladen.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren sehr positiv. Eine Teilnehmerin sagte über die Akademie: "Die Anregungen, der Austausch und die Informationen sind großartig. Selbst wenn eine Thematik schon bekannt ist, ergeben sich immer wieder neue Aspekte und Denkanstöße." Eine andere Teilnehmerin resümierte: "Die Menschenrechtsakademie ist eine der wenigen Fortbildungen in Deutschland, die für ganz unterschiedliche Zielgruppen geeignet ist und für einige sogar dringend zu empfehlen wäre. Ich wünsche dieser Akademie noch viele spannende Jahrgänge und Teilnehmende."

(M. Niendorf)