Der Newsletter wird nicht korrekt angezeigt? > Newsletter hier online lesen <

Logo Deutsches Institut fuer Menschenrechte
Institut für Menschenrechte: Newsletter Oktober/Sept. 2017
Headerbild Deutsches Institut fuer Menschenrechte

Inhalt

Kommende Veranstaltungen des Instituts

Mehr Literatur in barrierefreien Formaten!

Einige Bibliotheken bieten bereits Zugang zu Texten in Brailleschrift © Shutterstock.com

Die anstehende Umsetzung des Vertrags von Marrakesch soll Menschen mit Lese- und Sehbehinderungen den Zugang zu Literatur erleichtern

Menschen mit Lese- und Sehbehinderungen haben nur einen sehr eingeschränkten Zugang zu Werken der Literatur, Kunst und Wissenschaft. Schätzungen der Weltblindenunion (WBU) zufolge liegen in entwickelten Ländern nur maximal fünf Prozent der Bücher und Zeitschriften in barrierefreien Formaten wie Brailleschrift, Großdruck oder als Hörbücher vor. Der Zugang zu Literatur ist jedoch die Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Seh- und Lesebehinderungen ihre Menschenrechte wahrnehmen können, etwa ihr Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit, auf Teilhabe am kulturellen Leben und ihr Recht auf Bildung und Arbeit.

Weiterlesen: Mehr Literatur in barrierefreien Formaten!

DIMR (2017): Mehr Literatur in barrierefreien Formaten. Die Umsetzung des Vertrags von Marrakesch soll Menschen mit Lese- und Sehbehinderungen den Zugang zu Literatur erleichtern

Neue Koalitionsverträge im Check: Inklusion nicht konsequent genug gewollt

Die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention hat drei Koalitionsverträge ausgewertet © Rainer Sturm/pixelio.de

Im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen haben die 2017 neu gewählten Regierungskoalitionen ihre Arbeit aufgenommen. Der Inklusion von Menschen mit Behinderungen messen sie jedoch keine große Bedeutung bei: Keine der drei Regierungen formuliert Inklusion in wesentlichen Lebensbereichen (Bildung, Arbeit, Wohnen) bei gleichzeitigem schrittweisem Abbau von Sonderstrukturen als explizites Ziel. Vielmehr sollen Förderschulen, Werkstätten und stationäre Wohneinrichtungen aufrechterhalten, teilweise sogar ausgebaut werden. Dies entspricht nicht dem Inklusionsverständnis der UN-Behindertenrechtskonvention.

Weiterlesen: Neue Koalitionsverträge im Check: Inklusion nicht konsequent genug gewollt

Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht und muss umgesetzt werden

Das inklusive Schulsystem steckt 8 Jahre nach Inkrafttreten der UN-BRK in den meisten Bundesländern noch in den Kinderschuhen © Shutterstock.com

Institut wirbt für Versachlichung der Debatte / Bundesländer müssen notwendige Rahmenbedingungen schaffen

Schulische Inklusion ist für viele Lehrkräfte und Eltern zu einem Reizthema geworden, manchen erscheint sie angesichts vorhandener Umsetzungsprobleme schon gescheitert. Doch inklusive Bildung ist ein Menschenrecht, zu dessen Umsetzung sich Deutschland völkerrechtlich verpflichtet hat. Das Deutsche Institut für Menschenrechte wirbt deshalb für eine Versachlichung der Debatte und fordert die Bundesländer auf, ein inklusives Bildungssystem nach den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention zu schaffen.

Weiterlesen: Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht und muss umgesetzt werden

DIMR (2017): Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht. Warum es die inklusive Schule für alle geben muss

DIMR (2017): Das Recht auf inklusive Bildung. Allgemeine Bemerkung Nr. 4 des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Lesen Sie auch:
Pressemitteilung: Nordrhein-Westfalen: Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht und muss umgesetzt werden

UN-Überprüfung der Menschenrechtslage in Deutschland: Institut hat eigenen Bericht eingereicht

2018 nimmt der UN-Menschenrechtsrat Deutschland erneut unter die Lupe © DIMR

2018 überprüft der UN-Menschenrechtsrat im Allgemeinen periodischen Überprüfungsverfahren (Universal Periodic Review, UPR) zum dritten Mal die Menschenrechtslage in Deutschland. Wie bereits in den ersten beiden Zyklen beteiligt sich das Deutsche Institut für Menschenrechte entsprechend seiner Aufgabe als Nationale Menschenrechtsinstitution mit einem eigenen Bericht am UPR-Verfahren. Das Institut hat seinen Bericht am 5. Oktober beim Menschenrechtsrat eingereicht.

Weiterlesen: UN-Überprüfung der Menschenrechtslage in Deutschland: Institut hat eigenen Bericht eingereicht

UPR-Bericht des Deutschen Instituts für Menschenrechte auf Deutsch (PDF, 461 KB, nicht barrierefrei)

Empfehlungen des Deutschen Instituts für Menschenrechte auf Deutsch (PDF, 390 KB, nicht barrierefrei)

1. Bericht über Umsetzung der Istanbul-Konvention: Hinweise auf Verbesserungsbedarf im Umgang mit Gewalt gegen Frauen auch in Deutschland

Österreich und Deutschland haben begonnen, die Datenerhebung zu Gewalt gegen Frauen weiterzuentwickeln © DIMR

Die Expert_innengruppe des Europarates zur Überwachung der Istanbul-Konvention (GREVIO) hat am 27. September ihren ersten Bericht vorgelegt. Darin geht es um die konkrete Umsetzung der Menschenrechtskonvention und damit den staatlichen Umgang mit Gewalt gegen Frauen in Österreich. Besonders ins Auge sticht der wiederholte Hinweis der Expert_innen, dass eine effektive Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ein deutlich stärkeres Engagement bei der Finanzierung und dem Aufbau von Rahmenbedingungen sowohl für die unmittelbare Unterstützungsarbeit für Frauen als auch für die politische Arbeit erfordert. Die diesbezüglichen Ausführungen und Empfehlungen von GREVIO sind auch für den bevorstehenden Umsetzungsprozess in Deutschland wegweisend. Die Ausgangsbedingungen und Problemlagen in beiden Ländern ähneln sich stark.

Weiterlesen: 1. Bericht über Umsetzung der Istanbul-Konvention gibt deutliche Hinweise auf Verbesserungsbedarf im Umgang mit Gewalt gegen Frauen auch in Deutschland

Waffeneinsätze und das Recht auf Leben: Erfolge und Rückschläge

"Rüstungskontrolle ist ein essenzielles Element verantwortungsvoller Sicherheitspolitik", so Wolfgang Ischinger © DIMR/Scheffer

Am 18. September luden das Bochumer Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV), das Deutsche Institut für Menschenrechte und die Hertie School of Governance gemeinsam zum Expert_innen-Workshop "Waffeneinsätze und das Recht auf Leben" nach Berlin ein. Sicherheitspolitik, Völkerrecht, staatliches Handeln und die Zivilgesellschaft müssen beim Thema Waffeneinsätze und Recht auf Leben zusammen betrachtet werden. Während der Veranstaltung wurden sowohl spezifische Ländersituationen als auch länderübergreifende Themen erörtert. Die Teilnehmer_innen kamen aus der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft, dem Bundestag und der Bundesregierung.

Weiterlesen: Waffeneinsätze und das Recht auf Leben: Erfolge und Rückschläge

Gewaltsames Verschwindenlassen: Staaten sind verpflichtet, Opfer zu suchen

Appell gegen Verschwindenlassen von Mausi Segun, Geschäftsführerin von Human Rights Watch Africa © DIMR/Amélie Losier

Institut veröffentlichte zum Internationalen Tag für die Opfer des Verschwindenlassens neue Publikation

Jedes Jahr verschwinden weltweit Menschen, weil sie im Auftrag oder mit Duldung von Regierungen inhaftiert, entführt oder ermordet werden. Die Angehörigen werden im Unklaren gelassen über das Schicksal der Verschwundenen, ihnen wird jede Auskunft über deren Verbleib verwehrt. Das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen von 2006 verpflichtet die Vertragsstaaten zur Suche nach verschwundenen Personen. Anlässlich des Internationalen Tags für die Opfer des Verschwindenlassens am 30. August erinnerte das Institut an diese menschenrechtliche Verpflichtung.

Weiterlesen: Staaten sind verpflichtet, Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens zu suchen

DIMR (2017): Auf der Suche nach den Opfern von gewaltsamem Verschwindenlassen. Wie die menschenrechtliche Verpflichtung zur Suche erfolgreich umgesetzt werden kann

Foto-Galerie mit persönlichen Botschaften zum Thema

Zehn Leitlinien für gute pädagogische Beziehungen

Kern der Reflexionen ist eine freiwillige Selbstverpflichtung aus zehn Leitlinien, die ethische Orientierung für den pädagogischen Alltag formulieren

Gute pädagogische Beziehungen sind das Fundament, damit Lehren und Lernen in frühpädagogischen, schulischen und sozialpädagogischen Feldern gelingen kann. Doch was macht eine gute pädagogische Beziehung aus? Wie gestaltet man sie? Und nicht zuletzt: nach welchen ethischen Leitlinien sollen sich Lehrer_innen und andere pädagogische Fachkräfte richten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der "Arbeitskreis Menschenrechte" bei seinen jährlichen Expert_innen-Treffen in Reckahn. Herausgekommen sind nun die "Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen".

Weiterlesen: Zehn Leitlinien für gute pädagogische Beziehungen

Reckahner Reflexionen in vier unterschiedlichen Ausgaben

NPD-Parole nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt - Stellungnahme des Instituts

Die Stellungnahme legt dar, dass die NPD-Plakate rassistisch sind und einen Angriff auf die Menschenwürde darstellen © DIMR

Vor den Bundestagswahlen im September hatte die NPD in mehreren Städten Wahlplakate mit der Parole "Geld für die Oma statt für Sinti und Roma" aufgehängt. Das Institut hat in einer Stellungnahme dargelegt, dass die örtlich zuständigen Behörden die Wahlplakate unverzüglich abhängen mussten. Der Grund ist die grund- und menschenrechtliche Schutzpflicht des Staates vor rassistischen Angriffen; die genannte NPD-Parole ist nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Zum gleichen Schluss kam auch ein Rechtsgutachten zum Umgang mit rassistischen Wahlkampfplakaten vom Oktober 2015, das das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Auftrag gegebenen hatte.

Weiterlesen: NPD-Parole nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt - Stellungnahme des Instituts

Hendrik Cremer (2017): Rassistische Wahlplakate müssen abgehängt werden. NPD-Parole "Geld für die Oma statt für Sinti und Roma" von der Meinungsfreiheit nicht gedeckt

8. Sitzung der UN-Arbeitsgruppe zu den Rechten Älterer: Viele fordern eine Konvention

Gewalt gegen Ältere ist ein weltweites Phänomen © Fotobox/pixelio.de

Die achte Sitzung der UN-Arbeitsgruppe zu den Rechten Älterer fand vom 5. bis 7. Juli in New York statt. Bei dieser Sitzung gab es zwei Neuerungen: Nationale Menschenrechtsinstitutionen haben von nun an einen Status, mit dem sie mitdiskutieren und schriftlich Beiträge zu jedem Tagesordnungspunkt einreichen können. Dieses Mitwirkungsrecht in einer Arbeitsgruppe der UN-Generalversammlung ist ein Meilenstein für Nationale Menschenrechtsinstitutionen. Die zweite Neuerung ist inhaltlich: Je zwei Schwerpunktthemen werden vertieft diskutiert und Eckpunkte dazu verabschiedet – dieses Mal "Altersdiskriminierung und Gleichheit" sowie "Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung von Älteren".

Weiterlesen: Achte Sitzung der UN-Arbeitsgruppe zu den Rechten Älterer: Viele fordern eine neue Konvention

Rechte von Jugendlichen weltweit stärken!

Jugendliche haben nur dann bessere Zukunftschancen, wenn ihre Rechte geschützt werden © Fabian Fellmann/pixelio.de

Noch nie war der Anteil der Jugendlichen an der Weltbevölkerung so hoch wie heute. Derzeit wachsen die meisten Jugendlichen in Ländern des Globalen Südens auf. Ihre Ideen und ihr Engagement sind zentral für die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung. Der Internationale Tag der Jugend am 12. August erinnerte an die Bedeutung der Jugend als Lebensphase.

Weiterlesen: Rechte von Jugendlichen weltweit stärken!

Lena Stamm, Judith Striek (2017): Kinderrechte in der Jugend. Ausführungen des UN-Kinderrechtsausschusses, Allgemeine Bemerkung Nr. 20

Bibliothek

Neuerwerbungen der Bibliothek 

Die Neuerwerbungen der Bibliothek können Sie im Online-Katalog einsehen. Eine thematische Eingrenzung der neuen Titel anhand der Hauptgruppen der Aufstellungssystematik ist möglich.

Unsere Neuerwerbungen finden Sie auch in LibraryThing

 Und bei Twitter:
 Neuerwerbungen der Bibliothek bei Twitter

"Current Contents":
Die Inhaltsverzeichnisse aktueller Zeitschriften der Bibliothek.

Link des Monats:
Zum Link des Monats

 Die Bibliothek bietet Bücher, Filme und andere Medien in Leichter Sprache an.
Materialien in Leichter Sprache

Die Öffnungszeiten der Bibliothek:
Mo-Fr von 10:00 bis 17:00 Uhr.

Telefon: 030 – 259 359 – 10

Profil der Bibliothek

Pressespiegel

Screenshot der Seite "Pressespiegel" auf der Instituts-Website.

In unserem Pressespiegel finden Sie Berichte über das Deutsche Institut für Menschenrechte sowie Interviews und Berichte, in denen Instituts-Mitarbeitende zitiert werden.

Zum Pressespiegel 2017

nach oben

Impressum

Herausgeber:
Deutsches Institut für Menschenrechte, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Zimmerstr. 26/27 10969 Berlin

Website: www.institut-fuer-menschenrechte.de

V. i. S. d. P.:
Bettina Hildebrand, E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de

Redaktion:
Ingrid Scheffer, E-Mail: scheffer@institut-fuer-menschenrechte.de

Rechtliche Hinweise:
Der Newsletter des Deutschen Instituts für Menschenrechte ist urheberrechtlich geschützt. Das Copyright liegt beim Deutschen Institut für Menschenrechte.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte externer Websites, auf die vom Newsletter oder von der Website des Instituts aus verlinkt wird. Ihre Daten behandeln wir vertraulich. Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben.

ISSN: 1867-4453 

Bitte beachten Sie:
Dies ist eine automatisch versendete Nachricht. Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail, da die Adresse nur zum Versand von E-Mails eingerichtet ist.
Wenn Sie Fragen zum Newsletter haben, schicken Sie uns bitte eine E-Mail an: scheffer@institut-fuer-menschenrechte.de.

Newsletter-Format und Daten ändern:
Wenn Sie den Newsletter zukünftig im Text-Format erhalten möchten, nutzen Sie bitte das Änderungsformular.

Wenn Sie bereits registrierte Abonnentin bzw. registrierter Abonnent unseres Newsletter sind und Ihre Daten ändern wollen, möchten wir Sie bitten sich, vom Newsletter abzumelden und sich anschließend erneut mit Ihren neuen Daten anzumelden.

Newsletter abbestellen:
Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, nutzen Sie bitte das Newsletter-Abmeldeformular.