Oft gestellte Fragen

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Was ist das Deutsche Institut für Menschenrechte?

Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist eine Nationale Menschenrechtsinstitution gemäß den "Pariser Prinzipien" der Vereinten Nationen (A-Status). Es fördert neben der Menschenrechtsbildung vor allem die Umsetzung internationaler und europäischer Normen und Mechanismen des Menschenrechtsschutzes in Deutschland.

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Wann wurde das Institut gegründet?

Das Deutsche Institut für Menschenrechte wurde auf einstimmigen Beschluss des Deutschen Bundestages vom 7. Dezember 2000 am 8. März 2001 gegründet.

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Warum wurde das Institut gegründet?

Der Deutsche Bundestag beruft sich zur Begründung seines Beschlusses auf die 1993 von den Vereinten Nationen verabschiedeten "Pariser Prinzipien", die den Staaten die Einrichtung einer Nationalen Menschenrechtsinstitution empfehlen. Der Internationale Dachverband der Nationalen Menschenrechtsorganisationen hat das Deutsche Institut für Menschenrechte zuletzt 2016 als den Pariser Prinzipien entsprechende Institution akkreditiert.

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Wer ist der Träger des Instituts?

Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist als unabhängige Nationale Menschenrechtsinstitution eine Einrichtung der Zivilgesellschaft, allerdings selbst weder eine Nichtregierungsorganisation noch eine nachgeordnete Regierungsbehörde. Als gemeinnütziger Verein ist das Institut politisch unabhängig und handelt aus eigener Initiative.

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Wer finanziert das Institut?

Das Institut wird aus dem Haushalt des Deutschen Bundestages finanziert.

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Wer leitet das Institut?

Das Deutsche Institut für Menschenrechte wird vom Vorstand - Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin, und Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor - geleitet. Die Richtlinien der Arbeit werden von einem Kuratorium festgelegt, das aus Vertreterinnen und Vertretern von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Medien und Politik zusammengesetzt ist.

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Was sind die Aufgaben des Instituts?

Die Aufgaben des Deutschen Instituts für Menschenrechte sind insbesondere:

  • Information und Dokumentation,
  • Forschung zur Qualifizierung der Menschenrechtsarbeit,
  • Beratung von Politik und Gesellschaft,
  • Menschenrechtsbezogene Bildungsarbeit in Deutschland,
  • Bereitstellung einer wissenschaftlichen Spezialbibliothek zu Menschenrechten,
  • Internationale Zusammenarbeit mit anderen Nationalen
  • Menschenrechtsinstitutionen, Menschenrechtsgremien der Vereinten Nationen und des europäischen Menschenrechtsschutzsystems sowie Nichtregierungsorganisationen,
  • Förderung des Dialogs über Menschenrechtsfragen in Deutschland.

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Was sind die thematischen Schwerpunkte des Instituts?

Zu den thematischen Schwerpunkten des Deutschen Instituts für Menschenrechte zählen

  • Menschenrechte im gesellschaftlichen Lernprozess,
  • Ausbau von Menschenrechts-Schutzmechanismen,
  • Schutz vor Diskriminierung,
  • Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte,
  • Menschenrechtliche Anforderungen an die Sicherheitspolitik,
  • Zeitgenössische Formen der Sklaverei,
  • Menschenrechte von Flüchtlingen und Migrantinnen und Migranten,
  • Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit,
  • Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention.

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Zu welchen Ländern forscht das Institut?

Das Deutsche Institut für Menschenrechte arbeitet vor allem zu Fragen des Menschenrechtsschutzes in Deutschland, in der Europäischen Union und im Europarat. Internationale Aspekte des Menschenrechtsschutzes werden nur vereinzelt exemplarisch an Länderbeispielen aufgearbeitet.

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Wie fördert das Institut die Menschenrechtsbildung?

Eine zentrale Aufgabe des Deutschen Instituts für Menschenrechte ist die Menschenrechtsbildung im Inland. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Weiterbildung von Fachkräften in menschenrechtssensiblen Bereichen wie beispielsweise Polizei, Sozialarbeit oder Pflege. Darüber hinaus werden Unterrichtsmaterialien für Lehrende in der schulischen und außerschulischen Jugendbildung erstellt und deren Nutzung durch Multiplikatorenseminare gefördert.

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Wie informiert das Institut zum Thema Menschenrechte?

Über seine Fachveranstaltungen, Fachpublikationen, seine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und seine wissenschaftliche Spezialbibliothek.

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Welche Einflussmöglichkeiten hat das Institut auf die Menschenrechtspolitik der Bundesregierung?

Das Deutsche Institut für Menschenrechte richtet sich mit seiner Expertise unter anderem an Vertreterinnen und Vertreter von Parlament, Regierung und Ministerien. Es will dadurch zur Meinungsbildung über Fragen des Menschenrechtsschutzes beitragen und die Umsetzung von Menschenrechtsabkommen in Deutschland fördern. Außerdem versteht sich das Institut als Plattform für den Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen über die Förderung und den Schutz der Menschenrechte.

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Arbeitet das Institut mit Nichtregierungsorganisationen im Menschenrechtsbereich zusammen?

Das Deutsche Institut für Menschenrechte steht im kontinuierlichen Austausch mit Nichtregierungsorganisationen im Menschenrechtsbereich und führt mit ihnen gemeinsam gelegentlich Seminare, Fachgespräche und Konferenzen durch.

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Befasst sich das Institut mit Einzelfällen?

Nein. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat keinen Auftrag, Anfragen von Einzelpersonen zu bearbeiten, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Das Institut gibt jedoch nach bestem Vermögen Auskunft über geeignete Beratungsstellen.

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