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Studie: Das Menschenrecht auf Bildung

2006 veröffentlichte das Deutsche Institut für Menschenrechte die Studie "Das Menschenrecht auf Bildung und der Schutz vor Diskriminierung. Exklusionsrisiken und Inklusionschancen".

Das Recht auf Bildung ist nicht nur ein eigenständiges Menschenrecht, sondern auch ein zentrales Instrument, um den Menschenrechten zur Geltung zu verhelfen. Als Empowerment Right hat es eine wichtige Bedeutung für die Befähigung von Menschen, sich für die eigenen Rechte einzusetzen und sich im solidarischen Einsatz für die Menschenrechte anderer zu engagieren.

Die Studie erklärt die normativen Grundlagen des Menschenrechts auf Bildung und erläutert die menschenrechtlichen Strukturelemente, die bei der umfassenden Verwirklichung der Bildungsrechte von Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus werden beispielhaft vier Problemfelder untersucht: Kinder und Jugendliche in relativer Armut, aus Familien mit Migrationshintergrund und solche, die eine sonderpädagogische Förderung erhalten. Dabei spielt auch die Kategorie Geschlecht eine Rolle, d. h. die Untersuchung nach genderrelevanten Kriterien. Diese vier Problemfelder werden als Exklusionsrisiken analysiert, die nicht voneinander getrennt zu sehen sind.

Die Studie bietet Anregungen für eine Politik der Inklusion und Integration in der Bildung, die angemessen auf die Vielfalt der Lernenden reagieren kann.

Mona Motakef (2006): Das Menschenrecht auf Bildung und der Schutz vor Diskriminierung. Exklusionsrisiken und Inklusionschancen. Studie, Deutsches Institut für Menschenrechte, 50 S. (PDF, 291 KB, nicht barrierefrei)