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Peacekeeping, Gender und Menschenrechte

UN-Sicherheitsrat: Neue Resolution gegen sexuelle Gewalt in Konflikten (Juni 2013)

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 24. Juni 2013 in einer Resolution bekräftigt, die Anstrengungen im Kampf gegen sexuelle Gewalt in Konflikten zu verstärken. Mit der neuen Resolution 2106 soll den bisher häufig ungestraften Vergewaltigungen ein Ende gesetzt werden, denen zahllose Frauen und Mädchen, aber auch Männer und Jungen ausgesetzt sind. Der Bekämpfung sexueller Gewalt in Konflikten wird oberste Priorität eingeräumt. Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates stimmten einstimmig für die Resolution. In drei früheren Resolutionen - 1820 (im Jahr 2008), 1888 (2009) und 1960 (2010) - hatte der Sicherheitsrat bereits bestätigt, dass systematisch angewandte und als Kriegsmittel eingesetzte sexuelle Gewalt eine fundamentale Gefahr für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit darstelle und entsprechend geahndet werden müsse.

Resolution 2106 (2013) (PDF, 47 KB, nicht barrierefrei)


Jana Arloth, Frauke Seidensticker (2011): Studie Frauen als Akteurinnen in Friedensprozessen - Begleitstudie zum Werkstattgespräch "Frauen und bewaffnete Konflikte" anlässlich des 10. Jahrestages der UN-Resolution 1325


Audio: Menschenrechte und UN-Friedensmissionen - Interview mit Wolfgang Heinz, Deutsches Institut für Menschenrechte (September 2009)


Fachgespräch "Menschenrechte und Sicherheit in Friedenseinsätzen" (2009)

Am 26. Februar 2009 fand im Deutschen Institut für Menschenrechte unter Leitung von Frauke Lisa Seidensticker ein Fachgespräch zum Thema "Menschenrechte und Sicherheit in Friedenseinsätzen" statt. Dr. Annette Weber (Stiftung Wissenschaft und Politik), Till Blume (Universität Konstanz), Daria Davitti (Menschenrechtsexpertin, ehem. "Human Rights Officer" der UN-Mission in Afghanistan) und Ekkehard Griep (Oberstleutnant i.G. und stellv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen) diskutierten die Rolle von Menschenrechten bei der Durchführung von Friedenseinsätzen. Welche Bedeutung haben Menschenrechtsmandate der Missionen für die Gestaltung von Friedensprozessen und die Stabilisierung von Sicherheitslagen? In welchen Spannungsfeldern bewegen sich die Menschenrechtskomponenten der Missionen? Das Fachgespräch gab lebendige Einblicke in die operationelle Funktionsweise von Friedenseinsätzen und bot die Möglichkeit, die großen Herausforderungen, denen Menschenrechtskomponenten von Missionen begegnen - von komplexen Machtgefügen zwischen Warlords und schwachen Regierungen bis zu internen Führungsproblemen einer Mission - zu erörtern.

Jeannette Böhme (2008): Human Rights and Gender Components of UN and EU Peace Operations (PDF, 414 KB, nicht barrierefrei). Studie, Deutsches Institut für Menschenrechte, 56 S.

Wolfgang S. Heinz; Joanna Ruszkowska (2010): Essay "UN-Friedensoperationen und Menschenrechte"


Vortragsreihe zu Friedensmissionen (2007)

In Kooperation mit amnesty international veranstaltete das Institut eine Vortragsreihe zu Friedensmissionen. In elf Vorträgen (17. April - 3. Juli 2007) wurden menschenrechtliche Dimensionen von internationalen Friedensmissionen beleuchtet und Einblicke in einzelne Missionen gewährt.

Einladung zur Vortragsreihe zu Friedensmissionen (PDF, 349 KB, nicht barrierefrei)


Menschenrechtliche Aspekte von EU-Friedensmissionen

Zu den rasanten Entwicklungen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Rahmen der Europäischen Union gehört auch die Diskussion über den Einsatz von Friedensmissionen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte geht der Frage nach, ob in diesem Zuge - zum Beispiel in den Mandaten der Friedensmissionen, in ihrer Ausbildung und der anschließenden Berichterstattung - Menschenrechte und Gender-Gesichtspunkte genügend berücksichtigt werden und tritt mit Empfehlungen an den Europäischen Rat heran. Die Studie "The ESDP Crisis Management Operations of the European Union and Human Rights" gleicht die Menschenrechtsrelevanz der bisherigen EU-Friedensmissionen mit den menschenrechtlichen Verpflichtungen der EU ab und schließt mit acht Empfehlungen an die EU und die EU-Mitgliedstaaten

J. Arloth, F. Seidensticker (2007): The ESDP Crisis Management Operations of the European Union and Human Rights (PDF, 370 KB, nicht barrierefrei) Studie, Deutsches Institut für Menschenrechte, 67 S. 


Werkstattgespräch zu Gender und Peacekeeping (2004)

Im Dezember 2004 veranstaltete das Institut ein Werkstattgespräch zu Gender und Peacekeeping. Expertinnen und Experten mit Gender-Kompetenz und aus der Friedens- und Konfliktforschung diskutierten über Strategien für eine Gender-Perspektive im Peacekeeping. Sie nahmen den Schattenbericht des Frauensicherheitsrates über die Umsetzung der Resolution 1325 des UN-Weltsicherheitsrates in Deutschland zum Anlass, die Resolution aus der Gender-Perspektive und aus menschenrechtlicher Sicht zu beleuchten. Die Resolution vom Oktober 2000 fordert die UN-Mitgliedstaaten auf, für eine stärkere Beteiligung von Frauen bei der institutionellen Vorbeugung, Bewältigung und Beilegung von Konflikten zu sorgen.

Vereinte Nationen - Sicherheitsrat: Resolution 1325 (2000) verabschiedet auf der 4213. Sitzung des Sicherheitsrats am 31. Oktober 2000 (PDF, 27 KB, nicht barrierefrei)

Frauensicherheitsrat (FSR) in Deutschland, Oktober 2004: Schattenbericht zum Bericht der Bundesregierung Deutschlands
über die Umsetzung der UN-Resolution 1325 (PDF, 75 KB, nicht barrierefrei)

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Kontakt

Dr. Wolfgang S. Heinz
Senior Policy Adviser
Internationale Menschenrechtspolitik
Tel.: 030 25 93 59 - 26
E-Mail: heinz(at)institut-fuer-menschenrechte.de