Projekt "Anwaltschaft für Menschenrechte und Vielfalt"

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Projekt "Anwaltschaft für Menschenrechte und Vielfalt"

"Anwaltschaft für Menschenrechte und Vielfalt"

Das Projekt "Anwaltschaft für Menschenrechte und Vielfalt" (2012 – 2014) entwickelte Fortbildungs- und Informationsangebote für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte mit dem Ziel, die Anwaltschaft in Bezug auf den praktischen Menschenrechtsschutz zu stärken, sie für Diskriminierungen zu sensibilisieren und zu ihrem Diversity-Kompetenzaufbau beizutragen.

Hintergrund

Diskriminierungen sind heute in allen Lebensbereichen Realität – ob im Arbeitsleben, im Bildungs- oder im Wohnungssektor. Zu Gerichtsverfahren kommt es jedoch selten. Erforderlich für einen stärkeren Rechtsschutz gegen Diskriminierung sind eine Öffnung von Justiz und Anwaltschaft für die Vielfalt der Gesellschaft sowie die umfassende Rechtskenntnis zu menschenrechtsbasiertem Diskriminierungsschutz. Allerdings sind bislang in der Anwaltschaft das Bewusstsein für Diversity und die Kenntnisse zu international verbürgten Rechten und Verfahren schwach ausgeprägt.

Methoden und Zielgruppen

Das praxisnahe Fortbildungs- und Informationsangebot des Projekts umfasste unter anderem Fachanwalts-Seminare, Diversity-Trainings für die allgemeine Anwaltschaft und Schulungen für Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare. Im Fokus der juristischen Bildungsangebote standen insbesondere der menschenrechtsbasierte Diskriminierungsschutz auf nationaler Ebene und die Nutzung internationaler menschenrechtlicher Gerichts- und Beschwerdeverfahren etwa zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte oder zu den UN-Fachausschüssen. Für die Anwaltspraxis wurde darüber hinaus die Publikationsreihe "Handreichungen" entwickelt (siehe weiter unten "Publikationen"). Ausgerichtet wurden ferner Fachtage zum Austausch und zur Vernetzung von Anwaltschaft und Antidiskriminierungsverbänden.

Zielgruppen waren die Fachanwaltschaft im Arbeits- und im Sozialrecht, die allgemeine Anwaltschaft - sowohl Einzelanwältinnen und -anwälte als auch Angestellte oder Partnerinnen und Partner mittelständischer Sozietäten und Großkanzleien - sowie Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare.

Die Fortbildungen wurden bundesweit und in Kooperation mit verschiedenen juristischen Bildungsträgern angeboten und werden unter anderem vom Deutschen Anwaltsinstitut (DAI) auch nach Projektende weitergeführt.

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms XENOS - Integration und Vielfalt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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Kontakt Petra Follmar-Otto

Dr. Petra Follmar-Otto
Leiterin der Abteilung Menschenrechtspolitik Inland/Europa
Tel.: 030 25 93 59 - 27
E-Mail: follmar(at)institut-fuer-menschenrechte.de