Veranstaltung "Business and Human Rights" 2012

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Menschenrechte und Wirtschaft

Rückblick: Workshop "Wirtschaft und Menschenrechte" ("Business and Human Rights") im September 2012


Bei dem dreitägigen Workshop "Wirtschaft und Menschenrechte" ("Business and Human Rights"), der vom 5. bis 7. September 2012 in Berlin stattfand, trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Nationalen Menschenrechtsinstitutionen aus 20 Ländern. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Erarbeitung eines Aktionsplans für die Europäische Gruppe der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen zum Thema "Wirtschaft und Menschenrechte". Das Deutsche Institut für Menschenrechte hatte den Workshop in Kooperation mit dem Dänischen Institut für Menschenrechte und der Schottischen Menschenrechtskommission organisiert. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Deutschen Global Compact Netzwerk. 

v. l.: Signe Poulsen, Sophie Asimenye Kalinde, Myriam Montrat, Lorreta Lampty und Ma Nerissa M. Navarro-Piamonte © DIMR/Berger

Die Vertreterinnen und Vertreter der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (NHRIs) trafen sich in Berlin, um gemeinsam mit Expertinnen und Experten des Hochkommissariats für Menschenrechte der Vereinten Nationen (OHCHR), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Europäischen Kommission und verschiedener Nichtregierungsorganisationen zu erörtern, welche Aufgaben Nationale Menschenrechtsinstitutionen im Themenfeld "Wirtschaft und Menschenrechte" übernehmen sollten.

"Schwerpunkte, denen wir uns in den nächsten Jahren widmen müssen, sind der strategische Rahmen für Menschenrechte und Demokratie und der Aktionsplan für Menschenrechte der EU", betonte Alan Miller, Direktor der Schottischen Menschenrechtskommission. "Wir müssen uns auch auf die Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten konzentrieren, die UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte im Rahmen der erst kürzlich erneuerten EU-Strategie zu Corporate Social Responsibility durch nationale Aktionspläne umzusetzen", so Miller weiter. "Wir werden uns auf nationaler und EU-Ebene dafür einsetzten, dass diese Aktionspläne ihr ganzes Potenzial ausschöpfen."

Prof. Alan Miller (li.), Direktor der Schottischen Menschenrechtskommission, und Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor des Instituts © DIMR/Berger

"Während des Workshops konnten sich die Nationalen Menschenrechtsinstitutionen darüber austauschen, wie sie ihr Mandat, Menschenrechte zu fördern und zu schützen, mit Blick auf Aktivitäten von Unternehmen am besten erfüllen können", berichtete Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte. "In Zeiten der Globalisierung ist die Herausforderung groß, Unternehmen dazu zu bringen, Menschenrechte zu achten und zu schützen." Die UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte, die 2011 vom UN-Menschenrechtsrat verabschiedet wurden, bildeten einen gemeinsamen Rahmen, um diese Herausforderung zu meistern. Die Leitlinien würden von vielen Wirtschaftsakteuren begrüßt, so Windfuhr.

Die europäischen Nationalen Menschenrechtsinstitutionen verständigten sich in Berlin darauf, sich noch aktiver in das Themenfeld "Wirtschaft und Menschenrechte" einzubringen und diesbezügliche Entwicklungen auf europäischer und internationaler Ebene gemeinsam zu beeinflussen. 

European Group of National Human Rights Institutions: Berlin Action Plan on Business and Human Rights (Word, 101 KB, nicht barrierefrei, Englisch)

Programm des Workshops "Business and Human Rights" (PDF, 193 KB, nicht barrierefrei)

Foto-Galerie zum Workshop "Business and Human Rights"

Interview mit Michael Windfuhr (11.09.2012): "Welche Rolle Wirtschaftsakteure im Menschenrechtsschutz spielen, war bislang nicht hinreichend geklärt" 

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