Ausschuss des Internationalen Bibliotheksverbands IFLA trifft sich im Institut

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Die Sektion "Library Services to People with Special Needs" des internationalen Bibliotheksverbands IFLA zu Besuch im Institut © DIMR/I. Scheffer

Ausschuss des Internationalen Bibliotheksverbands IFLA trifft sich im Institut

Die Bibliothek des Instituts hat den Ständigen Ausschuss der Sektion "Library Services to People with Special Needs (LSN)" (Bibliotheksdienste für Menschen mit besonderen Bedürfnissen) des internationalen Bibliotheksverbands IFLA am 19. und 20. Februar nach Berlin eingeladen.

Die IFLA-Sektion LSN setzt sich dafür ein, dass der Zugang zu Bibliotheken für diejenigen verbessert wird, die aufgrund einer Behinderung oder einer besonderen Lebenssituation die Angebote und Dienstleistungen von Bibliotheken nicht oder nur eingeschränkt nutzen können. Dazu zählen Menschen mit körperlichen Behinderungen oder Lernschwierigkeiten, gehörlose Menschen, Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Gefängnisinsassinnen und –insassen sowie wohnungslose Menschen. Die Interessen von blinden und sehbehinderten Menschen werden durch eine andere IFLA-Sektion (Libraries Serving Persons with Print Disabilities) vertreten.

Recht auf diskriminierungsfreien und gleichberechtigten Zugang zu Informationen

2016 wird der LSN-Ausschuss unter anderem internationale Empfehlungen für Bibliotheksangebote für wohnungslose Menschen erarbeiten. Dazu werden derzeit weltweit Erfahrungsberichte gesammelt und ausgewertet. Wie in seinen früheren Publikationen wird der Ausschuss bei der Formulierung seiner Empfehlungen eine menschenrechtliche Perspektive zugrunde legen. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Recht auf diskriminierungsfreien und gleichberechtigten Zugang zu Informationen für alle Menschen. Der Ausschuss unterstützt damit auch das Engagement des Internationalen Bibliotheksverbands IFLA für die neuen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Bibliotheken können bei der nationalen Umsetzung der Agenda 2030 eine wichtige Rolle einnehmen, denn der Zugang zu Informationen, Wissen und Bildung  für alle Menschen ist eine wesentliche Voraussetzung für die nachhaltige Bekämpfung von Armut und Not.

Der international besetzte Ständige Ausschuss der Sektion "Library Services to People with Special Needs" trifft sich einmal im Jahr im August auf der Weltkonferenz der IFLA und ein zweites Mal im Frühjahr zu einem sogenannten Mid-year Meeting. Anne Sieberns, Leiterin der Bibliothek des Instituts, ist seit 2013 deutsches Mitglied im Ständigen Ausschuss der Sektion. (as)

Website der IFLA-Sektion Library Services to People with Special Needs