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Newsletter April 2012
Headerbild Deutsches Institut fuer Menschenrechte

Inhalt

Einladung: Vortrag mit Diskussion "Ältere Menschen haben Rechte!", 24. April 2012, Berlin

Dr. Claudia Mahler © DIMR/S. Pietschmann

Ob bei der Arbeitssuche, beim Abschluss einer Versicherung, im Pflegefall oder beim Arztbesuch: Jeder fünfte Mensch in Deutschland hat laut einer repräsentativen Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes bereits Situationen erlebt, in denen er wegen seines Alters benachteiligt wurde. Dabei verstoßen willkürliche Benachteiligungen wegen des Lebensalters gegen die Menschenrechte und gegen geltendes deutsches Recht. Auch international wird derzeit viel darüber nachgedacht, wie die Rechte älterer Menschen besser geschützt werden können. Wie können Verletzungen der Rechte älterer Menschen verhindert werden? Muss es eine eigene UN-Konvention für die Rechte Älterer geben? Oder einen UN-Sonderberichterstatter für die Rechte Älterer? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der das Deutsche Institut für Menschenrechte Sie herzlich einlädt. Die Veranstaltung wird in Gebärdensprache übersetzt.

Anmeldung erbeten: Zum Online-Formular

"Nicht jede ältere Person ist gebrechlich!"
Interview mit Claudia Mahler über die Diskriminierung älterer Personen in Deutschland und zu der Frage, ob eine eigene UN-Konvention geschaffen werden sollte.

Zum Interview

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Einladung: Vortrag und Podiumsdiskussion "Verschwindenlassen als Verstoß gegen die Menschenrechte - (K)ein Problem für Deutschland?", 25. April 2012, 19:00 Uhr, Berlin

Dr. Rainer Huhle © privat

Im Dezember 2010 trat nach drei Jahrzehnten Verhandlung das jüngste Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen in Kraft, die UN-Konvention gegen das gewaltsame Verschwindenlassen. Diese soll den Schutz gegen das Verschwindenlassen stärken, das in vielen Ländern immer noch systematisch praktiziert wird. Die Entdeckung neuer Massengräber, wie beispielsweise in Libyen, oder das unbekannte Schicksal zahlreicher Menschen in Syrien zeigen, wie aktuell und bedeutend dieses Thema ist. Dennoch haben bisher lediglich 91 Staaten die Konvention unterzeichnet und erst 31 haben sie ratifiziert. Deutschland hat die Konvention unterstützt und am 24. September 2009 ratifiziert, bislang jedoch noch keine Erklärung zur Anerkennung der vollständigen Kompetenzen des Ausschusses nach Art. 31 – Behandlung von Individualbeschwerden – der Konvention abgegeben. Was muss getan werden, um die Konvention zu einem möglichst wirkungsvollen Instrument gegen das Verbrechen des gewaltsamen Verschwindenlassens zu machen? Diese und andere Fragen werden in Vortrag und Diskussion erörtert. Die Veranstaltung findet ab 19:00 Uhr in der Landesvertretung Bremen, Berlin, statt.

Anmeldung erbeten: Zum Online-Formular

"Erfreulich ausführlich regelt die Konvention die Rechte der Opfer"
Interview mit Rainer Huhle, deutsches Mitglied im Ausschuss zur UN-Konvention gegen Verschwindenlassen, über seine Aufgaben als Ausschuss-Mitglied und die Besonderheiten der Konvention.

Zum Interview

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Einladung: Conference on Enforced Disappearances, 25. April 2012, 10:00-18:00 Uhr, Berlin

Am 25. April findet in der Landesvertretung Bremen in Berlin eine Fachkonferenz zur UN-Konvention gegen das Verschwindenlassen statt. Veranstalter sind das Deutsche Institut für Menschenrechte, der Fachbereich Rechtswissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und das Nürnberger Menschenrechtszentrum.

Weitere Informationen zur Fachkonferenz

Anmeldung ist erforderlich: Zum Online-Formular

Einladung: Vortrag des UN-Sonderberichterstatters über Religions- und Weltanschauungsfreiheit, 10. Mai 2012, Berlin

Prof. Dr. Heiner Bielefeldt © DIMR

Das Deutsche Institut für Menschenrechte lädt herzlich ein zum Vortrag von Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie UN-Sonderberichterstatter über Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Er wird über das Thema "Ein umkämpftes Menschenrecht: Die Religionsfreiheit im Kontext der Vereinten Nationen" sprechen. Dabei wird er auf sein Mandat, seine Aufgaben und die jüngsten Herausforderungen auf internationaler Ebene eingehen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Institutsreihe "Debatte" statt.
Veranstaltungsort: Jerusalemkirche, Lindenstraße 85, 10969 Berlin.
Für diese Veranstaltung bieten wir auf Nachfrage gerne Gebärdensprachdolmetschen an!

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Anmeldung erbeten: Zum Online-Anmeldeformular

Einladung: Akademie "Nationaler und internationaler Menschenrechtsschutz", 19.-24. August 2012, Blossin

Dr. Claudia Lohrenscheit © DIMR/S. Pietschmann

Das Deutsche Institut für Menschenrechte lädt herzlich ein zur Akademie "Nationaler und internationaler Menschenrechtsschutz". Die Akademie ist ein offenes Bildungsangebot für alle an Menschenrechtsfragen Interessierten und in der Menschenrechtsarbeit engagierten Personen und Organisationen. Ausgehend vom internationalen Menschenrechtschutzsystem der Vereinten Nationen sowie den regionalen Schutzmechanismen in Europa (EU und Europarat) werden Fragestellungen mit Blick auf die Implementierung internationaler Konventionen in nationale Politik diskutiert. Die Menschenrechtsakademie behandelt zudem rechtspolitische sowie rechtsethische und rechtsphilosophische Grundlagen. Neben Vorträgen, Gruppen- und Textarbeiten werden auch kreative und erfahrungsorientierte Methoden der Menschenrechtsbildung genutzt sowie Ressourcen der Menschenrechtsarbeit vorgestellt.

Weitere Informationen zur Akademie und Anmeldung

Save the Date: Berliner Menschenrechtstag, 27. September 2012, Berlin

Das Deutsche Institut für Menschenrechte lädt herzlich ein zum Berliner Menschenrechtstag am 27. September 2012, von 14:00 bis 22:00 Uhr. Veranstaltungsort ist die Jerusalemkirche in der Lindenstraße 85 in Berlin. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich den Termin vormerken! Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf der Website des Instituts, Rubrik Veranstaltungen.

Für Rückfragen/Aufnahme in den Einladungsverteiler:
Tasnim El-Naggar, E-Mail: el-naggar@institut-fuer-menschenrechte.de, Telefon: 030 25 93 59 - 456

20 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

© zoom human rights/F. Ostermann

Vor 20 Jahren, am 5. April 1992, trat das Übereinkommen über die Rechte des Kindes, die sogenannte UN-Kinderrechtskonvention, in Deutschland in Kraft. Mindestens ebenso wichtig wie die Ratifikation der Konvention durch Deutschland vor 20 Jahren war die Rücknahme der deutschen Vorbehalte im Jahr 2010. Deutschland hatte die Konvention zuvor nur mit erheblichen Vorbehalten anerkannt; auch sollte sie in der Rechtspraxis keine Anwendung finden. Mit der Rücknahme der Vorbehalte hat die Bundesregierung den Weg für die innerstaatliche Anwendung der Konvention durch Behörden und Gerichte frei gemacht. Dennoch gibt es bis heute nur wenige Entscheidungen deutscher Gerichte, welche anerkennen, dass die Konvention subjektive Rechte des Kindes begründet. Das Institut hofft, dass die UN-Kinderrechtskonvention beim nächsten Jubiläum Bestandteil gängiger Rechtspraxis in Deutschland sein wird.

Interview mit Beate Rudolf, Direktorin des Instituts, und Hendrik Cremer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts, zur Bedeutung der UN-Kinderrechtskonvention

Dossier zum Thema

Institut kritisiert Auswahl nach "Hautfarbe" bei Polizeikontrollen

Zum Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz (Urteil vom 28.02.2012, 5 K 1026/11.KO) zur Auswahl von Personen bei Stichprobenkontrollen der Bundespolizei nach deren "Hautfarbe": Internationale und europäische Gremien wie der UN-Menschenrechtsausschuss, der Europäische Gerichthof für Menschenrechte und die Europäische Grundrechteagentur haben eindeutig festgestellt, dass Personenkontrollen und Identitätsfeststellungen, die allein oder wesentlich auf Kriterien wie der zugeschriebenen ethnischen Zugehörigkeit oder "Hautfarbe" einer Person basieren, gegen das Verbot rassistischer Diskriminierung verstoßen. Zwar befugt das Bundespolizeigesetz die Bundespolizei in bestimmten Bereichen (etwa auf Flughäfen und Bahnhöfen, in Zügen und im Grenzgebiet) zur Abwehr der unerlaubten Einreise sogenannte "verdachtsunabhängige Kontrollen" durchzuführen. Das bedeutet aber nicht, dass die Bundespolizei bei der Auswahl, welche Personen solchen Stichprobenkontrollen unterzogen werden, gegen das grund- und menschenrechtliche Diskriminierungsverbot verstoßen darf, indem sie Personen allein oder wesentlich wegen der ihnen zugeschriebenen ethnischen Zugehörigkeit oder "Hautfarbe" auswählt.

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Institut legt Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Bekämpfung des Rechtsextremismus vor - Anhörung im Bundestag am 19. März 2012

Auch der Kampf gegen den Rechtsextremismus muss in rechtsstaatlichen und menschenrechtlichen Grenzen ausgetragen werden. Diesem Anspruch wird der "Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Bekämpfung des Rechtsextremismus" der Bundesregierung nach Ansicht des Deutschen Instituts für Menschenrechte nicht gerecht. Er verstoße gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. In seiner Stellungnahme empfiehlt das Institut unter anderem, die Ergebnisse der derzeit laufenden parlamentarischen Untersuchungen zum Thema Rechtsextremismus abzuwarten, den Anwendungsbereich des Gesetzes zu beschränken und eine effektive Evaluierung des Gesetzes sicherzustellen.

Zur Stellungnahme

Monitoring-Stelle fordert "Disability Survey" - zum 26. März, Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland

Dr. Marianne Hirschberg © DIMR/S. Pietschmann

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention hat eine eigenständige repräsentative Datenerhebung zur besseren Erfassung der Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen in Deutschland ("Disability Survey") gefordert. "Die Bundesregierung sollte eine repräsentative Langzeitstudie in Auftrag geben, die die Lebenslagen behinderter Menschen im Zeitverlauf erhebt", erklärte Marianne Hirschberg, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Monitoring-Stelle. Bisherige Datenerhebungen würden sich an den Defiziten der Behinderten orientieren und nicht an ihren Möglichkeiten und Ressourcen. Die bisher genutzten statistischen Instrumente seien allgemein auf die gesamte Bevölkerung ausgerichtet und damit nicht aussagekräftig für die Kategorie Behinderung beziehungsweise für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen. "Beispielsweise enthält der Mikrozensus nur eine Aussage über das Vorliegen oder Fehlen einer Behinderung, jedoch keine weiteren spezifizierten Aussagen, die über die Geschlechtszugehörigkeit oder Alter hinausgehen", so Hirschberg.

Pressemitteilung zu diesem Thema

Institut nahm an Fachgespräch im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum "Europaratsübereinkommen zur Bekämpfung des Menschenhandels" teil

Heike Rabe © DIMR/S. Pietschmann

Am 19. März 2012 fand ein öffentliches Fachgespräch im FSFJ-Ausschuss des Bundestages zum "Europaratsübereinkommen zur Bekämpfung des Menschenhandels" statt. Als Sachverständige eingeladen war Heike Rabe, Koordinatorin des Projekts "Zwangsarbeit heute", das seit 2009 in Kooperation mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" am Deutschen Institut für Menschenrechte durchgeführt wird. Im Vordergrund ihrer Ausführungen stand die Verbesserung der Situation der Betroffenen mit Blick auf die Durchsetzung ihrer Ansprüche auf Lohn und Schadenersatz. Als Dreh- und Angelpunkt für die soziale und rechtliche Lage von Personen aus Drittstaaten identifizierte Rabe das Aufenthaltsrecht. Hier gebe es Änderungsbedarf im nationalen Recht.

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UN-Frauenrechtskonvention in Deutschland vollständig umsetzen!

Prof. Dr. Beate Rudolf © DIMR/S. Pietschmann

Das Deutsche Institut für Menschenrechte sieht weiterhin erheblichen Handlungsbedarf bei der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland und forderte deshalb anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März Bund und Länder dazu auf, die Empfehlungen des UN-Frauenrechtsausschusses systematisch umzusetzen. "Auch 2012 sind Frauen in vielen Lebensbereichen, etwa auf dem Arbeitsmarkt, im Steuer- oder Scheidungsrecht, noch immer nicht gleichberechtigt", so Beate Rudolf, Direktorin des Instituts. "Die Feststellungen des UN-Frauenrechtsausschusses aus dem Jahr 2009 sind weiterhin gültig, seine Empfehlungen aber überwiegend folgenlos geblieben. Der Gleichstellungsbericht der Bundesregierung aus dem vergangenen Jahr enthält gute Lösungsansätze. Insbesondere zeigt er auf, wo das geltende Recht zur Folge hat, dass Frauen in ihrer Freiheit eingeschränkt werden, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Ein Beispiel ist das Zusammenspiel von geringfügiger Beschäftigungsmöglichkeit, Ehegattensplitting und beitragsfreier Familienkrankenversicherung, das die herkömmliche Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen verfestigt. Das ist mit der UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) nicht vereinbar."

Pressemitteilung zu diesem Thema

Rückblick: NGO-Konsultation zu Beschwerdemechanismen in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit

Andrea Kämpf © DIMR/S. Pietschmann

Auf Einladung des Deutschen Instituts für Menschenrechte tauschten sich am 16. März 2012 in Berlin zehn Vertreterinnen und Vertreter deutscher Nichtregierungsorganisationen über Notwendigkeit und Ausgestaltung eines Beschwerdemechanismus in der Entwicklungszusammenarbeit aus. In dem internen Fachgespräch wurden Beispiele für Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang großer Entwicklungsvorhaben vorgestellt und Art und Umfang der spezifischen Geberverantwortung diskutiert. Die Teilnehmenden sammelten erste Ideen, wie ein Beschwerdemechanismus in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit ausgestaltet sein sollte, um effektiv und insbesondere für gesellschaftlich wie rechtlich ausgeschlossene Personen und Gruppen im Partnerland zugänglich zu sein. "Mit einem Beschwerdemechanismus machen Geber deutlich, dass sie sich den gleichen Maßstäben unterwerfen, die sie selbst im Rahmen der Entwicklungspolitik anlegen. Gleichzeitig können sie damit zur Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit beitragen", so Andrea Kämpf, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut. Eine Follow-up-Veranstaltung ist für Herbst dieses Jahres geplant.

Weitere Informationen bei Andrea Kämpf, E-Mail: kaempf@institut-fuer-menschenrechte.de

Jahrestagung des ICC in Genf - neuer Vorsitzender ist Mousa Burayzat aus Jordanien

Das diesjährige Treffen des Internationalen Koordinierungskomitees (ICC) der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (NHRIs) vom 19. bis 21. März in Genf brachte einen Wechsel an der Spitze. Neuer Vorsitzender ist Dr. Mousa Burayzat, der Vorsitzende der Jordanischen NHRI. Inhaltliche Schwerpunkte des Treffens waren der Erfahrungsaustausch über die nationale und internationale Monitoring-Funktion von NHRIs, die verbesserte Zusammenarbeit mit internationalen Menschenrechtsgremien und die Stärkung regionaler und transregionaler Kooperationen. Für das Deutsche Institut für Menschenrechte nahmen Direktorin Beate Rudolf und Michael Windfuhr, stellvertretender Direktor, teil.

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Verhandlungen über "Freiwillige Leitlinien zur verantwortlichen Regierungsführung im Umgang mit Landbesitz, Wäldern und Fischereiressourcen" abgeschlossen

Michael Windfuhr © DIMR/A. Losier

Am 9. März 2012 wurden die Verhandlungen über die "Freiwilligen Leitlinien zur verantwortlichen Regierungsführung im Umgang mit Landbesitz, Wäldern und Fischereiressourcen" innerhalb der Welternährungsorganisation (FAO) in Rom nach gut einem Jahr abgeschlossen. "Die Leitlinien sind ein wichtiges Instrument, um die Rechte besonders armer und marginalisierter Bevölkerungsgruppen in Ländern des Südens besser als bisher zu schützen", erklärte Michael Windfuhr, stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Bei vielen Landtransfers komme es zu Zwangsräumungen und Vertreibungen von Menschen, die keine rechtliche Absicherung ihrer Landrechte nachweisen können. Mitte Mai sollen die Leitlinien vom FAO-Ausschuss für Welternährungssicherheit formell verabschiedet werden. "Die Leitlinien beschreiben detailliert, wie Landtransfer-Prozesse ausgestaltet werden können, damit die Rechte der besonders von Hunger und Unterernährung betroffenen Menschen, darunter besonders Frauen, nicht übersehen werden", so Windfuhr, der die Verhandlungen auf Einladung der Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) als Menschenrechts-Experte begleitet hat.

Die Leitlinien:
Voluntary Guidelines on the Responsible Governance of Tenure of Land, Fisheries and Forests in the Context of National Food Security (PDF, 165 KB, nicht barrierefrei)

Weitere Informationen zum Thema

Neue Publikationen

aktuell 01/2012: Den europäischen Flüchtlingsschutz neu regeln
Nach der wegweisenden Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs vom 23. Februar 2012 ("Hirsi und andere gegen Italien") müssen der europäische Flüchtlingsschutz neu geregelt und die menschenrechtlichen Verpflichtungen stärker beachtet werden. Auch Deutschland steht in der Verantwortung und muss Konsequenzen ziehen. Das aktuell 1/2012 enthält entsprechende Empfehlungen an die Bundesregierung, die insbesondere den laufenden Rechtssetzungsprozess auf EU-Ebene betreffen, die EU-Außenbeziehungen zu Drittstaaten und die Beteiligung Deutschlands an Frontex-Einsätzen.   

Zum aktuell

Stellungnahme zum "Europaratsübereinkommen zur Bekämpfung des Menschenhandels" veröffentlicht
Seit Juni 2009 führt das Institut in Kooperation mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" das Projekt "Zwangsarbeit heute: Betroffene von Menschenhandel stärken" durch. Der Schwerpunkt des Projekts liegt in der Stärkung der Rechte Betroffener, insbesondere deren Rechte auf Lohn und Entschädigung. Mit der Stellungnahme für das öffentliche Fachgespräch "Europaratsübereinkommen zur Bekämpfung des Menschenhandels" des Bundestagsausschusses für Familie, Frauen, Senioren und Jugend am 19. März 2012 konzentriert sich das Institut auf die grundgesetzlich und völkerrechtlich verbürgten Menschenrechte und nimmt damit seine Brückenfunktion zwischen dem internationalen und nationalen Menschenrechtsschutz wahr. Der rechtlich begründete Umsetzungsbedarf zur Verbesserung der Situation der Betroffenen von Menschenhandel in Deutschland wird empirisch gestützt durch die Forschungsergebnisse und praktischen Erfahrungen des Projekts.  

Zur Stellungnahme

Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Bekämpfung des Rechtsextremismus veröffentlicht

Zur Stellungnahme

Stellungnahme zum Bericht der UN-Arbeitsgruppe über willkürliche Haft im UN-Menschenrechtsrat am 6. März 2012 veröffentlicht

Zur Stellungnahme

Handbuch "Menschenrechtsverletzungen: Was kann ich dagegen tun? Menschenrechtsverfahren in der Praxis"
Das Handbuch informiert über die Menschenrechtsinstitutionen und –verfahren der Vereinten Nationen, der UNESCO und der ILO sowie des Europarates und der Europäischen Union. Die erste Auflage erschien 1998, die jetzt vorliegende dritte Auflage wurde erweitert und aktualisiert. Das Buch bietet neben den erklärenden Texten auch Formblätter für Beschwerden, Adressen, Literaturhinweise und grafische Darstellungen. Das Werk richtet sich unter anderem an Studierende, Menschenrechtsakteure, Personen, die Rechtsschutz suchen und deren Rechtsbeistände. Herausgegeben wird es von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V., dem Deutschen Institut für Menschenrechte und der Deutschen UNESCO-Kommission e. V.
Das Buch ist beim UNO-Verlag für 16,80 € erhältlich.
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E-Mail: uno-verlag@wbv.de
Das Handbuch zum kostenlosen Herunterladen in unserem Shop

"New Prospects for Human Rights? The Human Rights Council between the Review Process and the Arab Spring"
2011 wurde intensiv über die Reform der Arbeit des UN-Menschenrechtsrates diskutiert ("Review Process"). Hierbei ging es um die Arbeitsweise des Menschenrechtsrates und eine aktivere Aufnahme schwieriger Ländersituationen. Die gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Forum Menschenrechte herausgegebene Studie von Theodor Rathgeber diskutiert die Schwerpunkte der Debatte und die Positionen der Regierungen. Sie geht vor dem Hintergrund des Arabischen Frühlings auf neueste Entwicklungen ein, vor allem auf den Umgang des Menschenrechtsrates und des Sicherheitsrates mit Ländersituationen - ein Thema von anhaltender Bedeutung.
Herausgeber: Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutsches Institut für Menschenrechte, Forum Menschenrechte

Zur Studie

Beitrag "Kinderrechte und der Vorrang des Kindeswohls" im Anwaltsblatt
Im Anwaltsblatt des Deutschen Anwaltvereins ist im April ein Aufsatz von Dr. Hendrik Cremer zur UN-Kinderrechtskonvention (KRK) erschienen. Der Beitrag zeigt beispielhaft das in der KRK steckende Potenzial für die Rechtspraxis auf. Der Fokus richtet sich dabei auf den weitreichenden Maßstab des Vorrangs des Kindeswohls gemäß Art. 3 Abs. 1 KRK und das Recht des Kindes, gehört zu werden (Art. 12 KRK). Beide Normen haben eine herausragende Bedeutung innerhalb der Konvention.

Zum Beitrag im Anwaltsblatt

Übersicht aller Publikationen des Instituts:

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Herausgeber:
Deutsches Institut für Menschenrechte, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Zimmerstr. 26/27 10969 Berlin

Website: www.institut-fuer-menschenrechte.de

V. i. S. d. P.:
Bettina Hildebrand, E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de

Redaktion:
Ingrid Scheffer, E-Mail: scheffer@institut-fuer-menschenrechte.de

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ISSN: 1867-4453 

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