Konflikttransformation

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Konflikttransformation und Menschenrechte

Nachhaltige und gerechte Entwicklung braucht die Umsetzung von Menschenrechten genauso wie Friedensförderung – beide Handlungsfelder ergänzen sich. Diese Erkenntnis von Wissenschaft, Politik und Praktikerinnen und Praktikern aus den vergangenen Jahren geht auf die Arbeit des Friedenforschers J. Galtung (geboren 1930) zurück. Nach Galtung ist ein „positiver Frieden“ nicht nur durch die Abwesenheit von personeller Gewalt geprägt, sondern er  beinhaltet auch, dass es keine strukturelle Gewalt gibt. Dies schließt Achtung, Schutz und Gewährleistung der Menschenrechte ein. Konflikt gibt es damit nicht nur dort, wo Menschen auf Menschen schießen, sondern auch dort, wo sie systematisch an der Ausübung grundlegender Menschenrechte wie der Religionsfreiheit oder am Zugang zu menschenrechtsbasierten Grunddienstleistungen wie Bildung oder Gesundheitsversorgung gehindert werden. Die Beseitigung von Konfliktursachen und der positive Frieden erfordern somit neben physischer Sicherheit auch einen grundlegenden sozialen, politischen und wirtschaftlichen Wandel.

Verknüpfung von Menschenrechten und Konflikttransformation: Eine Arbeitshilfe für Praktikerinnen und –Praktiker der Entwicklungszusammenarbeit

Die englischsprachige Publikation „Connecting Human Rights and Conflict Transformation – Guidance for Development Practitioners” zeigt, wie eine Verzahnung von Menschenrechten und Konflikttransformation in der Praxis gestaltet werden kann. Sie ist als Arbeitshilfe für EZ-PraktikerInnen gedacht, die in einem der beiden oder in beiden Arbeitsfeldern tätig sind. Der Haupttext arbeitet zunächst die Querverbindungen zwischen den beiden Themenfeldern heraus und veranschaulicht dies mit Beispielen aus der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Der Anhang bietet weiterführende Informationen und praktische Übungen. Die Arbeitshilfe ist ein Werkzeugkasten, dessen Bausteine einzeln oder in Kombination miteinander genutzt werden können.

Die Veröffentlichung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Deutschen Institut für Menschenrechte und den vom BMZ beauftragten Sektorvorhaben Menschenrechte sowie dem Sektorprogramm Frieden und Sicherheit und dem Zivilen Friedensdienst (beide in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit). Die Autorin Michelle Parlevliet hat insbesondere zu den Synergien und Schnittstellen der beiden Bereiche gearbeitet und publiziert.

Frauen als Akteurinnen in Friedensprozessen

Diese Studie wurde für ein Werkstattgespräch anlässlich des 10. Jahrestages der UN-Resolution 1325 erstellt. Sie schildert Entstehung und Inhalt der im Jahr 2000 verabschiedeten UN-Resolution 1325, die die Rolle von Frauen in Friedensprozessen behandelt, bewertet die zu ihrer Umsetzung ergriffenen Strategien und schließt mit Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung.

Jana Arloth, Frauke Lisa Seidensticker (2011): Frauen als Akteurinnen in  Friedensprozessen. Begleitstudie zum Werkstattgespräch „Frauen und bewaffnete Konflikte“ anlässlich des 10. Jahrestages der UN-Resolution 1325

Arbeitsbereich „Friedensmissionen“ im Schwerpunkt „Sicherheit“:

Das Institut arbeitet auch zu Fragen der Umsetzung von Menschenrechten in und durch Friedenseinsätze: siehe dazu den Schwerpunkt Friedensmissionen

Kontakt

Andrea Kämpf
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel.: 030 25 93 59 - 51
Fax: 030 25 93 59 - 59
E-Mail:kaempf(at)institut-fuer-menschenrechte.de

Links

GIZ / German Institute for Human Rights (2011): Selected Resources on Conflict and Human Rights