Rohstoffe

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Rohstoffe

Rohstoffe wie Tantal, Gold und Wolfram sind eine Grundlage industrieller Produktion, einige werden für elektronische Geräte genutzt. Ein Großteil dieser Rohstoffe wird im Globalen Süden abgebaut und im Globalen Norden verarbeitet. Einnahmen aus dem Rohstoffabbau sind für viele Länder im Globalen Süden eine zentrale wirtschaftliche Grundlage, gleichzeitig hat der Rohstoffabbau nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte und die Umwelt.

In einigen Ländern finanziert der Rohstoffhandel bewaffnete Konflikte. Daneben geht Rohstoffabbau oft mit negativen menschenrechtlichen Auswirkungen einher: Außergerichtliche Hinrichtungen von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern, großflächige Zwangsvertreibungen, Kinderarbeit, Kontaminierung von Land- und Wasserressourcen, die Verletzung von Arbeits- und Gewerkschaftsrechten sowie Gewalt privater Sicherheitsfirmen gegenüber Arbeiterinnen und Arbeitern und der lokalen Bevölkerung sind häufig.

Verschiedene Regierungs- und Unternehmensinitiativen versuchen diese Menschenrechtsverletzungen zu vermindern. Ein Beispiel für eine privatwirtschaftliche Initiative ist das Conflict-Free Smelter Program, in dem sich mehr als 200 Unternehmen zusammengeschlossen haben, um "konfliktfreie" Schmelzen (Metallhütten) zu identifizieren. Eine Regierungsinitiative ist der Dodd-Frank Act: Ein 2010 in den USA erlassenes Gesetz, das von allen an der New Yorker Börse gelisteten US-amerikanischen Firmen eine Offenlegung ihrer Lieferketten verlangt, sofern sich "Konfliktmineralien" aus der Demokratischen Republik Kongo in ihren Produkten befinden.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte untersucht in einem Forschungsvorhaben die direkten und indirekten Auswirkungen des Rohstoffsektors auf die Menschenrechte und arbeitet dazu mit anderen Nationalen Menschenrechtsinstitutionen zusammen. Ein Fokusland ist Kolumbien.

Training zu Wirtschaft und Menschenrechten mit der kolumbianischen Nationalen Menschenrechtsinstitution

Kolumbien: Institut diskutierte mit Unternehmen, Zivilgesellschaft und betroffenen Gemeinden über menschenrechtliche Folgen des Kohlebergbaus

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Kontakt

Deniz Utlu
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Rohstoffsektor, Human Rights Impact Assessments, Wirtschaftspolitik
Tel.: 030 25 93 59 - 469
E-Mail: utlu(at)institut-fuer-menschenrechte.de