Kinderrechte in der Entwicklungspolitik

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Projekt "Kinderrechte in der Entwicklungspolitik"

1989 hat die UN-Generalversammlung die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Sie regelt die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Alle Staaten der Welt bis auf die USA haben die Konvention ratifiziert und damit anerkannt, dass deren Vorgaben für das Handeln der jeweiligen Regierungen verbindlich sind. Diese Verpflichtung zur Umsetzung gilt auch für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit, die sich an den Kinderrechten ausrichten soll.

In Deutschland ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für die Umsetzung dieser Verpflichtung verantwortlich. Das Sektorvorhaben "Umsetzung von Kinder- und Jugendrechten in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit" der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt das BMZ dabei.

Seit 2015 arbeitet das Projekt "Kinderrechte in der Entwicklungspolitik" des Instituts mit dem Sektorvorhaben zusammen. Das Ziel ist die Beratung des BMZ bei der Erstellung eines entwicklungspolitischen Aktionsplans zur Umsetzung von Kinder- und Jugendrechten. Dadurch sollen Kinder- und Jugendrechte stärker in entwicklungspolitischen Schwerpunkten sowie Planungsprozessen des BMZ berücksichtigt werden.

Die Kinderrechtskonvention sieht vor, dass junge Menschen wirksam an allen sie betreffenden Entscheidungen beteiligt sind, Politik und  Gesellschaft sie hören und ernst nehmen müssen. Aus diesem Grund führte das Projekt eine Jugendkonsultation zum Aktionsplan und zur Berücksichtigung von Kinderrechten in der Entwicklungspolitik durch. Die Konsultation wurde vom BMZ finanziell gefördert.

Nach einem zweimonatigen öffentlichen Auswahlverfahren nahmen 24 entwicklungspolitisch engagierte Jugendliche von 14 bis 24 Jahren aus ganz Deutschland an der Konsultation teil. Sie fand in drei zweitägigen Workshops im Oktober und November 2015 sowie im März 2016 statt. Die Teilnehmenden erarbeiteten dabei Positionen und Vorschläge für den vom BMZ geplanten Aktionsplan zur Umsetzung von Kinder- und Jugendrechten: Kinder- und Jugendrechte in der EZ verwirklichen: Lasst uns gestalten! (PDF, 222 KB). Außerdem schrieben sie ein Drehbuch für das Video "Forderungen der entwicklungspolitischen Jugendkonsultation 2015/2016" mit ihren Kernbotschaften und entwickelten Cartoons für die Verwirklichung der Rechte von Kindern und Jugendlichen auf der Flucht.

Neben der Beratung zum Aktionsplan begleitet das Projekt Fortbildungsmaßnahmen zu Kinderrechten, auch für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Entwicklungszusammenarbeit. Grundlage der Fortbildungen ist das Methodenhandbuch "Kinder- und Jugendrechte in der Entwicklungszusammenarbeit – Methoden und Anleitungen für die Umsetzung in der Praxis". Es wurde vom Institut in Kooperation mit dem Sektorvorhaben und der KfW-Bank entwickelt und eignet sich für die Durchführung einer 2,5-tägigen Fortbildung zu Kinder- und Jugendrechten. Das Handbuch liegt auf Deutsch und Englisch vor und kann per E-Mail über i-punkt(at)giz.de kostenlos bestellt werden.

Partizipation, Unversehrtheit, Bildung, Gleichberechtigung, Freizeit, Familie und Privatssphäre sind in verschiedenen Krisensituationen als Flüchtende dargestellt.
Die Jugendlichen zeichneten Cartoons zum Thema "Verwirklichung der Rechte von Kindern und Jugendlichen auf der Flucht" © Simon Sonntag, Cayleigh Rogge/DIMR

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Video Jugendkonsultation

Stell Dir die Welt vor wenn Jugendliche sie mitgestalten könnten

Cartoon

"Kinderrechte auf der Flucht" Partizipation, Unversehrtheit und Bildung flüchten in abstrahierter, menschlicher Form

Kontakt

Lena Stamm
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Koordination Projekt "Kinderrechte in der Entwicklungspolitik"
Tel.: 030 25 93 59 - 472
E-Mail: stamm(at)institut-fuer-menschenrechte.de