Die türkische Autorin und Feministin Nazmiye Güçlü las im Deutschen Institut für Menschenrechte

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Die türkische Autorin und Feministin Nazmiye Güçlü las im Deutschen Institut für Menschenrechte

Die türkische Autorin und Feministin Nazmiye Güçlü las am 4. Juni im Deutschen Institut für Menschenrechte aus ihrem Buch "Araba aldım kadın oldum" – "Ich kaufte ein Auto und wurde zur Frau". Die in Istanbul lebende Güçlü, die sich wegen eines verkürzten Beines selbst als "eine Krüppel" bezeichnet, berichtete davon, wie sie mit 38 Jahren zum ersten Mal auf der Straße angeflirtet wurde. Damals fuhr sie erstmals mit dem Auto durch die Stadt und die Männer sahen ihre Gehbehinderung nicht. Nazmiye Güçlü berichtet ohne Larmoyanz aus ihrem Leben – von Steinwürfen auf sie, von ihrem Sohn und ihrer Mutter, die sich früher für sie schämten. Aber auch davon, wie sie in einer schwierigen Lebensphase das Schreiben für sich entdeckte, eine erfolgreiche Autorin wurde und Anerkennung für ihr Engagement für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bekam. Güçlü verdeutlichte auch die mehrfache Diskriminierung, mit der sie sich als Frau mit Behinderung auseinandersetzen muss. Sie schilderte, wie sie zuerst den Feminismus für sich entdeckte und dann ihr Engagement für Behindertenrechte begann. - Das Publikum erlebte eine strahlende, selbstbewusste, kämpferische Frau, die weiterhin viel vorhat. Als nächstes möchte sie einen Film drehen. Für Güçlü steht fest: Ohne ihre Erfahrungen als Frau mit Behinderung wäre sie keine Autorin geworden. "Ich bin froh, dass ich eine Krüppel bin. Und ich bin froh, dass ich heute hier bin."

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