Rechte von Menschen bei einem Polizei-Einsatz

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Rechte von Menschen bei einem Polizei-Einsatz

Titelblatt der Studie. Ein Polizist beugt sich bei einer offenen Autotür in das Polizeiauto
Portrait Eric Töpfer

Wer hat den Text geschrieben?

Eric Töpfer hat den Text geschrieben.
Eric Töpfer arbeitet beim
Deutschen Institut für Menschen-Rechte.
Er hat Politik studiert.
Der Text in Leichter Sprache ist eine Zusammen-Fassung
von einem Text in schwerer Sprache.
Das AWO Büro Leichte Sprache in Berlin hat
die Zusammen-Fassung in Leichter Sprache geschrieben und geprüft.

Zwei gezeichnete Menschen stehen nebeneinander. Es sind eine Polizistin und ein Polizist.

Um was geht es in dem Text?

Manchmal werden Menschen von Polizisten
oder Polizistinnen schlecht behandelt.
Oder sogar verletzt.
Zum Beispiel bei einem Polizei-Einsatz.
Ein Polizei-Einsatz sorgt für Ordnung und Sicherheit.
Dieser Text erklärt,
welche Rechte Menschen bei einem Polizei-Einsatz haben.
Und wie man die Rechte besser schützen kann.

Es ist eine gezeichnete Pistole dargestellt.
Zwei gezeichnete Menschen prügeln sich. Einer sitzt auf dem anderen und holt zum Schlag aus.
Ein gezeichneter Mensch schlägt einem anderen mit der Faust ins Gesicht. Faus
 

Probleme bei der Arbeit von Polizisten
Die Arbeit von Polizisten und Polizistinnen ist schwierig.
Manchmal gibt es gefährliche Situationen.
Zum Beispiel:
Wenn jemand eine Waffe hat.
Und andere Menschen damit bedroht.
Dann darf ein Polizist oder eine Polizistin
Gewalt anwenden.
Das bedeutet:
Der Polizist darf Menschen lange festhalten.
Oder ihnen vielleicht auch wehtun.
Der Polizist muss sich
und andere Menschen schützen.
Polizisten und Polizistinnen dürfen Gewalt anwenden,
wenn jemand in Gefahr ist.

Ein gezeichneter Globus ist dargestellt

Ein Polizist tut einem wehrlosen Menschen weh.
Zum Beispiel schlägt der Polizist einen Menschen.
Das nennt man Misshandlung
Misshandlung ist verboten.
Niemand darf wehrlosen Menschen Gewalt antun.
Das ist ein wichtiges Menschen-Recht auf der ganzen Welt.
Alle Menschen sollen gleich behandelt werden.

Manchmal werden Menschen von Polizisten schlecht behandelt.
Zum Beispiel:
ƒ
- Menschen mit einer anderen Haut-Farbe.
ƒ
- Menschen aus einem anderen Land.
ƒ
- Menschen mit einer anderen Religion.
ƒ
- Oder Menschen mit einer Behinderung.

Ein gezeichnetes Amtsgebäude ist dargestellt.

Polizisten und Polizistinnen dürfen Menschen nicht schlecht behandeln.
Sie müssen alle Menschen gleich behandeln.
Menschen sollen zu einer Beschwerde-Stelle gehen,
wenn sie von einem Polizisten schlecht behandelt wurden.
In Deutschland gibt es noch keine Beschwerde-Stelle.
Im Moment kann man sich bei diesen Stellen beschweren:
ƒ
- Bei der Polizei.
ƒ
- Bei der Staats-Anwaltschaft.
ƒ
- Oder beim Amts-Gericht.
Man kann dort eine Anzeige machen.

Neun gezeichnete Menschen sitzen an einem Besprechungstisch. Vier Personen heben die Hand um über etwas abzustimmen.

Es gibt Beschwerde-Stellen in vielen Ländern.
Einige Menschen in Deutschland wollen keine
Beschwerde-Stellen.
Sie sagen: Die Polizei arbeitet gut.
Und prüft die Beschwerden gut.
Man braucht keine Beschwerde-Stelle.

Drei gezeichnete Menschen stehen hinter Rednerpulten.

Auch die Politik spricht über die Beschwerde-Stellen.
Früher wollten nur wenige Politiker und Politikerinnen
eine Beschwerde-Stelle.
Heute wollen mehr Politiker eine Beschwerde-Stelle.
Das Deutsche Institut für Menschen-Rechte will,
dass es eine Beschwerde-Stelle gibt.

Es gibt Gruppen,
die sich für die Menschen-Rechte einsetzen.
Zum Beispiel
Bürger-Rechts-Vereine
Diese Vereine sagen:
Es soll eine Beschwerde-Stelle in Deutschland geben.
Damit niemand schlecht von der Polizei behandelt wird.

Das ist wichtig,
damit eine Beschwerde-Stelle gut arbeiten kann:

In der Beschwerde-Stelle kann man sagen,
was genau passiert ist.
Eine Person prüft die Beschwerden.
Diese Person arbeitet nicht bei der Polizei.
Dann kann die Polizei nicht mitbestimmen.
Damit alle gerecht behandelt werden.

Eine gezeichnete Hand hält einen Stift und schreibt auf ein Blatt Papier.

Eine Beschwerde-Stelle soll eine Beschwerde gut prüfen.
Ein Polizist oder eine Polizistin hat einen Menschen
schlecht behandelt.

Zum Beispiel: Wenn man wegen einer Behinderung schlechter behandelt wurde. Oder wegen einer anderen Haut-Farbe beleidigt wurde.

Der Mensch beschwert sich über den Polizisten.
Die Beschwerde muss lange geprüft werden.
Man braucht dafür genug Mitarbeiter und Geld.
Darum prüft die Beschwerde-Stelle
eine Beschwerde ganz genau.
Zum Beispiel:
Wenn man wegen einer Behinderung schlechter behandelt wurde.
Oder wegen einer anderen Haut-Farbe beleidigt wurde.

Ein gezeichnetes Stopschild ist dargestellt.
Zwei gezeichnete Polizisten sind zu sehen.

In der Beschwerde-Stelle sollen keine Polizisten arbeiten.
Die Polizei darf nicht mitbestimmen,
wenn es eine Beschwerde gibt.
Alle Beschwerden werden gleich behandelt.
Das bedeutet:
Die Beschwerde-Stelle arbeitet selbständig und gut.

Eine gezeichnete Person fährt im Rollstuhl über eine Rampe.

Alle Menschen sollen zur Beschwerde-Stelle gehen können.
Die Beschwerde-Stelle soll barriere-frei sein.
Zum Beispiel:
Für Menschen mit Roll-Stuhl soll es eine Rampe geben.
Oder einen Fahr-Stuhl.
Man soll Infos über die Beschwerde-Stelle bekommen.
Zum Beispiel in Leichter Sprache.
Und in anderen Sprachen.

Zwei gezeichnete Menschen unterhalten sich miteinander.

Wie soll man sich beschweren?
Man kann den Mitarbeitern die Beschwerde erzählen.
Man kann auch einen Zeugen mitbringen.
Ein Zeuge oder eine Zeugin hat gesehen,
wie jemand schlecht behandelt wurde.
Man kann auch einen Freund mitbringen.
Die Mitarbeiter prüfen dann die Beschwerde.

Ein gezeichneter Ordner für Akten ist dargestellt.

Was darf die Beschwerde-Stelle tun?
Die Beschwerde-Stelle darf Akten von dem Polizisten ansehen.
Oder von den Menschen, die sich beschwert haben.
In den Akten stehen meist wichtige Dinge über einen Menschen.
Diese Dinge sind geheim.

Eine gezeichnete Frau hält sich ein Telefon ans Ohr und spricht.

Die Beschwerde-Stelle darf andere Menschen befragen.
Die Mitarbeiter von einer Beschwerde-Stelle dürfen zur Polizei gehen.
Und dort die Räume anschauen.
Die Polizei und andere Behörden müssen die
Beschwerde-Stelle unterstützen.

Was soll nach einer Beschwerde passieren?
Manche Menschen beschweren sich über einen Polizisten.
Sie wollen aber nicht,
dass der Polizist oder die Polizistin bestraft wird.
Der Polizist soll sich entschuldigen.
Oder er soll lernen,
wie man Menschen mit Behinderungen behandelt.
Oder Menschen aus anderen Ländern.

Eine gezeichente Hand hält einen Stift und schreibt auf ein Blatt Papier.

Die Beschwerde-Stelle soll aufschreiben,
was sie gemacht hat.
Alle können dann sehen,
was die Beschwerde-Stelle gemacht hat.

Von wem ist der Text:

Deutsches Institut für Menschen-Rechte
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin
Telefon-Nummer: 030 25 93 59 – 0
Fax-Nummer: 030 25 93 59 – 59
E-Mail:
info@institut-fuer-menschenrechte.de
Internet-Seite:
www.institut-fuer-menschenrechte.de
Auf dieser Internet-Seite finden Sie Informationen in Leichter Sprache.

Von wem sind die Bilder?
Das Titel-Bild ist von Paul-Georg Meister
(© Paul-Georg Meister_pixelio.de).
Das Foto von Eric Töpfer hat Amélie Loisier gemacht.
Die Zeichnungen sind von:
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V.,
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

Wer hat den Text gestaltet?
Die Firma Da-TeX aus Leipzig.

Wann ist der Text erschienen?
Im März 2015.

ISBN 978-3-945139-62-2 (PDF)
© 2015 Deutsches Institut für Menschenrechte
Alle Rechte vorbehalten.

Deutsches Institut für Menschenrechte
Zimmerstr. 26/27
10969 Berlin
Telefon: 030 25 93 59–0
Fax: 030 25 93 59–59
E-Mail: info(at)institut-fuer-menschenrechte.de
www.institut-fuer-menschenrechte.de

Ein Polizist steigt in ein Polizeiauto ein.

Texte in Leichter Sprache
10 Seiten
März 2015
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