Kinder und Jugendliche stärker an politischen Entscheidungen beteiligen

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Jugendliche visualisieren Diskussionsinhalte ihres Workshops durch Cartoons © DIMR

Kinder und Jugendliche stärker an politischen Entscheidungen beteiligen

Kinder und Jugendliche wollen politische Prozesse mitgestalten – und sie haben ein Recht darauf. Dies gilt auch für die Entwicklungszusammenarbeit: Wer Kinder und Jugendliche an der Formulierung deutscher Entwicklungspolitik und an Projekten mit Partnerländern beteiligt, stärkt junge Menschen hier wie dort in ihrer Rolle als Akteure für nachhaltige Entwicklung. Wie die Beteiligung gelingen kann, macht das Deutsche Institut für Menschenrechte in einer heute anlässlich des Internationalen Tags der Kinderrechte am 20.11. veröffentlichten Analyse zum Thema "Beteiligung von Kindern und Jugendlichen - Ein Beispiel aus der entwicklungspolitischen Praxis" deutlich.

Die Publikation zeigt auf, dass das Recht auf Beteiligung – in und durch Deutschland sowie durch die Partnerländer der Entwicklungszusammenarbeit – zu selten oder nur unsystematisch umgesetzt wird. Es fehlt zum Beispiel an strukturierten Rückmeldungen zu Vorschlägen, die Kinder und Jugendliche auf Einladung von Institutionen erarbeiten. Häufig werden diese zwar medial inszeniert, bleiben aber Eintagsfliegen.

Chancen für Kinder- und Jugendbeteiligung gibt es viele

Chancen für Kinder- und Jugendbeteiligung gibt es viele, nicht zuletzt bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Die deutsche Entwicklungspolitik sollte anerkennen, dass Jugendliche und die von ihnen geführten Organisationen ein Teil der Zivilgesellschaft sind und als solche Förderung verdienen.

Die Publikation dokumentiert ein Praxisbeispiel aus der Entwicklungspolitik und leitet daraus Erkenntnisse für gute Beteiligung ab. Bei dem Praxisbeispiel handelt sich um eine Jugendkonsultation, die das Institut im Zuge der Erarbeitung eines entwicklungspolitischen Aktionsplans des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Umsetzung von Kinder- und Jugendrechten 2015-2016 durchgeführt hat. Die Dokumentation zeigt, wie Qualitätsstandards auch in zeitlich befristeten und beratenden Beteiligungsprozessen berücksichtigt werden können und welche Herausforderungen dabei entstehen. (gna)

Weitere Informationen:
Griet Newiger-Addy (2016): Beteiligung von Kindern und Jugendlichen - Ein Beispiel aus der entwicklungspolitischen Praxis 

Forderungen Jugendlicher an die deutsche Entwicklungspolitik: Kinder- und Jugendrechte in der EZ verwirklichen: Lasst uns gestalten! (PDF, 222 KB)

Video: Lasst uns gestalten! - Forderungen der entwicklungspolitischen Jugendkonsultation 2015/2016

Cartoon zum Thema (JPG, 0,9 MB)