Verständlich erklärt: Über 70 Fälle in der Rechtsprechungs-Datenbank "ius menschenrechte"

Servicenavigation

Sie befinden sich hier: Menschenrechtsbildung > News >  Verständlich erklärt: Über 70 Fälle in der Rechtsprechungs-Datenbank "ius menschenrechte"

© DIMR

Verständlich erklärt: Über 70 Fälle in der Rechtsprechungs-Datenbank "ius menschenrechte"

Die Rechtsprechungs-Datenbank "ius menschenrechte" soll den Zugang zu menschenrechtsrelevanten Informationen verbessern. "Innerstaatliches Recht ist im Licht der Menschenrechte auszulegen", erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Instituts, bei der Veröffentlichung der Datenbank vor zwei Jahren. Vorher konnten sich Jurist_innen nur unzureichend über europäische und internationale Gerichts- und Beschwerdeverfahren zum Diskriminierungsschutz informieren, da diese Verfahren von den großen kommerziellen Rechtsprechungs-Datenbanken nicht oder nur ungenügend berücksichtigt wurden. Und das, obwohl die Bedeutung der europäischen und internationalen Rechtsprechung für die deutsche Rechtspraxis wachse, so Rudolf.

Argumentationshilfen für Verfahren

Jetzt umfasst die Datenbank über 70 ausgewählte Entscheidungen internationaler Spruchkörper, wie der UN-Fachausschüsse, des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) und des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH). Die Entscheidungen sind auf Deutsch zusammengefasst und können im Volltext als PDF (vorwiegend auf Englisch) heruntergeladen werden. Die Datenbank enthält derzeit im Schwerpunkt Entscheidungen zu den Themen Diskriminierungsschutz, Geschlechtsspezifische Gewalt, Menschenhandel und Behinderung. "ius menschenrechte" richtet sich an Rechtsanwält_innen, Mitarbeitende von Verbänden und Beratungsstellen sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Die Datenbank soll dazu beitragen, dass Rechtsanwender_innen schnell und umfassend Argumentationshilfen für ihre Verfahren finden. Sie wird weiter befüllt und auch um andere Themen der Institutsarbeit ergänzt werden. (isc)

Zur Datenbank "ius menschenrechte"