Servicenavigation

Sie befinden sich hier:  Menschenrechtsbildung

Menschenrechtsbildung

Ziel der Menschenrechtsbildung ist es, eine Kultur der Menschenrechte zu fördern. Dabei geht es einerseits darum, dass Menschenrechte bekannt sind, andererseits auch darum, dass sie respektiert und verteidigt werden.

Ein wichtiges Dokument ist die Erklärung der Vereinten Nationen
über Menschenrechtsbildung und -training (PDF, 586 KB, nicht barrierefrei)
. Sie bekräftigt insbesondere das Recht auf den Zugang zu Menschenrechtsbildung und hebt hervor, dass die Staaten die Hauptverantwortung für die Förderung und Bereitstellung von Menschenrechtsbildung tragen, "die in einem Geist der Partizipation, Inklusion und Verantwortung zu entwickeln und umzusetzen ist" (Artikel 7).

Menschenrechtsbildung umfasst drei Dimensionen:

  • Bildung über Menschenrechte:
    Wissen, etwa über wichtige Instrumente zum Schutz der Menschenrechte (Konventionen, Dokumente), deren Inhalte und Bedeutung, aber auch über zugrunde liegende Werte, sowie die sozialen und historischen Prozesse der Entwicklung der Menschenrechte.
  • Bildung durch Menschenrechte:
    Bewusstsein, Reflexion und Diskussion von Einstellungen und Haltungen, auch über die Relevanz der Menschenrechte im eigenen Leben. Die Form des Lehrens und Lernens muss dabei die Rechte aller achten und sollte daher methodisch weitestgehend partizipativ und inklusiv angelegt sein.
  • Bildung für Menschenrechte:
    Befähigung zum Handeln und zum emanzipatorischen Denken: Stärkung von Empowerment und Solidarität mit dem Ziel, sich für die eigenen und für die Rechte anderer einzusetzen.


Diese drei Dimensionen der Menschenrechtsbildung lassen sich nicht immer klar trennen. Eine Kultur der Menschenrechte beinhaltet Bildungs- und Lernprozesse in allen Dimensionen. Um nachhaltig Einstelllungen zu reflektieren, Wissen zu vermitteln und Handlungsoptionen weiterzuentwickeln, sind inhaltlich und methodisch sowohl das Lernen über, für und mit Menschenrechte(n) wesentlich. Wichtig ist dabei, dass Menschenrechtsbildung selbst wertschätzend und lernendenzentriert gestaltet ist, und Menschenrechtsverletzungen nicht ausschließlich als Phänomene in "fremden Ländern" behandelt werden.

Menschenrechtsbildung im Deutschen Institut für Menschenrechte

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat eine Abteilung für Menschenrechtsbildung; an einzelnen Aktivitäten zu Menschenrechtsbildung beteiligt sich das ganze Institut.

Die Abteilung Menschenrechtsbildung trägt zur Verbreitung und Vertiefung der Menschenrechtsbildungsarbeit bei. Neben einzelnen Projekten und Schwerpunkten (siehe Menüleiste) bedeutet dies vor allem:

Netzwerkarbeit: Das Institut ist mit nationalen und internationalen Zusammenschlüssen und Kooperationsforen im Bereich der Menschenrechtsbildung vernetzt. Dazu gehören unter anderem das Forum Menschenrechte, einzelne NGOs, Universitäten und andere Nationale Menschenrechtsinstitutionen. Durch die Netzwerkarbeit stärken wir die Koordination, den gegenseitigen Austausch und die Professionalisierung im Bereich der Menschenrechtsbildung.

Seminare und Workshops: In ausgewählten Themenbereichen bieten wir Seminare und Workshops an. Diese finden Sie im Bereich "Veranstaltungen". Die "Menschenrechtsakademie" ist ein weiteres, einwöchiges Angebot, das jedes Jahr im Sommer stattfindet. Die Akademie richtet sich an alle an Menschenrechtsfragen Interessierten bzw. in der Menschenrechtsarbeit engagierten Einzelpersonen und Organisationen.

Materialien, Information und Beratung: Zu ausgewählten Themenfeldern und Zielgruppen erstellen wir eigene Bildungsmaterialien, teilweise in Kooperation mit anderen Bildungsträgern oder Stiftungen. Weitere Materialien sowie Empfehlungen und Deklarationen zu Menschenrechtsbildung werden von uns unter "Zentrale Dokumente und Links" erfasst. Schließlich sind auch in der Bibliothek eine Vielzahl von Materialien und Informationen zu Menschenrechtsbildung zu finden. Soweit möglich, beraten wir gerne und versuchen Kontakte zwischen Personen zu vermitteln, die im Bereich der Menschenrechtsbildung Projekte oder Veranstaltungen planen.

Politikberatung: Um Menschenrechtsbildung breiter zu verankern, beraten wir politische Akteure und Institutionen, d. h. wir setzen uns in Gesprächen und in der Netzwerkarbeit dafür ein, Menschenrechtsbildung in Schulgesetzen, Curricula und (Aus-)Bildungsplänen stärker zu verankern.

Zur Vertiefung:

Artikel "Bildung gegen Vorurteile" auf der Website der GEW von Judy Gummich, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Menschenrechtsbildung, Inklusion und Diversity im Deutschen Institut für Menschenrechte

Nach oben

Gebärdensprachfilm

Kontakt

Sandra Reitz

Dr. Sandra Reitz
Leiterin der Abteilung Menschenrechtsbildung
Tel.: 030 25 93 59 - 446
E-Mail: reitz@institut-fuer-menschenrechte.de

Judith Feige

Judith Feige       
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel.: 030 25 93 59 - 462
E-Mail: feige@institut-fuer-menschenrechte.de

Kontakt Günther

Dr. Meike Günther
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel.: 030 25 93 59 - 449
E-Mail: guenther@institut-fuer-menschenrechte.de

M. Niendorf

Mareike Niendorf
Referentin
Tel.: 030 25 93 59 - 460
E-Mail: niendorf@institut-fuer-menschenrechte.de