Pressemitteilung: Rassistischer Hetze gegen Sinti und Roma öffentlich entgegentreten

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Der Staat ist verpflichtet, Sinti und Roma als Minderheit zu fördern und zu schützen © Shutterstock

Pressemitteilung: Rassistischer Hetze gegen Sinti und Roma öffentlich entgegentreten

75. Jahrestag der Deportation von Sinti und Roma nach Auschwitz

Berlin. Heute vor 75 Jahren begann die Deportation der Sinti und Roma nach Auschwitz. Aus diesem Anlass erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
"Dieser Jahrestag erinnert uns schmerzlich an die nationalsozialistische Politik der Ausgrenzung und Entrechtung der Sinti und Roma. Die Politik der Diskriminierung und Entwürdigung endete in der Ermordung von Kindern, Frauen und Männern in Auschwitz. Die Anerkennung des rassistischen Charakters dieses Genozids ist eine wesentliche Voraussetzung für die Bekämpfung jeder Form von rassistischer Diskriminierung der Sinti und Roma heute.
Der Jahrestag mahnt Politik und Gesellschaft, heute für die Rechte der Minderheit der Sinti und Roma einzutreten. Politisch Verantwortliche müssen rassistischer Hetze öffentlich entschieden entgegentreten und diskriminierende Stereotypisierung in der Arbeit staatlicher Behörden verhindern.
Die Menschenrechte bilden das Fundament für die Anerkennung der Würde und der Chancengleichheit aller Menschen. Sie verpflichten den Staat, Sinti und Roma als Minderheit zu fördern und zu schützen. Gesellschaft wie Medien sind aufgerufen, eigene Haltungen und diskriminierende Praktiken zu hinterfragen und zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland beizutragen."

Pressekontakt:
Bettina Hildebrand
Pressesprecherin
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin
Tel.: 030 259 359-14
Mobil: 0160 966 500 83
E-Mail: hildebrand(at)institut-fuer-menschenrechte.de