Wie soll die Arbeit sein für Menschen mit Behinderung? Darüber müssen wir nachdenken.

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Wie soll die Arbeit sein für Menschen mit Behinderung? Darüber müssen wir nachdenken.

Was steht in diesem Text?

eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Dieser Text ist über die Arbeit
von Menschen mit Behinderung.
Viele von den Menschen arbeiten
in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Denn:
Die Arbeit in Deutschland
ist oft nicht gut für alle Menschen.
In diesem Text können Sie lesen:

  • Warum die Arbeit in Deutschland
    nicht gut für alle ist.
  • Wie die Arbeit sein soll
    für Menschen mit Behinderung.

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Verschiedene Sorten von Arbeit

Ein Mann arbeitet an einer Maschine

In Deutschland ist es meistens so:
Ein Mensch macht eine Arbeit.
Für die Arbeit bekommt der Mensch Lohn.
Der Lohn ist genug
für alle wichtigen Sachen.

Geld für Essen, Kleidung, Miete und Freizeit

Zum Beispiel für:

  • Miete
  • Essen
  • Freizeit

Diese Arbeit nennt man auch:
Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.


 

Ein Mann arbeitet an einer Maschine

Es gibt auch solche Arbeit in Deutschland:
Ein Mensch macht eine Arbeit.
Aber der Mensch kann nicht so viel arbeiten
oder nicht so gut.
Deshalb bekommt der Mensch
nur wenig Lohn.

Ein Mensch bekommt Geld für wichtige Dinge vom Amt

Der Mensch bekommt Geld vom Staat
für alle wichtigen Sachen.
Diese Arbeit nennt man auch:
Arbeit auf dem 2. Arbeitsmarkt.


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Vertrag für Rechte von Menschen mit Behinderung

Ein UN-Vertrag

Es gibt einen Vertrag
für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Der Vertrag ist von den Vereinten Nationen.
Der Vertrag heißt:
UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
In dem Vertrag steht:
Menschen mit Behinderung haben
ein Recht auf Arbeit.


 

Regeln für die Arbeit

Die Arbeit soll so sein:

  • Die Arbeit ist auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
  • Für die Arbeit bekommen die Menschen
    genug Geld für alle wichtigen Sachen.
  • Die Menschen können selbst entscheiden,
    wo sie arbeiten wollen.
  • Menschen mit und ohne Behinderung
    arbeiten zusammen.

 

Die Welt

Deutschland und viele andere Länder
haben den Vertrag unterschrieben.

 


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Arbeit in der Werkstatt

Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen

In Deutschland ist es so:
Die Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
ist oft nicht gut für Menschen mit Behinderung.
Viele Menschen mit Behinderung arbeiten
in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Die Arbeit in der Werkstatt
ist nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.


 

Menschen arbeiten gemeinsam in einer Werkstatt

Viele Menschen arbeiten gerne in der Werkstatt.
Denn:

  • Die Arbeit in der Werkstatt ist so,
    dass die Menschen sie gut machen können.
  • Wenn Menschen Hilfe brauchen,
    dann bekommen die Menschen Hilfe.
    Deshalb wollen viele Menschen
    weiter in der Werkstatt arbeiten.

 

Ein trauriges Gesicht

Aber die Arbeit in der Werkstatt ist nicht so,
wie es im Vertrag der Vereinten Nationen steht:

  • Die Arbeit in der Werkstatt
    ist nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
  • Menschen mit und ohne Behinderung
    arbeiten nicht zusammen.
  • Junge Menschen können oft nicht entscheiden,
    ob sie in der Werkstatt arbeiten wollen.
    Junge Menschen mit Behinderung haben oft
    keine andere Möglichkeit.
  • Die Menschen in der Werkstatt
    bekommen wenig Lohn für ihre Arbeit.
    Zum Beispiel: 181 Euro im Monat.
    Das Geld ist nicht genug
    für alle wichtigen Sachen.

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Deutschland unter Vertrag

Ein Vertrag

Die Regierung von Deutschland
hat den Vertrag unterschrieben.
Die Regierung hat gesagt:

  • Wir wollen mehr Menschen mit Behinderung
    auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
  • Menschen aus der Werkstatt sollen
    leichter zum allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln.
  • Junge Menschen mit geistiger Behinderung
    sollen selbst entscheiden:
    Will ich nach der Schule
    in der Werkstatt arbeiten?
    Oder will ich eine andere Arbeit machen?
    Das war im Jahr 2009.

 

Ein Mann prüft wichtige Punkte

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen geprüft,
ob Deutschland tut, was im Vertrag steht.
Aber die Regierung von Deutschland
hat noch nicht genug gemacht.
Denn für Menschen in Deutschland ist das normal:
Menschen mit Behinderung
arbeiten in der Werkstatt.
Deshalb gibt es wenig neue Ideen für die Arbeit
von Menschen mit Behinderung.


 

Die UN zeigt Werkstätten den Daumen nach unten

Die Vereinten Nationen haben gesagt:
Menschen mit Behinderung
und Menschen ohne Behinderung
sollen zusammen arbeiten.
Deshalb sind die Werkstätten nicht gut:

  • Menschen lernen in der Werkstatt nicht
    für die Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
  • Menschen können von der Werkstatt nicht
    auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln.

 

Ein UN-Vertrag

Die Vereinten Nationen wollen:
Mehr Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
für Menschen mit Behinderung.
Die Regierung von Deutschland soll Firmen helfen.
Damit Menschen mit Behinderung
bei den Firmen gut arbeiten können.
Dabei soll die Regierung aufpassen,
dass die Menschen weiter gut versichert sind.
Später braucht man die Werkstätten nicht mehr.
Dann soll die Regierung die Werkstätten zumachen.


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Das meint das Deutsche Institut für Menschenrechte

Das Deutsche Institut für Menschenrechte

Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Deshalb soll Deutschland tun,
was im Vertrag steht.
Die Politiker sollen neue Ideen finden,
wie man den Arbeitsmarkt besser machen kann.
Mit den neuen Ideen sollen die Politiker
den Arbeitsmarkt gut machen für alle.
Der allgemeine Arbeitsmarkt in Deutschland
soll gut sein für alle Menschen.
Es soll mehr Arbeit geben
auch für Menschen mit geistiger Behinderung.
Dann können Menschen mit Behinderung
und Menschen ohne Behinderung
mehr zusammen arbeiten.


 

Der Sitzungssaal im Bundestag

Die Regierung von Deutschland soll überlegen:
Wie der Arbeitsmarkt sein muss,
damit Menschen mit Behinderung gute Arbeit haben.
Dann soll die Regierung einen Plan machen
für einen neuen Arbeitsmarkt.
Auf dem neuen Arbeitsmarkt gibt es
keine Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
Es gibt nur Arbeit für alle Menschen.
Viele Menschen arbeiten heute
in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Diese Menschen sollen auf dem neuen Arbeitsmarkt
eine neue Arbeit bekommen.
Die Arbeit darf nicht schlechter sein
als die Arbeit in der Werkstatt.


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Wer hat diesen Text gemacht?

Jemand schreibt einen Text

Der Text ist vom
Deutschen Institut für Menschenrechte
Das ist die Adresse vom Institut:
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin
Telefon: 030 25 93 59 0
Fax: 030 25 93 59 59
E-Mail: info@institut-fuer-menschenrechte.de Internet: www.institut-fuer-menschenrechte.de
www.institut-fuer-menschenrechte.de/willkommen Auf diesen Internet-Seiten finden Sie
Infos in Leichter Sprache.
Dr. Leander Palleit hat den Text
in schwerer Sprache geschrieben.
Er arbeitet
beim Deutschen Institut für Menschenrechte.
Das Büro für Leichte Sprache in Bremen
hat den Text in Leichte Sprache übersetzt.


 

Jemand malt

Wer hat die Bilder gemacht?

Die Bilder sind von: © Lebenshilfe für Menschen
mit geistiger Behinderung Bremen e. V.
Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013


Ein Kalender

Seit wann gibt es den Text?

Seit Juni 2016.
Position Nummer 2 – Leichte Sprache
ISSN 2509-3037 (online)
© Deutsches Institut für Menschenrechte, 2016


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