Zehn Leitlinien für gute pädagogische Beziehungen

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Das Titelbild der Publikation zeigt die Skulptur eines springenden Delphins, an dessen Rückenflosse sich ein Kind festhält.

Kern der Reckahner Reflexionen ist eine freiwillige Selbstverpflichtung bestehend aus zehn Leitlinien, die ethische Orientierungen für den Alltag in schulischen, früh- und sozialpädagogischen Feldern formulieren

Zehn Leitlinien für gute pädagogische Beziehungen

Gute pädagogische Beziehungen sind das Fundament, damit Lehren und Lernen in frühpädagogischen, schulischen und sozialpädagogischen Feldern gelingen kann. Doch was macht eine gute pädagogische Beziehung aus? Wie gestaltet man sie? Und nicht zuletzt: nach welchen ethischen Leitlinien sollen sich Lehrer_innen und andere pädagogische Fachkräfte richten?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich der "Arbeitskreis Menschenrechte" bei seinen jährlichen Expert_innen-Treffen im Rochow-Museum in Reckahn. Herausgekommen sind nun die "Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen".

Die Reflexionen sollen dazu beitragen, pädagogische Beziehungen menschenwürdig zu gestalten. Kern der Reckahner Reflexionen ist eine freiwillige Selbstverpflichtung bestehend aus zehn Leitlinien, die ethische Orientierungen für den Alltag in schulischen, frühpädagogischen und sozialpädagogischen Feldern formulieren. Kinder- und weitere Menschenrechte stellen dabei den normativen Orientierungsrahmen. So heißt es bei den Handlungsmöglichkeiten für die verschiedenen Akteure: "Menschenrechtlich orientierte Schul- oder Einrichtungsordnungen werden vereinbart, sie enthalten demokratische Verfahren zur Bearbeitung von Konflikten zwischen allen Beteiligten."

Die Reckahner Reflexionen richten sich an alle Pädagog_innen – unabhängig von der Bildungsstufe, -institution, -richtung und -konzeption. Ziel des Manifests ist die Stärkung anerkennender und die Verminderung verletzender Handlungsweisen in schulischen und außerschulischen Arbeitsfeldern. Die Reckahner Reflexionen widmen sich allen Kindern und Jugendlichen in ihren vielfältigen Lebenslagen und sind ein Beitrag zu Antidiskriminierung und Inklusion auf der Beziehungsebene.

Erhältlich sind die Reckahner Reflexionen in vier unterschiedlichen Ausgaben (Broschüre, Plaket, Flyer und Mini-Flyer). Über die Website des Rochow-Museums Reckahn können die Materialien auch bestellt werden. 

Gemeinsame Herausgeber der Publikationen sind das Deutsche Institut für Menschenrechte, das Deutsche Jugendinstitut e. V., das MenschenRechtsZentrum an der Universität Potsdam sowie das Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e. V. an der Universität Potsdam.

Weitere Informationen:

Konferenz "Menschen- und Kinderrechte in pädagogischen Beziehungen – Zur Arbeit an den 'Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen'" am 23./24.10.2015 in Reckahn

Internationale Konferenz "Kinderrechte und die Qualität pädagogischer Beziehungen" am 3. und 4. Oktober 2013