Projekt "Maßstab Menschenrechte" nimmt an Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit teil

Servicenavigation

Sie befinden sich hier: Aktuell > News >  Projekt "Maßstab Menschenrechte" nimmt an Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit teil
Logo: Maßstab Menschenrechte

© DIMR

Projekt "Maßstab Menschenrechte" nimmt an Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit teil

Das Projekt "Maßstab Menschenrechte" des Deutschen Instituts für Menschenrechte nimmt an den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit teil. Die Kampagne des Rats für Nachhaltige Entwicklung findet vom 30. Mai bis 5. Juni statt und umfasst über 1.800 Veranstaltungen und Projekte in ganz Deutschland. Ziel ist es, einen Beitrag zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu leisten und dem Thema Nachhaltigkeit mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Das Projekt "Maßstab Menschenrechte" bietet in Kooperation mit Selbstorganisationen bundesweit Fortbildungen an, die Pädagog_innen darin stärken sollen, die Themen Flucht, Asyl und rassistische Diskriminierung kompetent und menschenrechtlich fundiert zu bearbeiten. Nachhaltigkeit beziehungsweise Bildung für nachhaltige Entwicklung ergänzt dabei die Menschenrechtsperspektive des Projekts um zentrale Fragestellungen, beispielsweise in Bezug auf Fluchtursachen, Folgen der Globalisierung oder soziale Gerechtigkeit.

Nachhaltigkeit wird zunehmend im Kontext der Menschenrechte gedacht

Dass Nachhaltigkeit zunehmend im Kontext der Menschenrechte gedacht wird, hat auch das letzte Netzwerktreffen der Abteilung Menschenrechtsbildung mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung gezeigt. Die Gruppe aus rund 30 Teilnehmer_innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beschäftigte sich vor allem mit folgenden Fragen: Wie hängen Menschenrechtsbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung zusammen? Gibt es Anknüpfungspunkte, um die beiden pädagogischen Ansätze zusammenzuführen? Wie könnten mögliche Kooperationen aussehen?
Die Teilnehmer_innen stellten ganz unterschiedliche Projekte vor, die Möglichkeiten zeigten, die beiden Ansätze in der Praxis zu verbinden. Dies ist neben "Maßstab Menschenrechte" zum Beispiel das Projekt "Bildung für nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining", das Menschen zu nachhaltigem Konsumverhalten befähigen und so die Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und tatsächlichem Handeln überwinden soll.
Den Bogen von nachhaltiger Ressourcennutzung zu den Menschenrechten schlägt das Projekt "Abholzung als Menschenrechtsthema? Ansätze und Herausforderungen eines kamerunisch-schweizerischen Kooperationsprojektes". Stefanie Rinaldi, Trainerin für Menschenrechte, die das Projekt beim Netzwerktreffen präsentierte, machte deutlich, wie Abholzung mit verschiedenen Menschenrechten zusammenhängt und auf welche Herausforderungen ein partizipativer Ansatz bei Kooperationsprojekten stoßen kann.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs), von den Vereinten Nationen im September 2015 verabschiedet, sollen weltweit für mehr Gerechtigkeit, Gesundheit, weniger Armut und eine intakte Umwelt sorgen. Ein integraler Bestandteil der 17 SDGs sind dabei Menschenrechte und Bildung für nachhaltige Entwicklung. So hält das Unterziel 4.7 zu Bildung fest, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung und für Menschenrechte zwei wesentliche Bausteine sind, um bis 2030 sicherzustellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben. Auch in Deutschland gewinnt das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung an Bedeutung. So wurde vergangenes Jahr ein Nationaler Aktionsplan mit 130 Zielen und 349 Handlungsempfehlungen verabschiedet, die dazu führen sollen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung in der deutschen Bildungslandschaft verankert wird. (pac)

Weitere Informationen:

Projekt "Maßstab Menschenrechte"

Netzwerktreffen 2017 mit Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung

Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit