Pressemitteilung: Deutsches Institut für Menschenrechte fordert wirksame Umsetzung der EU-Sanktionsrichtlinie und Stärkung der Rechte der Betroffenen von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung

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Pressemitteilung: Deutsches Institut für Menschenrechte fordert wirksame Umsetzung der EU-Sanktionsrichtlinie und Stärkung der Rechte der Betroffenen von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung

Berlin - Anlässlich des Internationalen Tags der Abschaffung der Sklaverei am 2. Dezember kritisiert das Deutsche Institut für Menschenrechte den Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums zur Umsetzung der EU-Sanktionsrichtlinie. "Durch den Entwurf werden die entscheidenden Hürden nicht abgebaut, die von Arbeitsausbeutung betroffene Migrantinnen und Migranten daran hindern, ihre Lohnansprüche in Deutschland durchzusetzen", erklärte Heike Rabe, Projektkoordinatorin "Zwangsarbeit heute: Betroffene von Menschenhandel stärken". Der Gesetzentwurf müsse nachgebessert werden. "Die Arbeitsgerichte sollten von der Übermittlungspflicht an die Ausländerbehörden ausgenommen und befristete Aufenthaltsrechte für Betroffene in Deutschland ermöglicht werden. Nur so können sie ihre Lohn- und Entschädigungsansprüche gegen die Ausbeuter durchsetzen", so Rabe. Zudem müssten Verbesserungen für alle von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung Betroffenen gelten, unabhängig davon, ob diese in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität oder unter dem Deckmantel legaler Arbeitsverhältnisse ausgebeutet werden.

Das Projekt "Zwangsarbeit heute: Betroffene von Menschenhandel stärken" unterstützt Opfer von Menschenhandel und schweren Formen von Arbeitsausbeutung bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche auf Lohn und Entschädigung. Das Projekt wird seit Juni 2009 vom Deutschen Institut für Menschenrechte in Kooperation mit der Stiftung EVZ durchgeführt. "Mit diesem innovativen Projekt will die Stiftung EVZ den Betroffenen von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung helfen, Gerechtigkeit zu erlangen und ihre legitimen Ansprüche gegenüber den Tätern durchzusetzen. Wir müssen die Opfer stärken. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz ihrer Menschenrechte", erklärte der Programmbereichsleiter der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, Dr. Ralf Possekel.

Die Position des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
aktuell 01/2010: EU-Richtlinienumsetzungspaket 2010: Chancen zur Stärkung der Betroffenen von Menschenhandel und schwerer Ausbeutung nicht verpassen!

Informationen zum Projekt "Zwangsarbeit heute: Betroffene von Menschenhandel stärken"

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Online-Recherche-Tool: Menschenhandel/ Moderne Sklaverei/ Zwangsarbeit heute in Deutschland (November 2010)

Pressekontakt:
Bettina Hildebrand
Deutsches Institut für Menschenrechte, Pressesprecherin
Telefon: 030 25 93 59 – 14
Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand(at)institut-fuer-menschenrechte.de

Franka Kühn
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", Pressesprecherin
Telefon: 030 25 92 97 - 76
E-Mail: kuehn(at)stiftung-evz.de