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Newsletter Oktober 2012
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Inhalt

Bundeslandwirtschaftsministerin verleiht "Professor-Niklas-Medaille" an Michael Windfuhr

Michael Windfuhr © DIMR/A. Losier

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat den stellvertretenden Direktor des Deutschen Institutes für Menschenrechte und Experten für das Recht auf Nahrung, Michael Windfuhr, mit der höchsten Auszeichnung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gewürdigt. Bei der Verleihung der "Professor-Niklas-Medaille" am 10. Oktober in Berlin sagte Aigner: "Die im Mai verabschiedeten Freiwilligen Leitlinien zur verantwortungsvollen Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern sind ein Meilenstein der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Dass diese langwierigen Verhandlungen so erfolgreich abgeschlossen werden konnten, ist das große Verdienst nicht zuletzt von Michael Windfuhr. Mit viel Ausdauer und diplomatischem Geschick ist es ihm in entscheidenden Momenten immer wieder gelungen, die schwierigen Verhandlungen voranzubringen. Dieser Einsatz gegen den Hunger in der Welt verdient hohe Anerkennung."

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Einladung: Infoabend "Anwaltschaft für Menschenrechte und Vielfalt", 23. Oktober 2012, Berlin

Am 23. Oktober 2012 veranstaltet das Deutsche Institut für Menschenrechte einen Informationsabend zum Projekt "Anwaltschaft für Menschenrechte und Vielfalt". In Kooperation mit etablierten Bildungsträgern entwickelt und bietet das Projekt Informations- und Fortbildungsmodule zur Anwendbarkeit der Menschenrechte in behördlichen und gerichtlichen Verfahren. Damit schließt das Institut eine Lücke: Denn Menschenrechte, menschenrechtsbasierter Diskriminierungsschutz und menschenrechtliche Verfahren sind bislang kaum Gegenstand der juristischen Ausbildung, weder im Studium noch während des Referendariats. Auch in der Anwaltsfortbildung spielen Menschenrechte kaum eine Rolle. Dies, obwohl die Berufung auf einschlägige internationale oder europäische Menschenrechtsabkommen für eine erfolgreiche Rechtsdurchsetzung ausschlaggebend sein kann.

Weitere Informationen zum Infoabend, Online-Anmeldeformular, Hinweise zur Barrierefreiheit

Einladung: "Arbeitsausbeutung und Menschenhandel – Handlungsmöglichkeiten für die Migrations- und Flüchtlingsberatung", 6. November 2012, Frankfurt/Main

Das Projekt "Zwangsarbeit heute" am im Deutschen Institut für Menschenrechte lädt gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen zur vierten regionalen Fortbildung zum Thema Arbeitsausbeutung und Menschenhandel für Flüchtlings- und Migrationsberatungsstellen ein. Arbeitsausbeutung und Menschenhandel sind auch in Deutschland in vielen Branchen Realität. Zum Beispiel in der Pflege, im Haushalt, der Gastronomie, auf dem Bau oder in der Prostitution. Die Betroffenen leisten schwere Arbeit und ihnen steht dafür die Zahlung von Lohn zu. Viele von ihnen sind Migrantinnen und Migranten. Ziele der Veranstaltungsreihe sind die Information über Formen von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel, die Rechte der Betroffenen und deren Durchsetzung sowie die Vorstellung der Handlungsmöglichkeiten. Die Fortbildung richtet sich an Beraterinnen und Berater aus der Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie Wohnungslosenhilfe und soll dazu dienen, die regionale Vernetzung mit anderen Akteuren zu unterstützen.

Weitere Informationen zur Fortbildung und Online-Anmeldeformular

Bundestagswahl 2013: Monitoring-Stelle fordert Wahlrecht für alle Menschen mit Behinderungen

Dr. Valentin Aichele © DIMR/Sonnenberg

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention im Deutschen Institut für Menschenrechte ruft den Gesetzgeber auf, bei der anstehenden Wahlrechtsreform zwei Gruppen von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen, denen bisher das aktive und passive Wahlrecht versagt wird. "Behinderte Menschen dürfen in einem Rechtsstaat von einem so wesentlichen politischen Vorgang wie einer Bundestagswahl nicht ausgeschlossen werden", kritisierte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle, die geltenden Bestimmungen. Das Wahlrecht wird bislang Menschen verweigert, für die eine Betreuung in allen Angelegenheiten angeordnet wurde, oder die im Rahmen eines Maßregelvollzugs in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind.

Pressemitteilung zu diesem Thema

aktuell 05/2012: Deutschland braucht endlich ein inklusives Wahlrecht

UPR Deutschland 2013: Institut reicht eigenen Bericht ein

Im Mai 2013 findet zum zweiten Mal im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eine Überprüfung Deutschlands im UPR (Universal Periodic Review) statt. Als Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands beteiligt sich das Deutsche Institut für Menschenrechte mit einem eigenen Bericht zur Menschenrechtssituation in Deutschland am UPR- Verfahren.

Bericht des Instituts im Rahmen der zweiten Überprüfung Deutschlands im Universellen Periodischen Überprüfungsverfahren (Universal Periodic Review, UPR) des UN-Menschenrechtsrates 2013 (PDF, 175 KB, nicht barrierefrei)

Empfehlungen des Instituts im Rahmen der zweiten Überprüfung Deutschlands im Universellen Periodischen Überprüfungsverfahren (Universal Periodic Review, UPR) des UN-Menschenrechtsrates 2013 (PDF, 133 KB, nicht barrierefrei)

Weitere Infos zum UPR Deutschland 2013

Zudem wendet sich das Institut mit dem aktuell: "Deutschland im Universal Periodic Review (UPR) – Von der Pflicht zur Kür. Empfehlungen an den Deutschen Bundestag" von Petra Follmar-Otto, Leiterin der Abteilung Menschenrechtspolitik Inland/Europa, speziell an Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Das Papier informiert über den Ablauf des Verfahrens und macht Vorschläge, wie die parlamentarische Gestaltungs- und Kontrollfunktion in allen Phasen des UPR-Verfahrens gestärkt werden kann. So wird beipielsweise empfohlen, dass Deutschland seine UPR-Überprüfung außen- und innenpolitisch als menschenrechtspolitisches Gestaltungsinstrument nutzen sollte. Der Bundestag solle dies vorantreiben, indem er sich aktiv in alle Phasen des Verfahrens einbringt.

aktuell: "Deutschland im Universal Periodic Review (UPR) – Von der Pflicht zur Kür. Empfehlungen an den Deutschen Bundestag"

Institut bekräftigt absolute Geltung des Folter- und Misshandlungsverbots

Prof. Dr. Beate Rudolf © DIMR/S. Pietschmann

Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) hat am 10. Oktober in zweiter Instanz entschieden, dass das Land Hessen wegen einer Folterandrohung im Polizeiverhör eine Entschädigung von 3.000 Euro an Magnus Gäfgen zahlen muss. Gäfgen hatte 2002 einen elfjährigen Bankierssohn entführt und ermordet. Nach seiner Festnahme wurde Gäfgen in einem Verhör Gewalt angedroht, um ihn zur Preisgabe des Verstecks des Kindes zu bewegen und dessen Leben zu retten. Anlässlich der Entscheidung des OLG hat das Deutsche Institut für Menschenrechte auf die absolute Geltung des Folter- und Misshandlungsverbots auch in tragischen Konfliktfällen und Notstandssituationen hingewiesen. "Auch derjenige, der eine schwerste Straftat begangen hat, bleibt Träger der unantastbaren Menschenwürde", erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Instituts. Das Verbot von Folter und grausamer und unmenschlicher Behandlung gelte ausnahmslos. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Androhung von Folter als nach Art. 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention verbotene unmenschliche Behandlung bewertet und festgestellt, dass dieses Vorgehen wegen der absoluten Geltung des Folterverbots auch nicht mit dem Ziel, das Leben des entführten Jungen zu retten, gerechtfertigt werden konnte. Auch die Bundesregierung hatte in ihrem Vortrag im Verfahren (ebenso wie das mit dem "Fall Daschner" befasste deutsche Strafgericht) anerkannt, dass das Handeln der Polizei als staatlichem Organ das Folter- und Misshandlungsverbot aus der Konvention verletzte.

Meldung zur Ausstrahlung des TV-Films "Der Fall Jakob von Metzler"

Institut beim Interparlamentarischen Treffen zum EU-Datenschutzreformpaket in Brüssel

Eric Töpfer © DIMR/Scheffer

Abgeordnete des Europaparlamentes und nationaler Volksvertretungen kamen am 9. und 10. Oktober 2012 in Brüssel zusammen, um auf einem Interparlamentarischen Treffen der Innen- und Justizausschüsse das Datenschutzreformpaket der EU-Kommission zu beraten. Auf Einladung des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) des Europaparlamentes diskutierten die Abgeordneten mit Expertinnen und Experten aus EU-Ländern und den USA die Vorschläge für eine Datenschutz-Grundverordnung und eine Richtlinie für den Datenschutz im Bereich Polizei und Strafverfolgung. Eric Töpfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Menschenrechte, wirkte als Podiumsteilnehmer in der Session "Police Data Sharing and Access to Private Data Bases" mit. Er begrüßte die Stoßrichtung des Richtlinienvorschlages, künftig auch die polizeiliche Datenverarbeitung innerhalb der Mitgliedstaaten zu regulieren, mahnte aber eine Stärkung von Betroffenenrechten und Vorschriften für die Nutzung privater Daten durch die Polizei an.

Meldung zum Treffen, mit Links auf Videos und Hintergrunddokumente auf der Website des Europäischen Parlaments (Englisch)

Informationen zum Treffen auf der Website des Europäischen Parlaments (Englisch)

Video-Mitschnitt des Treffens

Institut fordert verbesserten Schutz der Menschenrechte Älterer

Anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen am 1. Oktober hat das Deutsche Institut für Menschenrechte seine Forderung erneuert, den Menschenrechtsschutz der Älteren zu verbessern. "Es sollte speziell auf Ältere zugeschnittene Rechte und Rechtsdurchsetzungsmöglichkeiten geben", erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Instituts. Ältere Menschen würden vielfach aufgrund ihres Alters diskriminiert und in ihrer Autonomie, speziell in der Pflege, eingeschränkt. Auch Altersarmut sei ein Phänomen, mit dem sich die Bundesregierung verstärkt befassen müsse. "Es gibt bisher keine menschenrechtsbasierten altersgerechten Konzepte", so Rudolf. Nur die Verstärkung des menschenrechtlichen Schutzes speziell für ältere Menschen sichere dieser vielfältigen Gruppe ihre Rechte.

Pressemitteilung zu diesem Thema

Monitoring-Stelle fordert Verankerung von Barrierefreiheit in der neuen Musterbauordnung

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention im Deutschen Institut für Menschenrechte hat die Bauministerkonferenz aufgefordert, Standards der Barrierefreiheit künftig in baurechtliche Genehmigungsverfahren für öffentliche als auch für private Bauvorhaben grundsätzlich zu verankern. "Die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen beim Zugang und bei der Nutzung von Gebäuden werden in den Bauordnungen zu wenig systematisch berücksichtigt", kritisierte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle. "Drei Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ist es an der Zeit, Bauwerke für alle Menschen zugänglich zu machen", forderte Aichele anlässlich der Bauministerkonferenz am 20. und 21. September in Saarbrücken. Dort trafen sich die für Städtebau, Bau- und Wohnungswesen zuständigen Minister und Senatoren der Bundesländer unter Beteiligung des Bundes und überarbeiteten unter anderem die Musterbauordnung, die als Orientierungsrahmen für die Bauordnungen sämtlicher Länder dient.

Pressemitteilung zu diesem Thema

Der UN-Sicherheitsrat und der Schutz der Menschenrechte - Institut veröffentlicht neuen Essay

Dr. Wolfgang S. Heinz © DIMR/S. Pietschmann

Bis Ende September hatte Deutschland den Vorsitz im Weltsicherheitsrat inne. Das mächtigste UN-Gremium hat den Auftrag, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren. Als nicht-ständiges Mitglied, das Ende dieses Jahres wieder aus dem Sicherheitsrat ausscheiden wird, wollte Deutschland die 30 Tage der Präsidentschaft nutzen, um eigene Akzente zu setzen. So macht sich Deutschland unter anderem stark für eine Reform des Sicherheitsrates. Wolfgang S. Heinz, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts, und Peter Litschke beleuchte in einem aktuellen Essay die Aufgaben des Gremiums, seine Handlungskompetenz und die damit verbundenen Chancen und Grenzen. Im Mittelpunkt der Publikation steht dabei die zunehmende Bedeutung der Menschenrechte in der Arbeit des Sicherheitsrates, der selbst keine Instanz des UN-Menschenrechtsschutzes ist, sondern die großen sicherheitspolitischen Fragen bearbeitet (unter anderen Nuklearwaffen, Regional- und Länderkonflikte).

Gesamten Bericht lesen

Essay No. 13: Der UN-Sicherheitsrat und der Schutz der Menschenrechte - Chancen, Blockaden und Zielkonflikte

Rückblick Berliner Menschenrechtstag: "Eigentlich will ich maxi-inklusiv sein"

Patricia Carl © DIMR/P. Hahn

Unter den mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 1. Berliner Menschenrechtstages am 27. September war auch Patricia Carl vom Verband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien (BKMF). Der Tag stand unter dem Motto "Selbstverständlich miteinander?! Deutschland auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft". Wir haben Patricia Carl durch die Veranstaltung des Deutschen Instituts für Menschenrechte begleitet, um zu erfahren, was Inklusion für sie bedeutet.

Bericht lesen

Foto-Galerie zum Berliner Menschenrechtstag

Video-Mitschnitte vom Berliner Menschenrechtstag

Interview mit Beate Rudolf zum Thema Inklusion

Weitere Interviews zu Inklusion und Exklusion

Rückblick: Diskussionsveranstaltung zu Barrieren beim Zugang zum Recht und die besondere Rolle der Anwaltschaft beim Schutz vor Diskriminierung

v. l.: Serdar Yazar, Ulf D. Schwarz, Aliyeh Yegane Arani, Dr. Klaus Bertelsmann und Lydia Nofal © DIMR/Carega

Jeder Mensch sollte seine Rechte kennen und in der Lage sein, sie durchzusetzen. Doch der Zugang zum Recht bleibt vielen Menschen, die Diskriminierung erfahren, aus ganz unterschiedlichen Gründen versperrt. Dies zeigte die Auftaktveranstaltung des Projekts "Anwaltschaft für Menschenrechte und Vielfalt" am 12. September im Deutschen Institut für Menschenrechte, die sich insbesondere an Verbände und Selbstorganisationen richtete. Nach einem Vortrag von Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin des Instituts, tauschten sich auf dem Podium eine Expertin und drei Experten miteinander aus: Vor einem rund 60-köpfigen Publikum diskutierten Lydia Nofal vom Verein Inssan, der Politik- und Sozialwissenschaftler Serdar Yazar, Ulf D. Schwarz vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) und der Hamburger Rechtsanwalt Klaus Bertelsmann über die verschiedenen Barrieren beim Zugang zum Recht.

Ausführlicher Bericht zum Thema

Rückblick: Seminar des Instituts an der Führungsakademie der Bundeswehr zu Menschenrechten bei UN-Friedensoperationen

Anfang September fand an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg die jährliche Simulationsübung zu UN-Friedensoperationen statt. Wolfgang S. Heinz, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Menschenrechte, leitete vom 3. bis 6. September ein Seminar zum Thema "Human Rights and Peace Building". Themen waren: der UN-Menschenrechtsschutz, Schutz von Zivilisten, Menschenrechts-Berichterstattung in UN-Friedensmissionen, Frauen in Friedensprozessen, Verfahren bei Beschuldigungen zu Übergriffen von UN-Personal sowie Beschwerdemöglichkeiten der örtlichen Bevölkerung. Das Deutsche Institut für Menschenrechte beteiligt sich seit fünf Jahren an diesem Kurs.

Essay No. 13: Der UN-Sicherheitsrat und der Schutz der Menschenrechte - Chancen, Blockaden und Zielkonflikte

Essay No. 10: UN-Friedensoperationen und Menschenrechte

Ehemalige stellvertretende Direktorin des Instituts zum Mitglied des Verwaltungsrats der FRA ernannt

Frauke Seidensticker © DIMR/S. Pietschmann

Frauke Seidensticker, die ehemalige stellvertretende Direktorin des Instituts, wurde zum Mitglied des Verwaltungsrats der Europäischen Grundrechte-Agentur (FRA) ernannt und in deren Exekutivausschuss gewählt. Der Verwaltungsrat ist die Planungs- und Überwachungsinstanz der FRA. Seine Mitglieder müssen unabhängige Persönlichkeiten sein. Der Exekutivausschuss unterstützt und berät den Direktor der FRA. Das Institut begrüßt es, dass mit Frauke Seidensticker eine Persönlichkeit berufen wurde, die eine ausgewiesene Menschenrechts-Expertin ist und über langjährige Erfahrungen in der Leitung einer Nationalen Menschenrechtsinstitution und von Nichtregierungsorganisationen im Menschenrechtsbereich verfügt. Dies stärkt die Verbindung zwischen der FRA und Nationalen Menschenrechtsinstitutionen, wie es im Gründungsdokument der FRA vorgesehen ist.

Website der FRA 

Pressemeldung der FRA zum Thema

FRA-Verordnung (PDF, 104 KB, nicht barrierefrei)

Neue Publikationen

aktuell 06/2012: Deutschland im Universal Periodic Review (UPR) – Von der Pflicht zur Kür

Im Mai 2013 findet zum zweiten Mal im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eine Überprüfung Deutschlands im UPR (Universal Periodic Review) statt. Deutschland sollte seine UPR-Überprüfung außen- und innenpolitisch als menschenrechtspolitisches Gestaltungsinstrument nutzen. Dies kann der Bundestag vorantreiben, indem er sich aktiv in alle Phasen des Verfahrens einbringt. Mit dem aktuell "Deutschland im Universal Periodic Review (UPR) – Von der Pflicht zur Kür. Empfehlungen an den Deutschen Bundestag" von Petra Follmar-Otto wendet sich das Institut an Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Das Papier informiert über den Ablauf des Verfahrens und macht Vorschläge, wie die parlamentarische Gestaltungs- und Kontrollfunktion in allen Phasen des UPR-Verfahrens gestärkt werden kann.

Zum aktuell 06/2012

Beschwerde an die Kommission der Europäischen Gemeinschaften wegen Nichtbeachtung des Gemeinschaftsrechts

Im November 2011 hat die Bundesregierung die "Richtlinie 2009/52/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2009 über Mindeststandards für Sanktionen und Maßnahmen gegen Arbeitgeber, die Drittstaatsangehörige ohne rechtmäßigen Aufenthalt beschäftigen" (sogenannte Sanktionsrichtlinie) mit dem "Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union und zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an den EU-Visakodex" umgesetzt. Das Institut ist der Auffassung, dass die Umsetzung gegen Unionsrecht verstößt und hat daher bei der EU-Kommission eine Überprüfung der Umsetzung angeregt.

Zur Beschwerde

aktuell 05/2012: Deutschland braucht endlich ein inklusives Wahlrecht

Die politische Teilhabe von Menschen mit geistigen Behinderungen betreffend, hinkt Deutschland im europäischen Vergleich hinterher. So sind behinderte Menschen von Gesetzes wegen vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossen, wenn bei ihnen eine Betreuung in allen Angelegenheiten angeordnet wurde, oder wenn sie im Rahmen eines Maßregelvollzugs in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind.

Zum aktuell 05/2012

Essay No. 13: Der UN-Sicherheitsrat und der Schutz der Menschenrechte - Chancen, Blockaden und Zielkonflikte

In der Arbeit des UN-Sicherheitsrates gewinnen die Menschenrechte zunehmend an Bedeutung. So versucht der Sicherheitsrat in thematischen Resolutionen, den Schutz der Menschenrechte zu verbessern und behandelt verstärkt Ländersituationen, wie am Beispiel des Arabischen Frühlings gezeigt wird. Der Essay geht insbesondere auf die Entscheidungsprozesse und die politischen und rechtlichen Beurteilungsmaßstäbe ein und richtet besonderes Augenmerk auf die deutsche Rolle im Sicherheitsrat. Er untersucht das Zusammenspiel von Sicherheitsrat und anderen UN-Menschenrechtsorganen sowie die Beteiligungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft und entwickelt Empfehlungen für die künftige UN-Politik.

Zum Essay No. 13

Positionen Nr. 7: "Systematische 'Enthinderung': UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet zum Barriereabbau" (auch in Leichter Sprache)

Alle Bereiche der Gesellschaft sollen für Menschen mit Behinderungen zugänglich sein. In Deutschland ist man weit davon entfernt. Der Staat ist dazu verpflichtet, die zahlreichen noch bestehenden Barrieren zu beseitigen und das Entstehen neuer Barrieren zu verhindern. Auch auf den Privatsektor muss eingewirkt werden; das gehört zu den Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention.

Zu Positionen Nr. 7

Artikelreihe "Menschenrechte" im Anwaltsblatt

Prof. Dr. Beate Rudolf: Diskriminierung wegen des Geschlechts ist mehr als Ungleichbehandlung - Potentiale der UN-Frauenrechtskonvention in der anwaltlichen Praxis

Frauen und Männer haben gleiche Rechte. Was so selbstverständlich klingt, ist nicht immer Wirklichkeit, wenn Behörden handeln oder Gerichte entscheiden. Das erfahren vor allem Frauen. Die UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) will tatsächlich und rechtlich abhelfen. Ihr breites Verständnis von Diskriminierung ist bei der Auslegung des grundgesetzlichen Verbots der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts heranzuziehen. Es sichert Freiheit und wirksamen Rechtsschutz für Frauen in allen Lebensbereichen, etwa auch im Strafrecht, im Verwaltungsrecht und im Sozialrecht. Ihre innovativen Konzepte machen CEDAW zu einem wichtigen Instrument der effektiven anwaltlichen Vertretung von Frauen.

Zum Artikel im Anwaltsblatt

European Yearbook on Human Rights 2012
Indem es Schlüsselentwicklungen der Menschenrechte in Europa und in der ganzen Welt definiert und diskutiert, führt die vierte Ausgabe des "European Yearbook on Human Rights" 28 Beiträge von renommierten Menschenrechts-Experten zusammen, die Überblick und Analyse bieten. Das englischsprachige Jahrbuch beinhaltet umfassende Abschnitte zu Entwicklungen auf dem Gebiet der drei Hauptorganisationen, die für die Sicherung der Menschenrechte in Europa verantwortlich sind: EU, Europarat und OSCE. Ein weiteres Kapitel bietet Beiträge zur Rolle der Zivilgesellschaft beim Schutz der Menschenrechte und zu übergreifenden Themen.

Zum European Yearbook on Human Rights

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In unserem Pressespiegel finden Sie Berichte über das Deutsche Institut für Menschenrechte sowie Interviews und Berichte, in denen Instituts-Mitarbeitende zitiert werden.

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Herausgeber:
Deutsches Institut für Menschenrechte, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Zimmerstr. 26/27 10969 Berlin

Website: www.institut-fuer-menschenrechte.de

V. i. S. d. P.:
Bettina Hildebrand, E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de

Redaktion:
Ingrid Scheffer, E-Mail: scheffer@institut-fuer-menschenrechte.de

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Das Deutsche Institut für Menschenrechte übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte externer Websites, auf die vom Newsletter oder von der Website des Instituts aus verlinkt wird. Ihre Daten behandeln wir vertraulich. Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben.

ISSN: 1867-4453 

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