Was sind die Ursachen für Menschenhandel?

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Was sind die Ursachen für Menschenhandel?

Menschenhandel hat verschiedene Ursachen. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Menschenhandel und Migration, wenngleich nicht alle Opfer von Menschenhandel Migrantinnen oder Migranten sind.

Zentrale Ursachen sind das wirtschaftliche Ungleichgewicht zwischen Herkunfts- und Zielländern sowie die gesellschaftliche Ungleichheit innerhalb der Herkunftsländer. Betroffene entscheiden sich häufig zur Migration, um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien zu sichern oder sich neue, existenzsichernde Perspektiven zu erarbeiten. Der Wunsch, zu migrieren, wird besonders für Frauen durch die Auswirkungen traditioneller Geschlechterrollen im Herkunftsland verstärkt. In den Herkunftsländern werden Frauen beim Zugang zu Bildung, Ausbildung und zum Arbeitsmarkt diskriminiert. Sie sind, etwa in den mittel- und osteuropäischen Staaten, besonders von Einschnitten in die sozialen Rechte betroffen und Gewalt in Nahbeziehungen und am Arbeitsplatz ausgesetzt.

In den Zielländern begünstigt die Nachfrage nach billiger Arbeitskraft in den verschiedenen betroffenen Wirtschaftszweigen, wie der Sexindustrie, dem Baugewerbe oder der Pflegearbeit in Privathaushalten, Menschenhandel und Arbeitsausbeutung. Restriktive Einwanderungspolitiken und Gesetze verhindern reguläre Migration. Illegalität oder ein unsicherer Aufenthaltsstatus macht Migranten und Migrantinnen verletzlich und ausbeutbar.

Nicht zuletzt ist Menschenhandel auch nach wie vor mit niedrigen Risiken und hohen Gewinnen für die Täter und Täterinnen verbunden.

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Kontakt

Heike Rabe
Geschlechtsspezifische Gewalt und Zugang zum Recht
Tel.: 030 25 93 59 - 127
E-Mail: rabe(at)institut-fuer-menschenrechte.de