Flüchtlingsfrauen

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Flüchtlingsfrauen

Das Politikfeld Flucht und Asyl wird seit zwei Jahren stark dominiert von den Anforderungen, die sich aus der Zahl der Asylanträge in Deutschland ergeben. Die Frage nach der Unterbringung Asylsuchender in Containern, Zelten und überfüllten Massenunterkünften überlagert häufig die Diskussion um die Qualität der Unterkünfte und die Wahrung der Rechte von Asylsuchenden und Geduldeten dort. Dies betrifft auch das Recht auf Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt und sexueller Belästigung in Flüchtlingsunterkünften. Betroffene sind häufig Frauen, die circa ein Drittel der Antragsteller_innen ausmachen. Sie laufen Gefahr, sexualisierte oder häusliche Gewalt durch Partner, Bewohner oder Personal zu erleben.

Die Aufnahmestaaten sind unions-, flüchtlings- und menschenrechtlich verpflichtet, effektiv zu gewährleisten, dass sich für geflüchtete Frauen die Gewalt in Deutschland nicht fortsetzt. Das gilt unabhängig davon, ob sie in Notunterkünften, privaten Wohnungen, kleinen Gemeinschaftsunterkünften oder großen Erstaufnahmeeinrichtungen leben.

Das Institut hat sich in verschiedenen Formaten mit dem Thema befasst.

Papiere

Das Policy Papier "Effektiver Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt – auch in Flüchtlingsunterkünften" (Stand Anfang 2015) gibt konkrete und detaillierte Empfehlungen für eine menschenrechtskonforme Weiterentwicklung des Gewaltschutzsystems für Asylsuchende und Geduldete in Flüchtlingsunterkünften.

Hier finden Sie eine Stellungnahme des DIMR zur öffentlichen Anhörung des Gleichstellungsausschusses des Thüringer Landtages "Situation weiblicher Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Thüringen" am 09.12.2015

Veranstaltung

Im Januar 2016 hat das Institut gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration die Veranstaltung "Frauen in Flüchtlingsunterkünften: Lage erkennen - Rechte wahren" im Bundespresseamt durchgeführt. Vertreterinnen und Vertreter der Politik, der Länder und der Zivilgesellschaft haben dort diskutiert, wie die Rechte von Flüchtlingsfrauen auf psychosoziale Unterstützung und Gesundheitsversorgung in Flüchtlingsunterkünften tatsächlich gewahrt werden können.

Programm

Vortrag Angela Bähr: Psychosoziale und gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingsfrauen (PDF, 155 KB, nicht barrierefrei)

Vortrag Dr. Petra Follmar-Otto: Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt - rechtliche Friktionen (PDF, 295 KB, nicht barrierefrei)

Vortrag Friederike Foltz: Potenzial der EU-Aufnahmerichtlinie (PDF, 65 KB, nicht barrierefrei)

Vortrag Eva Lutter: Das Projekt "Frauenzentrum" (PDF, 731 KB, nicht barrierefrei)

Alle Tweets von der Veranstaltung finden Sie in Twitter unter #Flüchtlingsfrauen

Video-Mitschnitte:

Begrüßung durch Staatsministerin Aydan Özoğuz und Prof. Dr. Beate Rudolf

Rede Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

Vortrag Dr. Petra Follmar-Otto

Vortrag Angela Bähr

Vortrag Eva Lutter

Podiumsdiskussion "Was ist zu tun für Verwaltung u. Politik?" mit Aydan Özoğuz, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Margit Gottstein, Burkhard Schnieder, Christiane Wahl

Pressemitteilung vom 13.01.2016 zum selben Thema

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