Warum gibt es regionale Menschenrechtsverträge?

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Warum gibt es regionale Menschenrechtsverträge?

Regionale Menschenrechtsverträge ergänzen das internationale Menschenrechtsschutzsystem der Vereinten Nationen. Wenn sie gerichtliche, rechtsverbindliche Durchsetzungsmechanismen haben, bieten sie einen wirksameren Schutz für die Menschenrechte.

Kerninstrumente der regionalen Systeme sind die Europäische Menschenrechtskonvention von 1950, die Amerikanische Menschenrechtskonvention von 1969 (American Convention on Human Rights (Englisch)) und die Afrikanische Charta der Menschen- und Völkerrechte von 1981 (African (Banjul) Charter on Human and Peoples' Rights). Unter der Arabischen Charta der Menschenrechte (Arab Charter on Human Rights (Englisch)), die im März 2008 in Kraft trat, ist noch kein arabischer Gerichtshof für Menschenrechte eingerichtet worden. Die Menschenrechtserklärung der ASEAN (ASEAN Human Rights Declaration (Englisch)) von 2012 bleibt nach Aussage der UN und der Zivilgesellschaft hinter den internationalen Standards zurück.

Alle regionalen Menschenrechtsverträge berufen sich auf die universelle Geltung der Menschenrechte und beziehen sich unter anderem ausdrücklich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948.