zoom human rights 2010/2011

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zoom human rights 2010/2011

Fotowettbewerb "zoom human rights" für junge Menschen 

Thema: "trinken : waschen : spülen - ohne Wasser läuft nix!"

Reportage, Platz 3: Franziska Ostermann, "Regentropfen auf dem Fluss"

Das Deutsche Institut für Menschenrechte und das Deutsche Jugendherbergswerk starteten am 10. Dezember 2010 zum zweiten Mal gemeinsam den Fotowettbewerb "zoom human rights" für Jugendliche und junge Erwachsene. Das Motto lautete diesmal: "trinken : waschen : spülen – ohne Wasser läuft nix!".

Junge Menschen zwischen 15 und 26 Jahren waren dazu eingeladen, ihre Sicht auf die Menschenrechte auf Wasser und Sanitärversorgung zu zeigen. Fotos zum Motto des Wettbewerbs konnten bis zum 30. April 2011 auf der Wettbewerbsplattform youpodia in den Kategorien "Reportage" und "Konzept" hochgeladen werden.

Am 28. Mai 2011 wählte eine unabhängige Jury die besten unter insgesamt 300 eingereichten Fotos aus. 102 Jugendliche und junge Erwachsene nahmen mit 300 Fotos am Wettbewerb teil, davon hatten 17 Personen in beiden Kategorien Fotos eingesendet. Insgesamt gab es zwei Drittel Konzept-Fotos und ein Drittel Reportage-Fotos.

Die Hauptpreisträgerinnen und -preisträger in beiden Kategorien sind eingeladen, an einem Foto-Workshop in Berlin mit der Reportage-Fotografin Jordis Antonia Schlösser (Fotoagentur Ostkreuz) teilzunehmen. Die Gewinner und Gewinnerinnen der Plätze 4 bis 20 in jeder Kategorie erhalten je 100 Foto-Postkarten ihres eigenen Motivs. In der Kategorie "Reportage" wurden in diesem Jahr zwei 3. Plätze vergeben.

Zur Foto-Galerie der prämierten Fotos

Bis Ende des Jahres 2011 sind alle Fotos, Erläuterungen und User-Kommentare sowie die vollständige Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger (Plätze 1 bis 20 in beiden Kategorien) auf youpodia zu sehen.

Auszüge aus den Jurybegründungen zur Wahl der Hauptpreisträgerinnen und –preisträger:

Kategorie "Reportage":

Platz 1: Antonia Bartning (20 Jahre, Berlin)
Motiv: "Wasser nur für Schlüsselinhaber"
Aus der Jurybegründung: "…das Motto „Ohne Wasser läuft nix!“ springt hier sofort ins Auge: der Zugang zu Wasser ist versperrt, Machtstrukturen und Diskriminierung werden visuell zur Sprache gebracht…"

Platz 2: Aaron Molnar (21 Jahre, Eisenstadt, Österreich)
Motiv: "Wasserspender"
Aus der Jurybegründung: "…das Foto besticht durch seine perfekte technische Umsetzung und seine Stimmung. Thematisch verweist es auf die Wasserknappheit und die Schwierigkeiten der Wasserversorgung in abgelegenen Siedlungen bzw. Regionen…"

Platz 3: Franziska Ostermann (18 Jahre, Schwentinental)
Motiv: "Regentropfen auf dem Fluss"
Aus der Jurybegründung: "…hier gibt es eine poetische Annäherung an das Thema, die Sehnsucht nach Wasser. Im Unterschied zu ähnlichen Bildern wird das Kind hier nicht in einer Opferrolle gezeigt. Es unterstreicht durch seine Geste die Bedeutung von Wasser…"

Platz 3: Linda Pleis (26 Jahre, Oldenburg)
Motiv: "Viel zu nass!!!"
Aus der Jurybegründung: "…eines der wenigen Bilder, die auf besonders gelungene Weise den Aspekt Wasser und Hygiene ansprechen…"

Kategorie "Konzept":

Platz 1: Antonia Bartning
(20 Jahre, Berlin)
Motiv: "Auf dem Trockenen sitzen"
Aus der Jurybegründung: "…ein Wasserhahn mitten im Sand, mit einfachen Mitteln, aber umso deutlicher wird hier das Thema Wasserknappheit in trockenen Regionen visualisiert…"

Platz 2: Kathrin Doerksen (20 Jahre, Mainz)
Motiv: "Focus on the important things"
Aus der Jurybegründung: "…durch den unscharfen Hintergrund wird der Fokus auf das Wasser selbst gelegt, auf die zentrale Bedeutung, die Endlichkeit und Vergänglichkeit, aber auch auf die Verschwendung von Wasser…"

Platz 3: Vincenz Franke (25 Jahre, Leipzig)
Motiv: "Dry out"
Aus der Jurybegründung: "…erst auf den zweiten Blick lässt sich das Foto erschließen. Unmittelbar am Wasser vertrocknet ein Strauch, Wasser und Trockenheit als zwei Seiten einer Medaille. Fotografisch fasziniert es durch die Farben, die Bearbeitung und dem Medium Film im Foto, sichtbar durch die Perforation an den Rändern…"

Die Jury:
Ferda Ataman
(Leiterin Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes),
Fatima Bintou Haase (Bachelor in Kulturanthropologie, Europäische Ethnologie, Politikwissenschaften),
Gabriel Hensche (1. Preisträger zoom human rights 2008/2009, Kategorie: Konzept),
Markus Kilp (Deutsches Jugendherbergswerk),
Virginia Roaf (Consultant zum Thema Recht auf Wasser und Sanitärversorgung),
Jordis Antonia Schlösser (Fotografin der Fotoagentur Ostkreuz, Berlin),
Christoph Strässer (Kuratoriumsmitglied des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion).

Schirmfrau des Wettbewerbs:
Catarina de Albuquerque, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zu den Rechten auf Wasser und Sanitärversorgung, ist Schirmfrau des Wettbewerbs.

Interview mit Catarina de Albuquerque

Informationen zum Wettbewerbsthema:
Mehrere Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und zu Sanitärversorgung. Besonders betroffen sind Menschen in den Ländern Afrikas südlich der Sahara, Ozeaniens und weiter Teile Asiens. Aber auch in Industrieländern werden Menschen von der Wasser- und Sanitärversorgung ausgeschlossen, beispielsweise, wenn sie ihre Wasserrechnungen nicht mehr bezahlen können oder obdachlos sind. Der Mangel an Trinkwasser und Sanitärversorgung hat gravierende Folgen für die Gesundheit, Bildung und Erwerbstätigkeit der Menschen. Wasser und seine nachhaltige Bewirtschaftung sind Grundvoraussetzungen für wirtschaftliche und soziale Entwicklung und die Nahrungsmittelversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung.

Wasser und Sanitärversorgung sind essenziell für ein Leben in Würde.

Das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung wurde im Juli 2010 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen anerkannt. Im September 2010 bekräftigte der UN-Menschenrechtsrat diese wegweisende Entscheidung im Konsens. Aus menschenrechtlicher Perspektive leitet sich das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung unmittelbar aus anderen Menschenrechten ab: den Rechten auf einen angemessenen Lebensstandard und auf ein Höchstmaß an Gesundheit. Menschenrechte verpflichten Staaten, diese zu achten, vor Beeinträchtigungen durch Dritte zu schützen und schrittweise zu gewährleisten.

Weitere Informationen im Dossier zum Thema

Artikel auf youpodia (18.02.2011):
Eine Runde Wasser für alle

Medienpartner des Fotowettbewerbs sind Fluter.de, lizzynet.de und netzcheckers.de. Zu den Unterstützern zählen die Kreativagentur für PublicRelations Iser und Schmidt und das Netzwerk für sauberes Trinkwasser Viva con Agua.