Pressemitteilung: Lasst uns gestalten - Forderungen Jugendlicher an die deutsche Entwicklungspolitik

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Partizipation, Unversehrtheit und Bildung stilisiert als laufende Kinder dargestellt.

Die Jugendlichen zeichneten Cartoons zum Thema "Verwirklichung der Rechte von Kindern und Jugendlichen auf der Flucht" © Simon Sonntag, Cayleigh Rogge/DIMR

Pressemitteilung: Lasst uns gestalten - Forderungen Jugendlicher an die deutsche Entwicklungspolitik

Berlin - Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat jetzt die Forderungen Jugendlicher an die deutsche Entwicklungspolitik veröffentlicht. Sie sind das Ergebnis einer entwicklungspolitischen Jugendkonsultation, an der 24 Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte die Konsultation begleitend zur Erarbeitung eines Aktionsplans, mit dem Kinder- und Jugendrechte in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit stärker gefördert werden sollen.

Die Jugendlichen schlagen vor, Kinder und Jugendliche auf der Flucht besser zu schützen und ihr Recht auf Bildung zu verwirklichen. Sie wünschen sich außerdem mehr Bildungsprogramme für Frieden und transkulturelles Lernen sowie einen Ausbau von gleichberechtigten internationalen Jugendaustauschprogrammen mit Kooperationsländern der Entwicklungszusammenarbeit. Schließlich fordern sie, die Beteiligung junger Menschen an lokaler, nationaler und globaler Politik weltweit stärker zu unterstützen. Das BMZ prüft jetzt die Umsetzung der Vorschläge.

Die Forderungen wurden von den Jugendlichen in drei Workshops (Oktober 2015 bis März 2016) erarbeitet. Außerdem schrieben sie das Drehbuch für ein Kurzvideo mit ihren Kernforderungen und entwickelten Cartoons zum Thema "Kinder auf der Flucht". Die Workshops wurden vom Institut konzipiert und durchgeführt.

Alle beteiligten Jugendlichen engagieren sich entwicklungspolitisch, beispielsweise bei terre des hommes, UNICEF, Plan International Deutschland, dem Jugendrotkreuz oder in selbst organisierten Initiativen wie "Schüler Helfen Leben" oder der Initiative "Jugendliche ohne Grenzen", in der sich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland organisieren. Viele der Jugendlichen sammelten Erfahrungen mit Beteiligungsprozessen, zum Beispiel in kommunalen Jugendparlamenten, Schülerinnenvertretungen, Kinder- und Jugendbeiräten in Heimen oder im Rahmen des Staatenberichtsverfahren Deutschlands bei dem UN-Kinderrechtsausschuss in Genf.

Weitere Informationen:
Forderungen Jugendlicher an die deutsche Entwicklungspolitik: Kinder- und Jugendrechte in der EZ verwirklichen: Lasst uns gestalten! (PDF, 222KB)

Video: Lasst uns gestalten! - Forderungen der entwicklungspolitischen Jugendkonsultation 2015/2016

Weiterer Cartoon zum Thema (jpg, 0,9 MB)

Informationen zum Projekt "Kinderrechte in der Entwicklungspolitik"

Pressekontakt:
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon: 030 25 93 59 – 14
Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand(at)institut-fuer-menschenrechte.de