Institut begrüßt Einführung von Gesundheitskarte für Flüchtlinge

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Viele Menschen stehen dicht gedrängt auf einem Hof.

Flüchtlinge vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales © Timo Stammberger

Institut begrüßt Einführung von Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Viele Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Deutschland müssen den Besuch beim Arzt erst beim Sozialamt beantragen. Erkrankungen werden deshalb nicht selten mit zeitlicher Verzögerung behandelt. Daher begrüßt das Institut die Einführung der Gesundheitskarte für Flüchtlinge, die einen verbesserten Zugang zur gesundheitlichen Versorgung bedeutet. "Das Recht auf ein Höchstmaß an Gesundheit gilt auch für Flüchtlinge", so Beate Rudolf, Direktorin des Instituts, mit Blick auf die Einführung der Gesundheitskarte in Berlin am 4. Januar 2016. "Wir hoffen, dass sich weitere Bundesländer diesem Schritt anschließen."

Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen haben die Gesundheitskarte bereits eingeführt. Das Institut sieht in der Einführung der Gesundheitskarte eine positive Entwicklung zum Abbau von bürokratischen Hürden, dennoch ist mit der Gesundheitskarte nur der Umfang der Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes gewährleistet. Eine vollumfängliche gesundheitliche Versorgung, beispielsweise von Personen mit chronischen Krankheiten, ist von der Gesundheitskarte noch nicht abgedeckt.