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Foto-Galerie: Stimmen vor der Staatenprüfung und zur UN-BRK

  • Porträt Corinna Rüffer

    "Von der Staatenberichtsprüfung erwarte ich mir, dass der Fachausschuss deutlich benennt, wo in Deutschland noch Reformbedarf besteht. Wir können gut ein bisschen Schwung aus Genf gebrauchen, damit wir nicht nur über Inklusion sprechen, sondern sie auch gestalten."

  • Porträt Ilja Seifert

    "Die UN-BRK hat eine Wertediskussion angestoßen. Früher dominierte eine medizinisch-defizitäre und fürsorgliche Sicht auf die Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen; heute steht das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung durch selbstbestimmte Teilhabe im Fokus. Von der Umsetzung dieses Rechts sind wir allerdings noch weit entfernt."

  • Porträt Joachim Steinbrück

    "Die UN-BRK steht für das Recht auf inklusive Bildung. In Bremen ist der Auftrag an Schulen, sich zu inklusiven Bildungsstätten zu entwickeln, seit 2009 gesetzlich verankert. Leider ist das noch nicht in allen Bundesländern der Fall. Die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Deutschland hängt außerdem davon ab, dass die hierfür erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Von der Prüfung Deutschlands durch den UN-Fachausschuss erhoffe ich mir dabei weiteren Rückenwind."

  • Porträt Sigrid Arnade

    "So wie die UN-BRK nur durch die Aktivitäten der Zivilgesellschaft Wirkung entfalten konnte, werden auch die Empfehlungen des CRPD-Ausschusses nur dann wirksam werden, wenn die Zivilgesellschaft immer wieder die Finger in die Wunden legt."

  • Porträt Magret Osterfeld

    "Der Staat tut noch zu wenig zum Schutz von Menschen mit psychosozialen Behinderungen. Viel zu vielen Menschen wird mit medizinisch-psychiatrischer Begründung die Freiheit entzogen, sei es in Kliniken oder in Alten- und Pflegeheimen. Ich kann nur hoffen, dass die Staatenprüfung dazu führt, dass Deutschland seine Gesetzgebung der UN-BRK anpassen muss."

  • Joachim Busch ist in der Mitte des Bildes scharf abgebildet. Im Vordergrund des Bildes sieht man unscharf die Rückseite einer Person, die ein gelbes Mikrofon in der Hand hält. Joachim Busch blickt zu dieser Person.

    "Eine Staatenprüfung vom UN- Fachausschuss ist für Deutschland so ähnlich wie ein Zeugnis für einen Schüler. Ein Zeugnis zeigt an, wo man gut ist, und wo man sich mehr anstrengen muss. Es soll Deutschland anspornen, mehr für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu tun."

  • Porträt Gabi Gerwins

    "Ich wünsche mir, dass sich der 1. Arbeitsmarkt mehr öffnet für Menschen mit Behinderungen. Viel zu wenige von uns schaffen den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt, obwohl sie gerne möchten. Von der Staatenberichtsprüfung erhoffe ich mir, dass Menschen mit Behinderungen miteinbezogen werden. Denn es heißt, nicht über uns ohne uns!"

  • Sujetbild mit Text: Fernschriftliche Kommunikation = Barrierefreie Kommunikation

    "Die Rechte von behinderten Menschen sind noch lange nicht überall umgesetzt. Dass im Geiste des medizinischen Behinderungsmodells nach Merkmalen gesucht wird, die gesellschaftlich als 'Behinderung' gelten, und danach beispielsweise eine legale selektive Abtreibung erfolgen darf, sehe ich als existenzielle Diskriminierung."

  • Porträt Peter Winterstein

    "Das geschriebene Recht in Deutschland stimmt weitgehend mit der UN-BRK überein, die tägliche Rechtsanwendung jedoch nicht. Im Betreuungsrecht etwa wird viel zu oft ohne Rücksprache mit dem behinderten Menschen entschieden. Diesbezüglich erhoffe ich mir von der Prüfung eine echte Schwachstellenanalyse, befürchte aber, dass wenig herauskommt."

  • Winfried Kron steht hinter einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon.

    "Die Ratifizierung der UN-BRK hat das Modell einer inklusiven Gesellschaft gedanklich in alle gesellschaftlichen Bereiche eingeführt. Nun wird Deutschland erstmalig von den Vereinten Nationen hinsichtlich der Umsetzung der Konvention bewertet. Daraus werden sich neue Impulse ergeben, die Deutschland nutzen kann, bisherige Maßnahmen fortzuentwickeln."

  • Porträt Theresia Degener

    "Die größte Errungenschaft seit Inkrafttreten der UN-BRK in Deutschland sehe ich darin, dass Behinderung endlich als Menschenrechtsthema diskutiert wird. Damit werden Menschenrechtsverletzungen, die Menschen wegen oder mit ihrer Behinderung erleben, nicht mehr als individuelles Schicksal wahrgenommen, sondern als Verletzung von konkreten Rechten."

  • Sabine Fries steht vor einem roten Hintergrund und gestikuliert mit der rechten Hand.

    "Die UN-BRK gibt uns gehörlosen Menschen eine Stimme in der Öffentlichkeit. Allerdings besteht noch viel Handlungsbedarf, zum Beispiel, was inklusive Bildung betrifft. Würde alles so umgesetzt, wie es die UN-BRK fordert, dann hätte jedes taube Kind ein unanfechtbares Recht auf ein Unterrichtsfach Deutsche Gebärdensprache an den Schulen. Das ist leider nach wie vor nicht der Fall."